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Die unbeliebtesten Krankenkassen

Der Bund-Logo Der Bund 09.08.2018 Peter Burkhardt
Die unbeliebtesten Krankenkassen © (DerBund.ch/Newsnet) Die unbeliebtesten Krankenkassen

Eine Umfrage zeigt grosse Unterschiede bei der Zufriedenheit – regional und altersbedingt.

Wie zufrieden ist die Schweizer Bevölkerung mit den Krankenkassen? Zu dieser Frage hat der Online-Vergleichsdienst Moneyland eine repräsentative Umfrage bei 1518 Versicherten durchgeführt. Das Resultat: Es gibt deutliche Unterschiede bei der Zufriedenheit je nach Alter, Region und Krankenversicherung.

Die beliebteste Kasse ist die Swica, mit 760'000 Grundversicherten eine der grössten Anbieterinnen. Auf dem letzten Platz landet die Assura. Das überrascht wenig, denn sie zieht gesunde Versicherte an, die bereit sind, Rechnungen von Ärzten oder Apotheken erst dann einzuschicken, wenn sie die Höhe der gewählten Franchise übersteigen. Wenn nun jemand plötzlich krank wird und auf den Rechnungen sitzt, kann das in Unzufriedenheit umschlagen. Zudem machte die Assura wiederholt Schlagzeilen, weil sie Kranke und Schwangere rausekelte.

Überraschend ist, dass keine Kasse mit «ungenügend» bewertet wird. Selbst die beiden letztplatzierten erhalten noch ein «genügend». Diese vergleichsweise hohe Zufriedenheit mit den Krankenkassen zeigt sich jeweils auch im Herbst, wenn die neuen Prämien bekannt gegeben werden. Obwohl diese stetig steigen, wechseln nur wenige Prozent der Versicherten ihre Kasse.

Junge sind unzufriedener

Gemäss der Umfrage sind 19- bis 25-Jährige am unzufriedensten, die 50- bis 74-Jährigen am zufriedensten. «Jüngere Versicherte sehen noch weniger als ältere Versicherte ein, weshalb sie die stetig steigenden Prämien zahlen müssen», sagt Moneyland-Chef Benjamin Manz. Der Grund ist klar: Junge nehmen die Leistungen der Kassen deutlich seltener in Anspruch als Ältere.

Grosse Unterschiede gibt es auch zwischen den Landesteilen: In der Romandie sind die Versicherten deutlich unzufriedener als in der Deutschschweiz. Zum einen liegt das an den Prämien, die in der Romandie im Schnitt höher sind als in der Deutschschweiz. Zum andern ist die Westschweizer Bevölkerung gegenüber dem jetzigen Krankenkassen-System skeptischer eingestellt und einer Einheitskasse zugeneigt.

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