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Rassisten-Aufstand in US-Stadt ++ Auto rast in Gegendemo ++ ein Toter

watson.ch-Logo watson.ch vor 5 Tagen Roberto Krone
Ein Auto wurde – vermutlich mutwillig – in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren. Dann gelang dem Lenker die Flucht mit dem Fahrzeug. © KEYSTONE Ein Auto wurde – vermutlich mutwillig – in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren. Dann gelang dem Lenker die Flucht mit dem Fahrzeug.

In der US-Stadt Charlottesville ist ein Aufmarsch ultrarechter Gruppen eskaliert, die gegen den Abbau eines Denkmals protestieren. Dann raste ein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten.

Ein Auto ist am Samstag bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia in eine Gruppe von Gegendemonstranten gerast. Ein Mensch starb, mehrere weitere wurden verletzt in Spitäler gebracht.

Der Wagen fährt mit hohem Tempo auf die versammelten Leute zu. © AP/The Daily Progress Der Wagen fährt mit hohem Tempo auf die versammelten Leute zu.

Videoaufnahmen und Augenzeugenberichte deuteten auf eine absichtliche Tat hin. Der Bürgermeister von Charlottesville, Mike Signer, teilte auf Twitter mit, es habe mindestens einen Toten gegeben. Augenzeugen berichteten zudem von mehreren Verletzten.

Zuvor hatten sich in Charlottesville Anhänger des Ku Klux Klans und anderer rechtsextremer Gruppen gewalttätige Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten geliefert.

Bewaffnete Milizen marschieren auf

Beide Seiten gingen mit Schlagstöcken, Flaschen und Wurfgeschossen aufeinander los. Die Polizei sprach von mindestens zwei Verletzten und verhängte ein Versammlungsverbot. Die Behörden riefen den Ausnahmezustand aus.

Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten in der Stadt Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia hat es gewaltsame Zusammenstösse mit Gegendemonstranten gegeben.

Bei einer Kundgebung von Rechtsextremisten in der Stadt Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia hat es gewaltsame Zusammenstösse mit Gegendemonstranten gegeben.
© KEYSTONE

Zu den Krawallen kam es vor Beginn eines Marsches unter dem Motto «Vereint die Rechte». Dabei standen Hunderte Rechtsextreme in paramilitärischen Uniformen ebenso vielen Anhängern antifaschistischer Gruppen gegenüber. Unter Buhrufen schwenkten die rechten Teilnehmer die Flagge der sklavenhaltenden Südstaaten aus dem Bürgerkrieg.

Was Beobachter irritierte: Mitglieder rechtsextremer Milizen marschierten mit Sturmgewehren und anderen Schusswaffen auf. Offenbar legal, wegen der laschen Waffengesetze.

Tränengas und Festnahmen

Die Polizei trieb die Menge mit Tränengas auseinander und nahm gewalttätige Teilnehmer fest. Zudem räumte sie einen Park und untersagte die geplante Kundgebung. Zuvor hatten sich hunderte Rechtsextreme mit Fackeln auf dem Universitätscampus von Charlottesville versammelt.

Bild © AP/The Indianapolis Star Bild

Zu der Demonstration aufgerufen hatte neben dem Ku Klux Klan auch die sogenannte Alt-Right-Bewegung, die neonazistisches Gedankengut vertritt und US-Präsident Donald Trump unterstützt.

Der Protest richtete sich gegen die Stadtverwaltung von Charlottesville. Sie will ein Denkmal des Bürgerkriegs-Generals Robert Lee entfernen lassen. Lee führte Mitte des 19. Jahrhunderts die Südstaaten-Truppen.

(sda/afp)

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