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Illegale Hütte muss wohl weg

BZ Berner Zeitung-Logo BZ Berner Zeitung 12.10.2017 Bruno Petroni
Illegale Hütte muss wohl weg © (Berner Zeitung) Illegale Hütte muss wohl weg

Eine von privater Hand erbaute, abgelegene Alphütte wurde ohne Baubewilligung erstellt. Jetzt läuft ein nachträgliches Baugesuch. Selbst die zuständige Alpgenossenschaft rechnet nicht mit einer Bewilligung.

An einem der idyllischsten Plätze des ganzen Simmentals, auf dem Erbetlaubgrat, steht seit etwas mehr als einem Jahr eine kleine Alphütte – erbaut ohne jegliche Baubewilligung von einem ehemaligen Hirten der Alp und in Absprache mit der zuständigen Alpgenossenschaft. Jetzt läuft ein baupolizeiliches Verfahren, und die Alpgenossenschaft hat ein nachträgliches Baugesuch eingereicht – offenbar im Wissen, dass dieses Gesuch nur geringe Chancen auf eine Bewilligung haben wird.

Das Gesetz sieht zwar vor, dass ausserhalb von Bauzonen gebaut werden darf, dort gelten aber strenge Vorschriften. Und so geht man laut Genossenschaftspräsident davon aus, dass die Alphütte wieder abgerissen werden muss.

Kein juristischer Weg

In einem Schreiben an die Bauverwaltung Zweisimmen schreibt die Alpgenossenschaft, dass die Chancen für eine Baubewilligung gering gewesen wären, wenn man den Weg über eine ordentliche Baubewilligung begangen hätte. Man versuche denn auch gar nicht erst, juristisch zu argumentieren.

Markus Mösching, Bauverwalter der Gemeinde Zweisimmen, sagte auf Anfrage: «Uns blieb nichts anderes übrig, als ein baupolizeiliches Verfahren einzuleiten. Da dieses nach wie vor läuft, kann ich mich dazu zurzeit nicht zum Fall äussern.»

«Schlicht illegal»

Daniel Wachter, Chef des kantonalen Amts für Gemeinden und Raumordnung, sagt gegenüber dem «Bund»: «Das Hüttli ist schlicht illegal. Und illegales Bauen ist kein Kavaliersdelikt.» Nebst dem Konflikt mit dem Gesetz könne es auch Probleme mit den Versicherungen geben. Illegale Bauten zu verstecken, werde immer schwieriger, denn mittels Google Maps und im Internet einsehbarer Zonenpläne könnten auch die entlegensten Alpen überwacht werden.

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