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Kurz nach der Rettung: Höhlen-Held von Thailand erleidet traurigen Schicksalsschlag

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 11.07.2018 berliner-kurier
Richard_Harris: Der australische Arzt Richard Harris (r.) erlitt nach der Rettung der Kinder aus der Höhle in Thailand einen schlimmen Schicksalsschlag. © picture alliance/-/DEPARTMENT OF FOREIGN AFFAIRS/AAP/dpa Der australische Arzt Richard Harris (r.) erlitt nach der Rettung der Kinder aus der Höhle in Thailand einen schlimmen Schicksalsschlag.

Richard Harris war maßgeblich an der Rettung der Jungen-Fußballmannschaft aus einer überfluteten Höhle in Thailand beteiligt.

Doch die Freude des Australiers darüber wird durch eine traurige Nachricht getrübt: Als der erfahrene Arzt und Taucher am Dienstag als einer der letzten die Höhle verließ, erfuhr er vom Tod seines Vaters.

Harris' Vorgesetzter Andrew Pearce bestätigte am Mittwoch die Todesnachricht. Harris, der meist nur Harry genannt wird, hatte einen geplanten Urlaub abgesagt und war als Mitglied eines 20-köpfigen australischen Expertenteams nach Thailand gereist, um dem Fußballteam zu helfen.

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Wegen seiner Fähigkeiten und seiner Erfahrung war der Anästhesist eigens angefordert worden. Er betreute die zwölf Jungen im Alter von elf bis 16 Jahren und ihren 25-jährigen Trainer medizinisch, als sie neun Tage nach ihrer Entdeckung weitere Tage in der weit verzweigten Tham-Luang-Höhle ausharren mussten.

Thai_Höhle_Jubel © AP Thai_Höhle_Jubel

Harris war es nach Angaben des australischen Senders ABC auch, der entschied, in welcher Reihenfolge die Mannschaftsmitglieder aus der Höhle heraustauchen. Die ersten vier Jungen schafften es am Sonntag mit Hilfe von Profi-Tauchern aus der Höhle, am Montag folgten weitere vier und am Dienstag wurden die letzten vier Jungen und ihr 25-jähriger Trainer gerettet.

„Mit großer Trauer bestätige ich, dass Harrys Vater vergangene Nacht kurz nach der erfolgreichen Rettungsaktion in Thailand gestorben ist“, sagte Harris' Chef Pearce.

Thailand-Retter trauert um seinen Vater

Für Harris und seine Familie sei das „eindeutig eine Zeit des Schmerzes“ und dies werde durch die „körperlichen und emotionalen Anforderungen bei dem hochkomplexen und letztlich erfolgreichen Rettungseinsatz diese Woche“ noch verstärkt.

Zur Todesursache von Harris' Vater wurde nichts bekannt. Laut Pearce war er allerdings vor dem Aufbruch seines Sohnes nach Thailand nicht krank gewesen. Der australische Ärzteverband lobte Harris als „erstaunlichen Arzt und Menschen“.

Australische Politiker kondolieren dem Höhlen-Retter

Die australische Außenministerin Julie Bishop erklärte, Harris habe eine „ziemlich außerordentliche“ Rolle bei der Rettungsaktion in Thailand gespielt. Nach ihrer Kenntnis habe der Arzt die Tham-Luang-Höhle bei dem Rettungseinsatz als letzter verlassen. Die Regierung plane nun, alle beteiligten Australier offiziell zu ehren.

Harris will sich allerdings nicht als Helden feiern lassen. „Die großen Helden hier sind die Kinder und die vier thailändischen Navy Seals, die auf sie aufgepasst haben“, sagte er in einem Skype-Gespräch mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull.

„Sie waren die härtesten Kerle und Kinder, die zu treffen ich jemals die Ehre hatte. Sie waren diejenigen, die für ihre eigene Moral und Sicherheit verantwortlich waren.“

(dpa/mja)

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