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Ruedi-Rüssel-Betreiberin übernimmt Tankstellennetz von BP – und weitere Wirtschaftsmeldungen

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung vor 3 Tagen

Ruedi-Rüssel-Betreiberin übernimmt Tankstellennetz von BP

bbu. Die Tankstellen von BP in der Schweiz werden von der Oel-Pool AG und ihrer Tochtergesellschaft Moveri übernommen. Bisher betreibt Moveri landesweit über 330 Tankstellen von Ruedi Rüssel und Miniprix. Dazu kommen mit der Übernahme weitere 200 dazu, die unter den Markennamen BP und Shell laufen.

Die Oel-Pool AG und Moveri werden damit zum grössten Betreiber von Tankstellen in der Schweiz. Beide Unternehmen gehören zur Volare Group AG. Rund 30 Mitarbeiter der Schweizer Niederlassung von BP sollen übernommen werden. Auch die Marke BP soll bestehen bleiben, heisst es in einer Mitteilung des Unternehmens weiter. Die 300 bis 400 Angestellten der Tankstellen werden weiterhin von den jeweiligen Tankstellenbetreibern beschäftigt.

St. Galler «Sportradar» gelingt Börsenstart in New York

(Bloomberg)/dho. Der Börsengang von Sportradar ist geglückt. Mit einem Eröffnungspreis von 27 $ startet die Aktie am Dienstag (14. 9.) an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq in den Handel. Das Unternehmen wird mit 8 Mrd. bewertet. Das St. Galler Unternehmen hatte sich als Ziel gesetzt, mit dem Börsengang über 600 Mio. einzunehmen. Das Kerngeschäft von Sportradar konzentriert sich auf das Sammeln und Aufbereiten von Daten rund um sportliche Events. Gerade im Bereich der Sportwetten und Sportmannschaften bietet das Unternehmen Unterstützung bei der Verbreitung der eigenen Daten.

Ein Grossteil des Wachstums von Sportradar findet in den USA statt, wo der Markt für Sportwetten von 1 Mrd. $ im Jahr 2019 auf 23 Mrd. $ anwachsen könnte, so die Prognosen laut Börsenprospekt von Sportradar. Das Unternehmen hat Beziehungen zur National Basketball Association, zur National Hockey League und zur Major League Baseball aufgebaut.

Viele Investoren von Sportradar sind bekannte Persönlichkeiten aus der Sportwelt, unter ihnen der Gründer von Monumental Sports & Entertainment, Ted Leonsis, der Eigentümer der Dallas Mavericks, Mark Cuban, und die Basketball-Legende Michael Jordan. Letztgenannter läutete auch zusammen mit dem CEO und Gründer Carsten Koerl die Börsenglocke an der Nasdaq.

Der Laufschuh-Hersteller On startet heute and der Börse

Der Schuhhersteller On startet heute an der Börse in New York. ; Denis Balibouse / Reuters © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Der Schuhhersteller On startet heute an der Börse in New York. ; Denis Balibouse / Reuters

(Reuters) Der Schweizer Laufschuh-Hersteller hat seine Aktien im Rahmen des Börsengangs an die New Yorker Wall Street teurer losschlagen können als angestrebt. Die 31,1 Millionen Class-A-Aktien wurden zu 24 Dollar platziert und spülten dem Unternehmen 746,4 Millionen Dollar in die Kasse. Ursprünglich wurde ein Ausgabepreis von 20 bis 22 Dollar angepeilt. An der Börse ist On, an der auch der Tennisspieler Roger Federer beteiligt ist, damit mehr als sechs Milliarden Dollar wert. Der Handel mit den On-Aktien soll später am Mittwoch an der New Yorker Börse (NYSE) starten.

Microsoft will Aktien für 60 Milliarden Dollar zurückkaufen

(dpa) Der weltgrösste Software-Anbieter Microsoft hat einen milliardenschweren Aktienrückkauf angekündigt. Bis zu 60 Milliarden Dollar sollten dafür aufgewendet werden, teilte der Konzern in der Nacht zum Mittwoch mit. Das Programm habe kein Ablaufdatum und könne jederzeit beendet werden. Im September 2019 hatte Microsoft einen Aktienrückkauf mit einem Volumen bis zu 40 Milliarden Dollar auf den Weg gebracht. Derzeit bringt es der Windows-Anbieter auf eine Marktkapitalisierung von 2,25 Billionen Dollar und gilt damit als das zweitwertvollste börsennotierte Unternehmen hinter Apple.

Die Inflation in Grossbritannien legt stark zu

(dpa) In Grossbritannien hat die Inflation im August stark angezogen. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Konsumentenpreise um 3,2 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Mittwoch mit. Das ist die höchste Rate seit März 2012. Im Vormonat hatte der Anstieg noch 2,0 Prozent betragen.

Der Sprung um 1,2 Punkte sei der grösste seit Beginn der Aufzeichnungen 1997 gewesen, erklärten die Statistiker. Allerdings handele es sich dabei wohl nur um einen vorübergehenden Anstieg. Im Monatsvergleich erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent.

Für den Preisauftrieb sorgte laut ONS zum einen ein statistischer Basiseffekt, der auf geringere Preise in Restaurants und Cafés im Vorjahresmonat zurückgeht. Ursachen sind ein Regierungsprogramm, das die Restaurantpreise subventionierte, und eine geringere Mehrwertsteuer im Vorjahr. Angestiegen seien auch die Preise im Freizeit- und Kulturbereich sowie von Lebensmitteln und Getränken.

Crealogix-Aktionäre gehen wieder leer aus

gvm. Der Zürcher Bankensoftware-Hersteller Crealogix ist im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020/21 operativ wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Ohne Berücksichtigung der Goodwill-Abschreibungen weist er nach einem Vorjahresverlust von 0,5 Mio. Fr. einen Überschuss von 1,1 Mio. Fr. aus. In der nach Swiss GAAP FER erhobenen Rechnung verharrte die Firma jedoch weiterhin klar in den roten Zahlen (vgl. Tabelle).

Die Umstellung von einem auf Lizenzen basierenden Geschäftsmodell zu einem als Software-as-a-Service (SaaS) strukturierten Angebot, bei dem der Kunde je nach Bedarf Software mietet, braucht seine Zeit. So wird auch das laufende Jahr noch ein Übergangsjahr bleiben und die Rentabilität bescheiden bleiben. Strategisch hat Crealogix indes Fortschritte gemacht. Erstmals lag der Umsatz mit wiederkehrenden Geschäften über 50% (i. V. 44). Und die Einnahmen aus SaaS-Geschäften nahmen um 76% zu. Ihr Anteil am Umsatz erhöhte sich von 16 auf 27%. Für die nächste Rechnungsperiode 2022/23 wird eine zweistellige Ebitda-Marge in Aussicht gestellt. In der Periode 2020/21 verbesserte sie sich von 2,3 auf 3,0%. Zum dritten Mal in Folge wird auf die Ausschüttung einer Dividende verzichtet.

Julius Bär besetzt Führungspositionen in der Schweiz neu

Julius Bär organisiert das Schweizer Geschäft neu. Ennio Leanza / Keystone © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Julius Bär organisiert das Schweizer Geschäft neu. Ennio Leanza / Keystone

tsf. Die Privatbank Julius Bär stellt sich für den Schweizer Heimmarkt neu auf. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wird Gilles Stuck ab dem 1. November den Bereich Markt Schweiz leiten und für die strategischen Marktinitiativen in der gesamten Schweiz verantwortlich sein. Gleichzeitig werde er die Teams der deutsch- und der französischsprachigen Schweiz führen. Stuck war 2018 als Leiter Structured Finance zu Julius Bär gestossen. Davor war er mehr als zwölf Jahre in der Finanzdienstleistungsbranche tätig und hatte eine Reihe von Führungspositionen im Wealth Management inne. Andreas Feller, der bisherige Leiter des für die deutschsprachige Schweiz zuständigen Bereichs von Julius Bär, hat sich entschieden, das Unternehmen nach zwölf Jahren zu verlassen.

Veränderungen sind auch bei der Genfer Geschäftsstelle vorgesehen. Hier soll der gegenwärtige Leiter des Bereichs französischsprachige Schweiz, Emmanuel Debons, die Position des «Branch Manager» übernehmen. In dieser Funktion werde er den Betrieb der Bank in Genf leiten und eine Schlüsselrolle bei der Zusammenarbeit aller Funktions- und Bereichsleiter innerhalb der lokalen und der Konzernorganisation spielen. Dabei soll er die Entwicklung der Filiale weiter vorantreiben.

Mit den Ernennungen strebe die Privatbank unter Yves Robert-Charrue, Leiter Schweiz und Europa, Naher Osten und Afrika, eine einheitliche Leitung und einen kohärenten Ansatz im Heimmarkt an, heisst es in der Mitteilung.

Der Besitzer der Raffinerie in Cressier geht mit einem neuen Chef in die Energiewende

gho.

Das Energieunternehmen Varo Energy, zu dem auch die Raffinerie in Cressier gehört, hat ab dem nächsten Jahr einen neuen Chef: Dev Sanyal löst Roger Brown ab, der sechs Jahre lang das in Cham domizilierte Unternehmen geleitet hat. Sanyal hat einen klaren Auftrag: Er soll Varo Energy für die Energiewende fit machen.

Neben der Neuenburger Raffinerie hat Varo noch eine Mehrheitsbeteiligung an der Bayernoil-Raffinerie in Süddeutschland sowie Lagereinrichtungen, Vertriebs- und Marketingaktivitäten in den Benelux-Ländern, in Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Biokraftstoffe und Wasserstoffanlagen sind bereits Schritte in Richtung «grüner» Technologien.

Sanyal ist für die Aufgabe gut gerüstet: Der britisch-indische Staatsbürger verfügt über 30 Jahre Erfahrung in der Energiebranche. Beim Erdöl- und Erdgaskonzern BP war er ab 2016 für alternative Energien zuständig und leitete das weltweite Gas- und Low-Carbon-Geschäft von BP. Varo Energy gehört zu zwei Dritteln der Private-Equity-Gesellschaft Carlyle Group und zu einem Drittel dem Rohstoffhändler Vitol. Im Jahr 2018 wollte Varo Energy sich an der Börse in Amsterdam kotieren lassen. Die Pläne platzten jedoch.

Amazon erhöht den Stundenlohn auf über 18 Dollar

(Reuters)/tsf. Amazon will in den USA über 125 000 Personen für die Lager und den Transport neu einstellen. Um Mitarbeiter anzuwerben, sieht der weltgrösste Online-Händler teilweise Einstiegsboni von bis zu 3000 $ vor. Zudem soll der Stundenlohn im Durchschnitt von 17 auf 18 $ erhöht werden. Amazon hatte als einer der ersten Einzelhändler 2018 einen Mindestlohn von 15 $ pro Stunde festgelegt. Im vergangenen Mai wurde dieser auf 17 $ aufgestockt. Auch andere Einzelhändler bemühen sich, auf dem angespannten Arbeitsmarkt Angestellte anzulocken, und bieten ihnen Einstiegsprämien und andere vorteilhafte Bedingungen an.

Produzenten- und Importpreise steigen um 0,7 Prozent

tsf. In der Schweiz haben die Produzenten- und Importpreise im August um 0,7% angezogen. Der Gesamtindex stieg auf 103,9 Punkte (Dezember 2020 = 100). Wie das Bundesamt für Statistik am Dienstag mitteilte, waren für den Ausschlag nach oben vor allem chemische und pharmazeutische Waren verantwortlich. Im Vergleich zur Vorjahresperiode kletterte das Preisniveau der Inland- und Importprodukte um 4,4% in die Höhe.

Teurer wurden im August neben Waren aus dem Chemie- und Pharmabereich auch Metalle und Metallhalbzeug, Säge- und Hobelprodukte, Gummi- und Kunststoffprodukte sowie Frischgemüse. Umgekehrt sanken die Preise für Schrott und Schweinefleisch.

US-Softwarekonzern Intuit kauft Mailchimp für 12 Milliarden Dollar

tsf. Der amerikanische Softwarekonzern Intuit will das E-Mail-Marketing-Unternehmen Mailchimp für mehr als 10 Mrd. $ übernehmen. Intuit zahlt den Kaufpreis in bar und in Aktien, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die geplante Transaktion ist die bisher grösste Akquisition des Unternehmens in Mountain View (Kalifornien). Im vergangenen Jahr hatte Intuit 7,1 Mrd. $ für die Finanz-Website Credit Karma gezahlt.

Intuit und Mailchimp sind hauptsächlich für kleinere Unternehmenskunden tätig. Intuit vertreibt die Buchhaltungssoftware Quickbooks und das Steuererklärungsprogramm Turbotax.

Südkorea verhängt 177-Millionen-Strafe gegen Google

tsf. Die südkoreanische Kartellbehörde verhängt gegen Google eine Geldstrafe von 177 Mio. $. Sie wirft dem Unternehmen vor, modifizierte Versionen seines Android-Betriebssystems zu blockieren. Laut der Behörde kommen die Bedingungen für die Gerätehersteller einem Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung von Google gleich. Damit werde der Wettbewerb auf dem Markt für mobile Betriebssysteme eingeschränkt.

Google will in einer Erklärung Berufung einlegen. Das Urteil ignoriere die Vorteile der Kompatibilität von Android mit anderen Programmen und stelle die entsprechenden Vorteile für die Konsumenten infrage.

Der Immobilienkonzern China Evergrande steckt in heftigen Turbulenzen

(Reuters) Der in Geldnot geratene chinesische Bauträger warnt erneut vor Liquiditätsrisiken wegen eines Rückgangs seiner Immobilienverkäufe. Der zweitgrösste Immobilienentwickler des Landes führe zwar Gespräche mit potenziellen Investoren, um einige seiner Vermögenswerte zu veräussern, habe aber bisher keine wesentlichen Fortschritte gemacht, hiess es in einer Einreichung an der Hongkonger Börse. Evergrande zeichnet «anhaltende negative Medienberichte» für die Beeinträchtigung des Anlegervertrauens verantwortlich, was zu einem weiteren Umsatzrückgang im September führe.

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