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Sensationelle Gesteinsfunde auf dem Mars

20 Minuten-Logo 20 Minuten 24.11.2022 trx

Neu publizierte Studien der Nasa zur Mars-Mission des Rovers Perseverance zeigen, dass der Mars möglicherweise einst Leben beherbergte: In «fast jedem Stein» im Jezero-Krater fanden sich Moleküle, die die Basis dafür bilden.

Seit Februar 2021 rollt der etwa 1000 Kilo schwere Mars-Rover Perseverance über die Oberfläche des Roten Planeten und liefert immer neue Erkenntnisse über die Vergangenheit des Planeten. Immer wieder funken der Rover und der kleine Helikopter Ingenuity Daten zur Erde, die den Forschern Anhaltspunkte für die Geschichte des Mars liefern – und dafür, dass dort einst möglicherweise Leben existierte, sogenannte Biosignaturen. Die Mission fällt ins Gebiet der noch jungen Astrobiologie, die nach Leben ausserhalb unserer Erde sowie nach anderen potenziell bewohnbaren Planeten sucht.

In drei neuen Studien, die diese Woche publiziert wurden, setzt man sich mit Gesteinsfunden im Jezero-Krater auseinander. «Es ist erstaunlich. In fast jedem Stein finden wir organische Substanzen», schwärmt Geologin Abigail Allwood vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, «welches für die Aktivitäten von Perseverance verantwortlich ist», gegenüber der «Washington Post». In einer der drei Studien wird festgehalten, dass die Steine im Jezero-Krater drei verschiedene Anlässe erlebten, in denen sie mit Wasser in Kontakt kamen. «Grundsätzlich könnten die Bedingungen im Gestein während jeder Phase, in der Wasser hindurchlief, kleine Kolonien von Mikroorganismen begünstigt haben», so Geologe Michael Tice. Ob die Spuren aber biologischen Ursprungs sind oder nicht, weiss die Wissenschaft noch nicht.

Was geschah mit dem Magnetfeld des Mars?

Die Forscher nehmen an, dass der Krater Jezero einst von einem Meteoriteneinschlag geformt  wurde und später mit Wasser gefüllt war. Ob dies aber lange genug der Fall war, damit sich Leben entwickeln konnte, ist unklar. Genaueres wird man erst erfahren, wenn die gesammelten Gesteinsproben zur Erde gebracht wurden – und dafür muss ein zweites Gefährt auf die Mars-Oberfläche gebracht werden, das die Proben in den Orbit schiessen kann. Dort sollen sie dann von einem Raumschiff eingesammelt und auf die Erde gebracht werden – bis es so weit ist, dürften noch mindestens zehn Jahre vergehen.

Spannend für die Forscher ist nebst der Frage, ob der Mars einst Leben beherbergte, was denn möglicherweise später geschah, das den Planeten in eine unwirtliche Wüste verwandelte. Denn das Leben auf der Erde könnte durchaus seinen Anfang auf dem Mars genommen haben oder sich parallel entwickelt haben. Was dem Mars heute fehlt, um eine Atmosphäre und damit auch Schutz vor den vom Sonnenwind transportierten Partikeln zu entwickeln, ist ein Magnetfeld. Ob und wann ein solches existierte, ist eine der zentralen Fragen, die die Forscher dereinst beantworten möchten.

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