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Die Schweiz hat den bisher heissesten Tag des Jahres hinter sich

Neue Zürcher Zeitung-Logo Neue Zürcher Zeitung vor 3 Tagen

Der Bund hat bereits am Mittwoch vor einer Hitzewelle mit Höchsttemperaturen von bis zu 38 Grad gewarnt. Betroffen sind demnach bis Samstagabend die Alpensüdseite, das zentrale Wallis und die Region Genf.

Ein paar Sonnenhungrige tummeln sich am Ufer des Rheins in Basel am Freitag (31. 7.). Georgios Kefalas / Keystone © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Ein paar Sonnenhungrige tummeln sich am Ufer des Rheins in Basel am Freitag (31. 7.). Georgios Kefalas / Keystone

(sda) Die Temperaturen in der Schweiz haben am Freitag ihren bisherigen Jahreshöchstwert erreicht. In Basel wurde die 35-Grad-Marke schon am frühen Nachmittag überschritten, und die Temperatur am Rheinknie hielt den Spitzenplatz mit 36,5 Grad auch bis kurz nach 16 Uhr.

Die Temperatur stieg nach Angaben von Meteoschweiz, dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, auch an einigen anderen Orten über 36 Grad. Meteonews, der private Wetterdienst mit Sitz in Zürich, listet Beznau und Würenlingen im Aargau auf. In Zürich wurden 35,4 Grad gemessen und in Bern 33,1 Grad. Sehr heiss wurde es auch in Genf mit 35,5 Grad. Der Norden überholte für einmal die Südschweiz um zwei bis drei Grad.

Auch am Samstag werden Temperaturen von über 36 Grad erwartet. Damit könnte der bisherige Allzeitrekord am Bundesfeiertag geknackt werden; er liegt bei 35,6 Grad – diese Temperatur wurde am 1. August 2018 in Zürich-Kloten gemessen.

Bund warnt vor Hitze am Wochenende

Der Bund hatte bereits am Mittwoch vor einer Hitzewelle mit Höchsttemperaturen von bis zu 38 Grad gewarnt. Betroffen sind demnach bis Samstagabend die Alpensüdseite, das zentrale Wallis und die Region Genf. Für die Deutschschweiz wurde keine Hitzewarnung ausgegeben Für gewisse Menschen könnte die Hitze aber auch dort ein Gesundheitsrisiko darstellen, hiess es.

Für absolute Hitzerekorde dürfte es dennoch nicht reichen. Die gemessene nationale Höchsttemperatur liegt bei 41,5 Grad im August 2003 in Grono im Misox, Graubünden, der Höchstwert auf der Alpennordseite bei 39,7 Grad im Juli 2015 am Flughafen Genf. Letztes Jahr wurden am 24. Juli in Sitten 38 Grad gemessen. Das war Jahresrekord.

Warme Flüsse und Seen

Die Wassertemperatur in Flüssen und Seen hat unterdessen ihren kühlenden Effekt verloren: in der Aare bei Bern wurden am Freitag 23 Grad gemessen, in der Limmat bei Baden im Aargau 25 Grad ebenso wie im Rhein in Basel.

Auch die Seen blieben von der Entwicklung nicht verschont: der Zürichsee erwärmte sich auf 25 Grad, der sonst eher kalte Thuner- und der Vierwaldstättersee erreichten immerhin 22 Grad, wie SRF Meteo meldete.

Puls, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit

Hohe Temperaturen könnten Auswirkungen auf die Gesundheit haben und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, so die Warnung von Meteo Schweiz. Zur Risikogruppe zählten vor allem ältere Menschen, (chronisch-)kranke Personen, Schwangere sowie Kleinkinder. Sie brauchten spezielle Aufmerksamkeit und, falls erforderlich, auch Betreuung.

Bei Anzeichen wie erhöhtem Puls, Schwäche, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindel, Übelkeit oder Durchfall müsse gehandelt werden, heisst es bei Meteo Schweiz: Die betroffene Person solle sich hinlegen und den Körper abkühlen. Falls sie bei Bewusstsein sei, solle man ihr frisches Wasser zu trinken geben. Wenn diese Massnahmen keine Besserung brächten, müsse medizinische Hilfe angefordert werden.

Wegen der Trockenheit gilt in mehreren Kantonen ein Feuerverbot – ein absolutes Verbot im Freien für das Tessin und in Teilen von Graubünden sowie ein absolutes Verbot im Wald und in Waldesnähe im Kanton Aargau und in beiden Basel. Dazu kommt vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) die Aufforderung zur Vorsicht in den Kantonen Jura, Neuenburg, Waadt und Thurgau.

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