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Omikron-Variante hat „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ auch Deutschland erreicht

WELT-Logo WELT 27.11.2021

Zwei Tage, nachdem die neue Variante des Coronavirus in Südafrika entdeckt wurde, ist Omikron laut hessischem Sozialminister Kai Klose (Grüne) in Deutschland angekommen. Die infizierte Person sei vollständig geimpft. Möglicherweise gibt es außerdem zwei Fälle in Bayern.

Omikron-Variante hat „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ auch Deutschland erreicht © dpa/Boris Roessler Omikron-Variante hat „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ auch Deutschland erreicht

Die jüngste Variante des Coronavirus hat nach Angaben der hessischen Landesregierung „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ auch Deutschland erreicht. Bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika wurden in der vergangenen Nacht mehrere für Omikron typische Mutationen gefunden, wie der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) am Samstag auf Twitter mitteilte.

„Es besteht also ein hochgradiger Verdacht, die Person wurde häuslich isoliert.“ Die vollständige Sequenzierung steht zum aktuellen Zeitpunkt noch aus, schrieb Klose weiter. Das Frankfurter Gesundheitsamt erwartet am Montag genaue Ergebnisse.

Nach Angaben des Ministeriums in Wiesbaden reiste die Person bereits am vergangenen Sonntag über den Flughafen Frankfurt nach Deutschland ein. Die infizierte Person „war vollständig geimpft“, teilte das hessische Sozialministerium am Samstag mit. Sie habe im Laufe der Woche Symptome entwickelt und sich daraufhin testen lassen.

Aus dem am Freitagabend in München angekommenen Flug mit Passagieren aus Kapstadt sind zwei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag bekannt. Beide seien isoliert. Um welche Variante des Virus es sich dabei handelt, war zunächst unklar. Es laufe die Genomsequenzierung um herauszufinden, ob es sich bei den Proben tatsächlich um die neue besorgniserregende Variante Omikron handelt. Die Öffentlichkeit werde über das Ergebnis sofort informiert, sobald es vorliege.

Angesichts des Omikron-Verdachtsfalls in Hessen hat sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) eindringlich für eine schnelle Ministerpräsidentenkonferenz ausgesprochen. Man stehe erneut vor einer „Stunde Null in der Pandemiebekämpfung“, sagte Hans nach einer Mitteilung der Staatskanzlei in Saarbrücken vom Samstag. „Eine nationale Notlage erfordert den Schulterschluss aller Länder, sowie alter und neuer Bundesregierung.“

Es brauche rasch bundeseinheitliche Maßnahmen zur Eindämmung, Engpässe bei der Bereitstellung von Impfstoff müssten mit aller Macht beseitigt werden, sagte Hans – „damit jetzt der Impf-Turbo gezündet werden kann von der Arztpraxis bis zu den Impfzentren“. Auch Zahnärzte, Veterinäre und Apotheken müssten in die Impfkampagne einbezogen werden. „Es braucht eine Omikron-MPK mit geschäftsführender und neuer Bundesregierung – jeder Tag zählt“, sagte Hans.

Omikron könnte wegen ungewöhnlich vieler Mutationen noch ansteckender sein als die derzeit grassierende Delta-Variante und die existierenden Impfstoffe weniger wirksam machen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte die zuerst in Südafrika entdeckte Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 als „besorgniserregend“ ein.

Zahlreiche Länder, darunter auch Deutschland und weitere Mitgliedstaaten der EU, haben bereits den Flugverkehr mit Südafrika und weiteren Ländern der Region eingestellt.

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