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Odermatt kann noch zum Mann des Ski-Winters werden: Deshalb ist eine Weltcup-Kugel wertvoller als eine WM-Medaille

Blick-LogoBlick 23.02.2021 Marcel W. Perren
Deshalb ist eine Weltcup-Kugel wertvoller als eine WM-Medaille © Sven Thomann Deshalb ist eine Weltcup-Kugel wertvoller als eine WM-Medaille

Es gibt einige Weltmeister, die ihre Medaillen weniger hoch einschätzen als eine Weltcup-Kristallkugel. Der legendäre Peter Müller gehört dazu. Der Zürcher war 1987 Abfahrts-Weltmeister und hat zwei Mal Kristall für seine Gesamtsiege im Abfahrts-Weltcup abgeräumt (1978/79 und 79/80).

Der mittlerweile 63-jährige «Pitsch» sagt zu BLICK: «Eine Medaille bekommt der Tagesbeste, eine Kugel erhält dagegen der beste und konstanteste Athlet über eine ganze Saison. Deshalb ist im Skisport eine Weltcup-Kristallkugel sportlich betrachtet wertvoller als eine WM- oder Olympia-Medaille!»

Odermatt jagt Pinturault

Marco Odermatt hat in Cortina trotz einem überzeugenden Auftritt in der Abfahrt (Rang 4) Edelmetall verpasst. Im Kampf um die kleine Riesen-Kugel ist das 23-jährige Nidwaldner Ausnahmetalent aber voll im Geschäft.

Odermatt, der in der laufenden Weltcup-Saison bei vier von sechs Riesenslaloms auf dem Podest stand, liegt in dieser Wertung nur 40 Punkte hinter Alexis Pinturault (Fr).

Und vier Rennen sind in dieser Sparte noch ausstehend, zwei davon werden am kommenden Wochenende im bulgarischen Bansko ausgetragen. «Odi» hat sogar im Rennen um die grosse Kugel noch Aussenseiterchancen.

Auch in diesem Zwischenklassement ziert Pinturault nach 27 von 38 Entscheidungen die Spitze, Odermatt hat als Zweiter 225 Punkte Rückstand auf den 29-jährigen Franzosen.

Feuz auf Klammers Spuren

Leader in der Abfahrts-Gesamtwertung ist nach seinen beiden Kitzbühel-Siegen Beat Feuz. Drei Rennen vor Ultimo beträgt der Vorsprung des Emmentalers auf Österreichs Doppel-Olympiasieger Matthias Mayer 48 Punkte.

Feuz könnte damit die Abfahrts-Kugel zum vierten Mal in Serie gewinnen, was bis anhin einzig Franz Klammer (67, Ö) zwischen 1974 und 1978 geschafft hat. Didier Cuche hat in der Abfahrts-Wertung zwar auch vier Mal triumphiert, aber nicht vier Mal in Folge.

So siehts im Slalom aus

Der Engadiner Dumeng Giovanoli (80) ist 1968 als bislang einziger Schweizer in der Slalom-Wertung obenaus geschwungen. Ramon Zenhäusern (28) hat zumindest noch mathematische Chancen auf das «Giovanoli-Erbe».

Vor den beiden letzten «Zickzack»-Bewerben in Kranjska Gora (Sln) und auf der Lenzerheide liegt der Doppelmeter als Zweiter 146 Punkte hinter dem neuen Kombinations-Weltmeister Marco Schwarz (25, Ö).

Im WM-Slalom sind beide unter ihren Erwartungen geblieben. Schwarz ist im zweiten Lauf ausgeschieden, Zenhäusern reiste als Elfter aus dem WM-Ort ab.

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