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Schicksal: Wie Zufälle unser Leben beeinflussen

Welt der Wunder-Logo Welt der Wunder vor 1 Tag Angelina Becker

Immer wieder sind wir mit Überraschungen und zufälligen Begebenheiten konfrontiert, die unser Leben an einen Wendepunkt bringen und nachhaltig verändern können. Was steckt hinter der Macht des Zufalls und wie können wir sie in positiver Weise nutzen?

Symbolbild © iStock-Bet_Noire Symbolbild

Mehrfach in unserem Leben geraten wir in Situationen, bei denen wir zweifeln, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Das Treffen auf eine bestimmte Person, mit der wir absolut nicht gerechnet hatten oder auch Umstände, die sich wie durch Zufall stets wiederholen – solche Begebenheiten bringen uns zum Grübeln, ob nicht vielleicht eine höhere Macht im Spiel ist. Warum treten bestimmte Ereignisse genau dann ein, wenn wir gerade eben erst daran gedacht haben? Gehorcht der Zufall etwa gewissen Regeln? Seit Jahren ist auch die Wissenschaft ganz seriös im Rahmen der Zufallsforschung auf der Spur nach der Ordnung hinter dem Chaos.

Der Zufall – ungeplantes Chaos

Häufig schon war bei verschiedenen Erfindungen der Zufall mit im Spiel. Ungeplante Wendungen oder Nachlässigkeit beim Durchführen wissenschaftlicher Experimente haben zu unbeabsichtigten Entdeckungen geführt. Penicillin, Röntgenstrahlen, Teflon oder das Stolpern über den amerikanischen Kontinent – durch beiläufige Begebenheiten oder willkürliche Änderungen eines definierten Ablaufs konnten bereits wichtige Dinge ins Leben gerufen werden, die heute nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken sind. 

Einordnung des Begriffs

Auch dafür gibt es einen eigenen Begriff: Serendipität wird der Umstand bezeichnet, wenn durch Zufall etwas entdeckt wird, was ursprünglich gar nicht gesucht wurde. Sobald sich ein Ereignis nicht durch übliche Zusammenhänge erklären lässt, sprechen wir von einem Zufall. Offensichtlich erklärbar werden sie, wenn sich eine Verbindung zwischen Ursache und Wirkung herstellen lässt. Fehlt diese, war Kollege Zufall wohl am Werk. 

Der Begriff hat sich in unserem Sprachraum aus dem lateinischen Wort accidēns gebildet, womit das Unwesentliche oder das unglückliche Ereignis bezeichnet wurde. Accidere bedeutete in der Antike geschehen oder widerfahren. Hiermit wurde der Aspekt der Nichtbeeinflussbarkeit mit ins Spiel gebracht.  

Auch als punktuelles Chaos haben manche Wissenschaftler versucht, das Phänomen in Worte zu fassen. Oder als eine unvorhergesehene Abweichung von Gesetzmäßigkeiten. Das Problem dabei: Möglicherweise sind einfach die entsprechenden Gesetzmäßigkeiten oder Regeln noch nicht bekannt. Nutzen wir das Wort Zufall also nur, um unerklärliche Dinge passend einzuordnen? Als übergeordneten Sammelbegriff für alles unerwartet und unvorhergesehen Geschehene? 

Zufälle sind manchmal unbequem

Viele Menschen, die durch Zufall von einem Unglück heimgesucht werden, wollen sich mit diesem ungeklärten Zustand nicht gerne zufriedengeben. Manche Krebserkrankungen beispielsweise sind nicht auf äußere Einflüsse oder genetische Veranlagung zurückzuführen. Die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken, liegt bei jedem Menschen dann gleich hoch oder niedrig.

Die Patienten fühlen sich oft nicht wohl mit dieser Diagnose. Es wäre ihnen lieber, wenn es eine klare Ursache für das Ausbrechen der Krankheit gäbe. Ohne konkreten Grund wird das plötzliche Leiden ungreifbar und auch irgendwie unangreifbar. In diesem Fall verdonnert das Wort Zufall uns zu Handlungsunfähigen, denn es gibt uns das Gefühl, ein Stück weit machtlos zu sein.  

Unvorhersagbarkeit im Glücksspiel

Auf genau dieses Prinzip ist jede Art von Glücksspiel gebaut. Hier hat jeder die gleichen Chancen zu gewinnen oder eben auch zu verlieren. Wäre das Glück dabei steuerbar, ginge auch der besondere Reiz verloren. Grundsätzlich werden dabei verschiedene Arten unterschieden: 

  • Reine Glücksspiele: Hier hängt der Spielverlauf und der Ausgang ganz vom Zufall ab (z.B. Roulette). 
  • Strategische Spiele: Durch persönliche Entscheidungen kann der Spielverlauf beeinflusst werden (z.B. Black Jack). 

Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag zählt alle Spiele zu den Glücksspielen, für die „ein Entgelt verlangt wird und die Entscheidung über den Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt.“ Auch das Wetten nach vorherigem Einsatz auf den Ausgang eines zukünftigen Ereignisses fällt darunter.  

Die Unvorhersagbarkeit macht die große Faszination aus, welche die Glücksspiele auf viele Menschen ausüben. Ein gewisser Spannungsbogen baut sich während des Spielens oder dem Warten auf das Ergebnis auf. Das Glücksgefühl bei einem Gewinn wird durch die vermehrte Ausschüttung von Dopamin in unseren Gehirnen erzeugt. Und manchmal ist es dann auch das vermeintliche Wissen um einen geheimen Trick, der die Regeln des Zufalls aus den Angeln heben soll, welches uns mit noch mehr Freude spielen lässt. 

Symbolbild © iStock-agsandrew Symbolbild

Theorien zur Macht des Zufalls

Die Suche nach dem geheimen Plan hinter dem Zufall ist nicht neu. Bereits lange vor den heutigen wissenschaftlichen Bestrebungen haben die Menschen versucht, zufällige Begebenheiten mit mehr oder weniger plausiblen Erklärungen zu deuten. 

Als nächsten Schritt wurde dann versucht, aus dieser Erklärung auch irgendwie Kapital zu schlagen. Denn immer, wenn jemand in der Lage war oder zu sein schien, das Schicksal zu beeinflussen, befand er sich in einer gewissen Machtposition. Wer unerklärliche Dinge ergründen oder gar selbst herbeiführen konnte, wurde nicht selten als Gottheit verehrt. 

Schicksalsgottheiten in der Mythologie

In der Antike waren hauptsächlich weibliche Gottheiten für das Glück und das Schicksal zuständig. In vielen Kulturen traten dabei drei verschiedene Figuren gemeinsam auf. 

  • Die griechischen Moiren

Sie sind in der Mythologie zwar nicht den Göttern gleichgestellt, dennoch können letztere das Schicksal, im Gegensatz zu den Moiren nicht abändern. Klotho (die Spinnerin). Lachesis (die Loserin) und Atropos (die Unabwendbare) erspähen, verwalten und verhängen das Schicksal der Menschen.   

  • Die römischen Parzen

Nona (die Neunte), Decima (die Zehnte) und Parca (die Geburtshelferin) heißen die drei weiblichen Gestalten in der römischen Mythologie. Zunächst waren sie als Geburtsgöttinnen bekannt, wurden jedoch später in Anlehnung an die griechische Mythologie angepasst. Vor allem bei der Entscheidung über Leben und Tod traten die Schicksalsgöttinnen dann in Kunst und Literatur immer wieder auf. Im Rahmen der fata scribunda schrieben die Parzen zudem das Schicksal neugeborener Kinder auf. 

  • Die nordischen Nornen

Auch dieses Dreigespann taucht oft bei der Geburt eines Kindes auf, um das zukünftige Schicksal zu bestimmen. Die Figuren sind dabei den verschiedenen Zeitspannen zugeordnet. Urd (die Norne der Vergangenheit oder des Schicksals), Werdandi (Gegenwart oder das Werdende) und Skuld (Zukunft oder Schuld) sagen die Lebensdauer voraus und mit welchen Begabungen das Kind gesegnet ist.   

Um mehr über ihr Schicksal zu erfahren wandten sich die Menschen deshalb oft an ein Orakel. Neben dem berühmtesten in Delphi waren zahlreiche Wahrsager damit beschäftigt, denn Wissensdurst um die Kenntnis dessen, was kommen wird zu stillen. Immer schon war der Drang groß, auf die Zukunft vorbereitet zu sein oder es wurde versucht, sich durch ein gewisses Mehrwissen einen Vorteil zu verschaffen.  

Quantentheorie

In der modernen Physik spielt der Zufallsbegriff bei der Quantentheorie eine große Rolle. Hier wird er als tatsächlich nicht beeinflussbarer Faktor verstanden, der allerdings auch keiner erklärbaren oder nachvollziehbaren Regel folgt. Für verschiedene Zustände oder Ereignisse von physikalischen Phänomenen gibt es demnach keine kausale Erklärung. Der Zeitpunkt, wann ein radioaktives Atom beispielsweise zerfällt, kann nicht genau vorausgesagt werden, obwohl alle Informationen dazu verfügbar sind. Bei einer großen Zahl lässt sich zwar ein statistischer Wert ermitteln, für ein einzelnes Atom sind diese Daten jedoch nicht verbindlich. 

Das große Mysterium dabei: Nur, wenn ein quantenphysikalisches System beobachtet wird, taucht der Zufall auf. Wird das Quanten-System sich selbst überlassen und ist nicht durch eine Messung beeinflusst, folgt es stets den klaren Voraussagungen. Dies lässt sich damit erklären, dass durch die Beobachtung immer nur ein zufällig ausgewählter, kurzer Zeitpunkt im natürlichen Ablauf innerhalb des Systems betrachtet werden kann und so die Regelmäßigkeit im komplexen Gefüge außer Acht gerät.  

Die Quantentheorie bevorzugt oftmals den Begriff Unvorhersagbarkeit, da im Gegensatz zum Zufall dennoch alle Faktoren bekannt sind. Diese können jedoch aufgrund des gleichzeitigen Ablaufs und der großen Komplexität nicht zu einem Eindeutigen Ergebnis führen. Das passende Wort dafür lautet Determinismus. Demnach sind für alle Situationen und Ereignisse die entsprechenden Vorbedingungen eindeutig festgelegt.  

Chaosforschung 

Ein großes Problem hierbei ist die Tatsache, dass oftmals die Anfangsbedingungen nicht bekannt sind. Wird eine Versuchsreihe gestartet, kann deshalb ein gleichbleibender Ablauf eines Experiments nicht gewährleistet oder rekonstruiert werden. Selbst minimale Änderungen können dann zu einem völlig anderen Ergebnis führen. Mit diesem Umstand beschäftigt sich die Chaosforschung. 

Die Erkenntnisse aus der Mathematik und Physik werden zum Teil auch auf reale Vorgänge im Alltag übertragen. So wird beispielsweise versucht, die Entwicklung von Börsenkursen oder der aktuellen Konjunkturlage zu erklären. Im Rahmen verschiedener Systemtheorien werden komplexe Systeme auf tieferliegende Regeln oder wiederkehrende Phänomene untersucht. Die immer besser werdende Rechnerleistung der Computer hilft dabei, die realen Gegebenheiten in Form von abstrakten Zahlen und Daten zu verarbeiten um daraus eine Ordnung abzuleiten. 

Ganz pragmatische Anwendungen ergeben sich daraus etwa für Finanzapps, mit deren Hilfe wir die richtige Anlageform für den Moment finden können. Die undefinierbare Masse der Big Data wird durch verschiedene Algorithmen strukturiert und analysiert. Aus dem scheinbaren Chaos lassen sich auch bei großen Datenmengen inzwischen bestimmte Muster ableiten, welche zur Prognose für die zukünftige Entwicklung eines Finanzproduktes als Grundlage dienen. 

Symbolbild © iStock-SIphotography Symbolbild

Der ewige Gewinner oder Verlierer

Immer wieder tauchen Personen auf, die mehr als andere Glück oder Pech im Leben zu haben scheinen. Da ist der österreichische Rentner, der bereits mehrfach im Lotto und bei einer Glücksspielshow abgeräumt hat. Auch in anderen Bereichen seines Lebens scheint Siegfried Plank vom Glück gesegnet zu sein. Vor allem eine ganze Kiste gefundener Hufeisen sollen den Beginn einer größeren Glückssträhne für ihn eingeleitet haben. 

Genauso gibt es auch die ausgesprochenen Pechvögel. Al Capone etwa verdiente zwar einen Teil seines Lebensunterhalts durch Glücksspiele, welche er selbst organisierte. Selbst jedoch hatte er eher kein Glück im Spiel. Immer wieder verlor er höhere Summen. Kam der Gangster lange Zeit ungestraft davon, wurde er schließlich wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis gebracht. Auch nach der Haft schien ihn das Glück verlassen zu haben, denn sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend bis zu seinem Tod mit 48 Jahren. 

Bei diesem Phänomen scheint jedoch vor allem die persönliche Einstellung eine Rolle zu spielen. Das berühmte halb volle oder halb leere Glas bestimmt, ob wir eine Situation eher positiv oder negativ einschätzen. "Verlieren ist dann ein Problem, wenn ich mich von dieser Enttäuschung nicht mehr lösen kann und keine neuen Ziele und keine Kraft mehr entwickeln kann.", so der Sportpsychologe Tom Kossak zu diesem Thema. Die persönliche Einstellung bestimmt auch, wie groß und realistisch wir unsere Chancen zu gewinnen einschätzen. Oft führt ein Überschätzen während einer Glückssträhne dann auch dazu, dass am Ende der ganze Gewinn wieder verloren wird.  

Die Prophezeiungen von Celestine 

Dieser fiktive Roman, welcher 2006 auch verfilmt wurde, dreht sich um neun Prophezeiungen, die dabei helfen sollen, eine tiefere Ordnung und gewisse Zusammenhänge im Leben erkennen zu lernen. Zufälle spielen in der Erzählung beim Finden der Prophezeiungen und auch in ihrem Inhalt eine wichtige Rolle. Durch Achtsamkeit und beispielsweise auch Meditation soll es in der Geschichte möglich sein, vermeintliche Zufälle als Gelegenheit für eine Wendung oder ein Weiterkommen zu betrachten. 

Das Buch war in den 90er Jahren weltweit ein großer Erfolg und gilt als wichtiges Werk in vielen spirituellen Kreisen. Die Achtsamkeit ist dabei ein zentrales Thema. Bei dem heutzutage propagierten Megatrend geht es darum, sein Umfeld bewusst wahrzunehmen und auch einmal die Gründe hinter bestimmten Begebenheiten zu erforschen. Ganz wie im Buch, scheint in der heutigen schnelllebigen und hoch technologisierten Gesellschaft die Zeit reif für einen Schritt zurück – und hin zum Zufall in unserem Leben. 

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Die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt 

Zufall und freier Wille

So wird auch auf psychologischer Ebene versucht, eine Erklärung für zufällige Begebenheiten zu finden. Nicht nur, was genau uns zu bestimmten Handlungen bewegt, auch warum im Leben eines Menschen scheinbar zufällig immer wieder die gleichen Situationen auftauchen, wird erforscht. Der Macht unserer Gedanken wird dabei eine große Rolle zugesprochen. 

Das Gesetz der Anziehung wurde in diesem Zusammenhang entwickelt. Es besagt, dass Gleiches immer Gleiches anzieht. Eher im Bereich der Esoterik verankert, soll das Gesetz der Annahme Ausdruck verleihen, dass wir mit unseren Gedanken auch die Dinge beeinflussen, welche uns zustoßen. Wissenschaftlich betrachtet gibt es dafür jedoch keinerlei Grundlage. 

Möglich wäre allerdings, dass wir unser Verhalten unbewusst an gewisse Gedanken anpassen und so für deren reale Umsetzung sorgen. Mit unserer Mimik, Gestik und Körpersprache können wir zudem auch Einfluss darauf nehmen, wie uns andere Personen wahrnehmen oder gar auf ihre Handlungsweisen einwirken. Dies geschieht nicht immer wissentlich und so erscheint uns ein Zufall manchmal als eine Offenbarung unserer Gedanken.   

Zufälle als Manifestation von Wünschen

Dann scheinen die Zufälle beinahe eine Manifestation unserer verborgenen Wünsche zu sein. Dabei erscheint ein Zufall jedoch zunächst in neutraler Form. Vielmehr ist es die Interpretation im Zusammenhang mit den individuellen Umständen, der einer willkürlich eintretenden Situation eine gewisse Bedeutung verleiht. Hand in Hand mit einem achtsamen Umgang mit unserer Umgebung können wir so in alles Mögliche einen tieferen Sinn hineininterpretieren. 

Dazu ist es jedoch genauso wichtig, in uns hineinzuhorchen und unsere Wünsche und Bedürfnisse zunächst einmal genau zu kennen. Auch hier hilft das Achtsamkeitsprinzip dabei, uns auf die richtige Spur zu bringen. Wenn wir uns unserer Wünsche und Ziele bewusst sind, fällt es leichter, im Alltag sich bietende Gelegenheiten zu ergreifen, die zur Erfüllung und Verwirklichung beitragen. Auch Zufälle können dabei solche Möglichkeiten sein.  

Zufälle als Chancen erkennen

In der Konsequenz können Zufälle uns dabei helfen, unserem Leben eine neue Wendung zu geben oder uns zu gegebener Zeit weiterentwickeln zu können. Dafür müssen die Zufälle jedoch erst einmal erkannt und gedeutet werden. Und dafür ist es notwendig achtsam durch den Alltag zu schreiten. Der „richtige Riecher“ oder das „besondere Bauchgefühl“ haben heute oft keinen Platz in einer Welt, die von klaren Fakten dominiert wird. 

Doch was spricht dagegen, sich auf einen Zufall auch einmal einzulassen? Ein tolles Jobangebot, obwohl eigentlich gar keine neue Stelle gesucht wird oder der aus den Augen verlorene Freund, der plötzlich wieder zufällig den Weg kreuzt – solche Situationen stellen uns immer wieder vor Entscheidungen, die unser Leben manchmal nachhaltig verändern können. 

Dabei haben wir es selbst in der Hand, was sich schlussendlich daraus entwickelt. Wagen wir den Sprung in eine neue Herausforderung oder behalten wir die sichere Arbeitsstelle? Lassen wir die alte Freundschaft neu aufleben oder gehen wir lieber weiter getrennte Wege? 

Achtsamkeit schulen 

Um wieder ein Gespür zu entwickeln für uns selbst und unsere Bedürfnisse, gibt es verschiedene Wege. Für manche mag es seltsam erscheinen, sich auf ein Bauchgefühl zu konzentrieren, denn es ist nichts wirklich Greifbares. Die Achtsamkeit ist dabei auch nur ein erster Schritt, Situationen und Begebenheiten in unserem Leben anders wahrzunehmen. 

Manchen hilft dabei Meditation oder andere spirituelle Übungen. Im Alltag hilft es jedoch meist schon, uns für verschiedene Dinge wieder etwas mehr Zeit zu nehmen. Das bewusste Erleben und Erledigen von verschiedenen Tätigkeiten und das Auskosten von sinnlichen Empfindungen dabei kann helfen, wieder mehr zu sich selbst zu finden. 

Haben wir ein Bedürfnis erkannt und eine unerwartete Möglichkeit ergibt sich plötzlich durch Zufall, muss eine Entscheidung über den persönlichen Umgang mit der Situation nicht nur aufgrund emotionaler Empfindungen gefällt werden. Ein zufälliges Ereignis kann auch ganz rational bewertet und eingeordnet werden. Dennoch kann es hilfreich sein, aufmerksam durchs Leben zu gehen, um eine günstige Gelegenheit nicht zu verpassen. 

Negative Muster durchbrechen

Dabei kann eine positive Einstellung sehr wichtig sein. Chancen die sich uns bieten können nur erkannt werden, wenn wir offen dafür sind. Überwiegt die Angst vor dem Unbekannten oder einer Veränderung, treten wir oftmals auf der Stelle und kommen nicht so richtig voran.  

Gerade für die berufliche Karriere ergeben sich immer wieder Zufälle, die uns einen Schritt weiterbringen können. Oftmals durchkreuzen überraschende Begebenheiten unsere detailliert durchdachten Pläne und lang vorbereiteten Karriereschritte. Dann bringt es meist nichts, an einem definierten Muster festzuhalten. Wer dagegen stets offen für Neues in die Zukunft blickt, und sich durch ungewöhnliche Herausforderungen nicht abschrecken lässt, kann manchmal mehr erreichen als zunächst erträumt wurde. Wenn Zufälle als Chance erkannt und die daraus resultierenden Möglichkeiten zugelassen werden, kann oftmals etwas ganz Neues entstehen. 

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