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Wolf in Horgen gesichtet

Der Bund-Logo Der Bund 16.05.2018
Wolf in Horgen gesichtet © (pu) Wolf in Horgen gesichtet

Eine Privatperson hat am Montag in einem Horgner Weiler einen Wolf fotografiert. Aber niemand weiss, wo das Tier jetzt ist.

Vorgestern vormittags hat eine Privatperson in einem Weiler auf dem Gemeindegebiet von Horgen von ihrem Haus aus ein hundeähnliches Tier gesichtet und fotografiert. Die Überprüfung des Bildes durch Fachleute hat zweifelsfrei ergeben, dass es sich um einen Wolf handelt, wie die Baudirektion des Kanton Zürich mitteilt.

Nach der Bestätigung der Wolfspräsenz hat die Fischerei- und Jagdverwaltung die zuständige Jagdgesellschaft, die Nutztierhalter in der Region sowie die weiteren direktinvolvierten Kreise informiert, wie es der Handlungsleitfaden Wolf des Kantons Zürich vorsieht.

Rissspuren wurden bisher keine entdeckt, DNA-Spuren konnten keine gesichert werden. Alleine aufgrund der Fotoaufnahme lassen sich Geschlecht, Herkunft und Alter des Wolfs nicht eruieren. Wo sich das Tier im Moment aufhält ist nicht bekannt.

Ist er noch da?

Die Fischerei- und Jagdverwaltung versucht im Moment, weitere Informationen über den Wolf und seinen Aufenthaltsort zu beschaffen. Umherziehende Wölfe können grosse Distanzen überwinden. Es ist auch nicht auszuschliessen, dass der Wolf sich mittlerweile nicht mehr im Kanton Zürich befindet.

Die Fischerei- und Jagdverwaltung bittet die Bevölkerung, Beobachtungen unter Telefon 052 397 70 70 zu melden.

So verhält man sich richtig

Für die Bevölkerung, grosse Nutztiere und Haustiere besteht keine Gefahr. Der Wolf ist ein scheues Tier, das dem Menschen ausweicht. Bei Begegnung mit einem Wolf sollte man aber unbedingt Distanz wahren und sich zurückziehen. Hunde müssen an die Leine genommen werden. Das ist der Leitfaden.

Bei der Sichtung handelt sich um die vierte bestätigte Wolfspräsenz im Kanton Zürich seit 2014. Zuvor galt der Wolf im Kanton Zürich während über hundert Jahren als ausgestorben. Der Kanton Zürich fördert die Wiederansiedlung des Wolfes nicht, akzeptiert ihn aber als Teil der heimischen Wildfauna. Im Vordergrund steht eine möglichst konfliktfreie Koexistenz von Mensch und Wolf, wie sie mit dem Handlungsleitfaden Wolf angestrebt wird. Nutztierhalter können sich vom kantonalen Herdenschutzbeauftragten über das richtige Verhalten beraten lassen.

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