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Bergisch Gladbach: Bundesweite Durchsuchungen wegen des Verdachts auf Kinderpornografie

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 26.01.2021 Birte Bredow

In mehreren Bundesländern hat es eine Razzia gegen Dutzende mutmaßliche Sexualstraftäter gegeben. Die Ermittlungen waren durch einen Missbrauchsfall in Bergisch Gladbach ins Rollen gekommen.

© DPA

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen mit einer bundesweiten Razzia gegen 65 Verdächtige vor, die Aufnahmen von Kindesmissbrauch besessen und verbreitet haben sollen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Köln mit.

Die Verfahren haben sich demnach aus den Ermittlungen rund um den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ergeben. Laut Mitteilung waren auch Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei im Einsatz.

Durchsuchungen in zehn Bundesländern

Schwerpunkt waren nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa Nordrhein-Westfalen, Bayern und Niedersachsen. Insgesamt waren demnach zehn Bundesländer betroffen. Allein in NRW sollen sich die Durchsuchungen gegen 19 Beschuldigte richten. Die Einsätze liefen am Dienstagvormittag noch.

»Eine erste Sichtung und Bewertung sichergestellter Beweismittel in den am Einsatz beteiligten Polizeibehörden ist bereits angelaufen«, teilten die Ermittler mit.

Es handelt sich um den zweiten bundesweiten Großeinsatz der Ermittlungsgruppe im Fall Bergisch Gladbach. Vergangenen September hatte die Polizei in zwölf Bundesländern mit rund tausend Einsatzkräften 60 Anschriften von rund 50 Beschuldigten durchsucht.

Zentrale Figur bereits verurteilt

Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) »Berg« der Kölner Polizei ermittelt seit Oktober 2019. Im Haus von Jörg L. aus Bergisch Gladbach waren damals große Mengen an Missbrauchsaufnahmen gefunden worden. Im Herbst 2020 wurde der Mann zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Über dessen Netzwerk stießen die Ermittler auf Hunderte weitere Verdächtige. Die Polizei arbeitet mit der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) der Kölner Staatsanwaltschaft zusammen.

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