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«Er schlug mir mit voller Wucht ins Gesicht»

20 Minuten-Logo 20 Minuten 12.06.2019

Am Bahnhof Luzern wurde Tanja Weber* unvermittelt von einem Mann ins Gesicht geschlagen, weil sie ihm kein Geld geben wollte. Der Täter sei der Polizei bekannt.

Weber wartete am 4. Juni am Perron 5 im Bahnhof Luzern auf ihren Zug. Neben ihr auf dem Bänkli sass eine Frau und telefonierte, als ein Mann sich den beiden Frauen näherte.

Der Unbekannte sprach zuerst die Frau neben ihr an und fragte nach Geld. Die Frau lehnte die Bitte ab, worauf der Mann sich Weber zuwandte. «Er war da bereits aggressiv», sagt die 53-Jährige. Auch sie wollte dem Mann kein Geld geben.

Mann schlug ihr ins Gesicht

Daraufhin sei er ausgerastet: «Er schlug mir mit der flachen Hand mit voller Wucht ins Gesicht.» Dabei habe er ihr die Brille aus dem Gesicht geschlagen. «Als meine Brille am Boden lag, kickte er sie mit dem Fuss ins Gleisbett.» Weber konnte nicht reagieren: «Es ist alles so schnell passiert.»

Sofort verständigte sie die Polizei. Beim Eintreffen der Beamten sei der Mann aber bereits nicht mehr in der Bahnhofhalle gewesen. Weber erstattete Anzeige gegen ihren Angreifer. «Als ich auf dem Polizeiposten war, erfuhr ich dann, dass der Mann verhaftet worden ist», erzählt sie weiter.

Mann griff bereits Frauen im Zug an

Der Mann sei kein Unbekannter. Eine Polizistin habe Weber gesagt, dass es sich wahrscheinlich um denselben Mann handle, der bereits am 28. Mai mehrer Frauen in der Bahnlinie S1 tätlich angegriffen hatte.

Weber habe von der Polizei weiter erfahren, dass der 45-Jährige zwar zwischenzeitlich in eine Klinik eingewiesen worden war. Man könne ihn aber nicht gegen seinen Willen dort behalten, sagt man ihr.

«Dieser Mann kennt absolut keine Grenzen. Er ist eine Gefahr für die Allgemeinheit. Was passiert, wenn er das nächste Mal eine schwangere Frau angreift?» Weber will, dass dem Mann geholfen wird. «Er soll in einer Klinik behandelt werden. Er braucht Hilfe.»

Anhaltende Schmerzen

Am Tag nach dem Angriff sei Weber in die Notfallambulanz gegangen. «Ich habe Prellungen im Gesicht, Muskelschmerzen im Nacken und ein blaues Auge.» Die Schmerzen seien anhaltend. «Ich muss am Donnersteg erneut zum Arzt, weil die Schmerzen nicht weggehen.»

Seit dem Vorfall warte Weber nicht mehr am Gleis auf ihren Zug, sonder vertreibe sich die Zeit lieber in einem der Läden. «Ich werde wütend, wenn ich an den Vorfall denke. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen.»

*Name geändert (tst)

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