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Martin Bäumle tritt zurück

20 Minuten-Logo 20 Minuten 19.05.2017
© Bereitgestellt von 20 Minuten

Der Zürcher Nationalrat Martin Bäumle tritt im Sommer als Präsident der Grünliberalen Partei Schweiz zurück. Seinen Rücktritt begründet Bäumle damit, dass die Partei nach 10 Jahren auch ohne ihn als Präsident zurecht kommen werde. Die Partei habe sich in der Schweizer Politik etabliert. «Wir haben die Verbindung von Wirtschaft und Umwelt auf die politische Agenda gebracht. Mit zusätzlichen Themen und neuen Möglichkeiten zur politischen Partizipation sind wir bereit für die Zukunft.» Unter diesen Umständen könne er das Präsidium «optimistisch und mit gutem Gewissen» abgeben.

Bäumle hatte das Amt seit der Parteigründung im Sommer 2007 inne. Die Nachfolgerin oder der Nachfolger Bäumles soll an der Delegiertenversammlung vom 26. August gewählt werden.

Mit Bäumle als Motor und Verena Diener als Aushängeschild hatte die Partei noch im Gründungsjahr drei Sitze im Nationalrat und einen im Ständerat erobert. Den bisherigen Höhepunkt erlebten die Grünliberalen im Jahr 2011, als sie mit 12 Sitzen im Nationalrat und 2 im Ständerat Fraktionsstärke erreichten. Inzwischen waren auch zahlreiche Kantonalparteien dazugekommen.

Schwächeanfall und Burnout

Die Aufbauarbeit forderte von Bäumle ihren Tribut. 2012 erlitt er einen Schwächeanfall, 2014 einen Herzinfarkt. 2015 kam dann der Absturz für die Grünliberalen: Im Frühling schickte das Stimmvolk ihre Initiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» mit 92 Prozent Nein-Stimmen bachab. Bei den Nationalen Wahlen im Herbst schrumpfte die Zahl der Nationalratsmandate auf 7, in der kleinen Kammer ist die Partei nicht mehr vertreten.

Dennoch hinterlässt die GLP-Fraktion immer wieder Spuren in der Bundespolitik. So gestalteten sie die Energiewende mit, über die am Sonntag abgestimmt wird. Die Reform der Altersvorsorge schaffte es nur dank einer Kehrtwende der Grünliberalen durchs Parlament.

Update folgt... (woz/sda)

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