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Welche Corona-Regeln jetzt in den Bundesländern gelten

WELT-Logo WELT vor 3 Tagen
Für Menschen die bisher nicht geimpft sind, wird es zunehmend schwerer am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Mittlerweile können Ungeimpfte auch aus Hotels und Restauraunts ausgeschlossen werden. Quelle: WELT/ Sebastian Plantholt © WELT/ Sebastian Plantholt Für Menschen die bisher nicht geimpft sind, wird es zunehmend schwerer am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Mittlerweile können Ungeimpfte auch aus Hotels und Restauraunts ausgeschlossen werden. Quelle: WELT/ Sebastian Plantholt

Im Kampf gegen das Coronavirus und die vierte Welle verschärfen immer mehr Bundesländer ihre Corona-Regeln. Hatten bislang Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) in Innenräume von beispielsweise Kinos, Clubs oder Restaurants Zutritt, führen nun einige Bundesländer, so wie es Hamburg bereits Ende August vorgemacht hat, 2G-Modelle ein. 2G steht für geimpft und genesen. Doch was einfach klingt, wird in jedem Bundesland anders gehandhabt. Ein Überblick.

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg bekommt ab Donnerstag ein mehrstufiges Warnsystem, das sich nach der Belegung der Intensivbetten richtet. In einer ersten Stufe hätten etwa Ungeimpfte nur noch mit einem negativen PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen. In einem zweiten Schritt hätten Ungeimpfte unter anderem keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz hat eine Corona-Ampel mit drei Warnstufen eingeführt, die sich an der Infektionsinzidenz, der Hospitalisierungsrate und der Belegung der Intensivstationen orientiert. Seit Sonntag gilt in dem Bundesland bereits das 2G+-Modell: Für Geimpfte und Genesene sind unbegrenzte Zusammenkünfte möglich. Dazu kann eine bestimmte Zahl Getesteter kommen. Lockdowns soll es nicht mehr geben. Bei steigenden Inzidenzen sollen Ungeimpfte aber zu Veranstaltungen und der Gastronomie je nach Ampelstufe keinen unbegrenzten Zutritt mehr haben.

3G wird wie hier in einer Hamburg Bar in immer mehr Bundesländern zu 2G © dpa/Axel Heimken 3G wird wie hier in einer Hamburg Bar in immer mehr Bundesländern zu 2G

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein gilt ähnliches wie in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) stellte klar, sollte sich die Situation in den Krankenhäusern wieder zuspitzen, würden die Regeln verschärft. Dann werde 2G mit der Wahlmöglichkeit für 3G eingeführt.

Berlin

Der Berliner Senat beschloss die Einführung eines 2G-Optionsmodells, das voraussichtlich am Samstag in Kraft treten soll: In etlichen Bereichen wie der Gastronomie oder bei Veranstaltungen können die Betreiber dann selbst entscheiden, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur Geimpften oder Genesenen (2G) oder auch Getesteten (3G) erlauben. Im Falle von 2G würden bisherige Corona-Einschränkungen wie Abstand oder Maske wegfallen, dann hätten auch mehr Menschen Zutritt als bisher.

Hessen

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte in Wiesbaden, Corona entwickle sich zunehmend zu einer Pandemie der Ungeimpften. „Deshalb betreffen die weiterhin notwendigen Einschränkungen vor allem sie, während Geimpfte und Genesene davon immer weniger betroffen sind.“ Neben einer verpflichtenden 3G-Regelung in vielen Innenbereichen führt Hessen wie Hamburg und Berlin daher ab diesem Donnerstag zudem ein optionales 2G-Modell ein, sodass Veranstalter und Gastronomen die Wahl haben, nur Geimpfte und Genesene einzulassen. Masken- und Abstandsregeln entfallen in dem Fall.

Sachsen

Auch Sachsen will 2G als Optionsmodell einführen, wie die Staatskanzlei mitteilte. Dies soll für Restaurants, Einrichtungen oder Events von bis zu 5000 Menschen möglich sein, wenn der Veranstalter es so entscheidet. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kündigte an, dass die 2G-Regel in mehr Bereichen angewendet werden könne – etwa in Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen oder Sport. Möglich ist es etwa schon in Diskotheken.

Sachsen-Anhalt

Auch Sachsen-Anhalt führt das 2G-Optionsmodell ein. Wenn Betreiber entscheiden, nur Geimpfte, Genesene und Kinder bis 18 Jahre einzulassen, könne auf Maskenpflicht, Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen verzichtet werden, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD).

Niedersachsen

In Niedersachsen galt das 2G-Modell bisher nur in Diskos, Clubs und Bars. Nun soll es ausgeweitet werden und künftig auch in der Gastronomie, der Kultur, bei Veranstaltungen und dem Sport gelten. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag im Landtag in Hannover an. Bei Anwendung der 2G-Regel sollen die Maskenpflicht und das Abstandhalten entfallen.

Bayern

In Bayern gibt es bereits eine „Krankenhaus-Ampel“. 2G sei „theoretisch möglich und nicht verboten, aber nicht vom Staat vorgeschlagen“, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gesagt.

Brandenburg

In Brandenburg laufen Gespräche über die Einführung einer 2G-Regel., beschlossen ist dort aber bisher noch nichts.

Thüringen

In Thüringen prüft das Gesundheitsministerium die Einführung einer 2G-Regelung für bestimmte Bereiche.

Bremen, Saarland, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern

Bremen hat die derzeit geltenden Corona-Regeln bis zum 11. Oktober verlängert, die 3G-Regel bleibt bestehen. Sollte sich die Pandemie-Lage in den kommenden Monaten verschärfen, schließt Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) zwar „2G-Regelungen“ nicht aus, im Moment sehe er aber noch keine Notwendigkeit dafür. Im August betonte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, dass die 2G-Regel für das Land nicht infrage käme. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) will eine 2G-Regel derzeit ebenfalls nicht einführen: „Ich denke, dass wir weiter auf 3G setzen müssen.“

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