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Milliardär George Soros übernimmt Anteil an GAM

Bilanz-Logo Bilanz 24.05.2019 Redaktion Bilanz
FILE - In this Thursday, April 27, 2017 file photom, George Soros, Founder and Chairman of the Open Society Foundation, waits for the start of a meeting at EU headquarters in Brussels. (Olivier Hoslet/Pool Photo via AP) © Keystone FILE - In this Thursday, April 27, 2017 file photom, George Soros, Founder and Chairman of the Open Society Foundation, waits for the start of a meeting at EU headquarters in Brussels. (Olivier Hoslet/Pool Photo via AP)

Soros hat nun einen 3-Prozent-Anteil an GAM. Die Aktie des gebeutelten Konzerns macht nach dem Einstieg einen Kurssprung nach oben.

Die Titel von GAM gehören zu den am schlechtesten laufenden Aktien in ganz Europa. Doch das hält den bekannten Investor und Philanthropen George Soros nicht davon ab, in den Schweizer Vermögensverwalter zu investieren.

Nachdem die Titel innert eines Jahres drei Viertel ihres Wertes verloren haben, ist Soros am 16. Mai über seine SFM UK Management LLP mit 3 Prozent bei GAM eingestiegen.

SFM UK Management LLP ist eine Tochter des Familienbüros des ungarisch-amerikanischen Milliardärs. Nachdem der Deal bekannt wurde, gewann GAM zum Börsenstart deutlich dazu. 

Die Motive für den Einstieg von Soros seien nicht bekannt, so die Wirtschaftsagentur Bloomberg. Doch schon zuvor hätte GAM die Aufmerksamkeit von Schnäppchenjägern erregt. So hatte beispielsweise im November 2018 auch Investor Mario Gabelli seinen Anteil auf über 3 Prozent erhöht und war zu einem der zehn wichtigsten Aktionäre bei GAM aufgestiegen.

GAM in einer tiefen Krise

GAM hatte den Fondsmanager Tim Haywood im vergangenen August nach einer internen Untersuchung wegen seines Umgangs im Risikomanagement und seinen Aufzeichnungen in bestimmten Fällen suspendiert.

Laut GAM habe der Manager interne Richtlinien verletzt. Haywoods Suspendierung stürzte die Firma in existenzielle Probleme, weil zahlreiche Investoren ihr Geld aus den von Haywood verwalteten Absolute-Return-Bonds-Fonds abziehen wollten. GAM war daraufhin gezwungen, Anleihen-Fonds mit rund 7,3 Milliarden Franken zu schliessen. Der Aktienkurs brach ein.

Zuletzt verweigert die Aktionäre dem Management an der Generalversammlung im Mai die Décharge. GAM gilt nach dem Absturz an der Börse als Übernahmekandidat.

(gku)

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