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Mirihi Island: Einfach mal blaumachen? Abtauchen auf den Malediven – ein Reisebericht

ELLE-LogoELLE 05.10.2017 Melanie Kunze
Mirihi.com © Bereitgestellt von Burda Hearst Publishing GmbH Mirihi.com

Der perfekte Ort, um mal blau zu machen? Die Malediven-Insel Mirihi. Weil hier alles stimmt. Kein Bling-Bling. Dafür Sonne, Meer und Stille satt. Wunderbare Menschen, köstliches Essen. Und mit Glück trifft man Mantas und Walhaie...

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Einfach mal blaumachen... Woher kommt diese Redewendung eigentlich? Wahrscheinlichste Erklärung: Ein Entdecker ist mit seinem Segelschiff zwischen den Mikro-Inseln der Malediven hindurchgefahren. Hat den Anker gesetzt und auf einem der Inselchen eine Pause eingelegt. Um auszuruhen, „blauzumachen“ eben. Nichts als Blau. So weit das Auge reicht. Da vergisst man nämlich, wer man ist – und welche Pflichten jenseits des großen Blaus auf einen warten. Was für ein entspanntes, Glück bringendes Gefühl…

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Und dieses Gefühl, das versuche ich seit ungefähr 20 Jahren wiederzufinden. Denn ich hatte es schon mal entdeckt. Das war, als die Malediven noch nicht weltberühmt waren als Luxus-Destination. Als nur Taucher und andere Meerverliebte sich auf diese Inselgruppe verirrten. Als es dort noch keine Unterwasser-Restaurants, Elektroautos und Infinity-Pools gab. Sondern nur Meer. Meer. Und Meer. Sand. Palmen. Holzhäuser. In seiner Einfachheit perfekt. So einen Ort suche ich … Mirihi sei so, höre ich. Wirklich? Das möchte ich sehen!

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Mirihi Islands: Die kleinste Insel der Malediven

Gelegen im Südwesten des Ari-Atolls im Indischen Ozean, zählt Mirihi zu den Kleinsten des Inselstaates, ist gerade mal 350 Meter lang und 50 Meter breit. Benannt nach der gelben Blume Mirihi, die übersetzt „… that takes the poison away“ bedeutet. Menschen, die hier leben, nutzen sie als Heilpflanze. Menschen, die hierher-reisen, nutzen diesen Ort als Heilmittel gegen Alltagsstress, lerne ich bei der Ankunft. Alles klar. Ich ziehe meine Schuhe aus. Und werde sie nicht mehr tragen – bis zur Abreise. 

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Tauchen auf den Malediven

Auf dem Weg zum Frühstück gehe ich also barfuß durch mustergültig weißen Sand an kristallklarem, türkisfarbenem Wasser entlang. Ein kleiner Baby-Schwarzspitz-Riffhai begleitet mich schwimmend ein Stück des Weges, als wäre er gerade beim Frühsport. Auf das wunderbare Buffet kann ich mich kaum konzentrieren, so sehr freue ich mich auf das Tauchen. Ich habe gelesen, wie es sein wird: „… zwischen entspanntem Gleiten durch fischreiche Korallengärten und aufregenden Begegnungen mit Großfischen.“ Großfische! Ob wir sie wirklich treffen? 

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Wir entdecken riesige bunte Fischschwärme

Mit dem Boot fahren wir einem der 40 Tauchspots entgegen. Hassan ist nicht einfach nur unser Dive-Guide. Hassan ist so etwas wie der Leonard Bernstein unter den Dive-Guides. Er dirigiert riesige bunte Fischschwärme. Alle schwimmen, wie er es will. Und wir mittendrin. Vorbei an Muränen, Napoleons, Doktorfischen, Schildkröten, Gorgonien.

Und dann tauchen tatsächlich zwei Mantarochen auf. Schlagen Purzelbäume. Die großen Tiere drehen sich wie selbstvergessen immer weiter. Der tiefere Sinn ist, so Nahrung zu sich zu nehmen. Eine große Menge Plankton. Mantas sind „die Schimpansen der Meere“, mit Abstand die sozialsten und smartesten Fische. Sie fliegen an uns vorbei. Immer wieder. Unsagbar elegant. Sie dabei zu beobachten, hebt Zeit und Raum auf. Man vergisst völlig seinen Gästestatus hier unten, und dass der Zeitpunkt kommt, an dem die Flasche leer geatmet ist ... 

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Von Walhaien bis Dokorfische

Wieder an Bord, werden wir mit frisch gebackenem Kuchen und Tee verwöhnt. Bis wir einen lauten Ruf hören: „Whale shark!“ – Fertig machen zum Schnorcheln! Begeistert stürzen wir uns ins Meer. Um ihn zu sehen: den größten Fisch der Gegenwart! Da unten schwimmt er tatsächlich. Mit seinen akkurat gesetzten weißen Punkten, die sich wie Gürtel über die Oberseite des Tieres ziehen.

Walhaie können größer werden als ein Reisebus. Dieser hier ist aber klein, fünf Meter vielleicht. Und völlig ungefährlich. Mit dem sehr breiten Maul und ungefähr 3600 Zähnen frisst er nur die kleinsten Bewohner des Meeres, nämlich Plankton. Zu behaupten, dass er uns anlächelt, wäre übertrieben. Aber wir schwimmen ein Stück mit ihm – und scheinen ihn nicht zu stören.

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Natur pur in Villen mit Palmendach

Nach diesen Abenteuern landen wir beseelt und hungrig wieder auf „unserer“ Insel. Die Schweizerin Amy Stierli hat sich das hier alles ausgedacht. Die Hotelpächterin ist Meerliebhaberin und Ur-Malediven-Fan – noch viel länger als ich.

Hier auf Mirihi hat sie für sich und ihre Gäste Paradise Island verwirklicht: Es gibt in den Zimmern keine Fernseher, und auch einen Pool sucht man vergebens. Die mit Palmwedeln gedeckten Villen sind mit viel Holz und Geschmack eingerichtet – alle schauen aufs Meer! Ja, dies ist eine glückliche Insel. Mit Luxus, der sich nicht aufdrängt, sondern einfach da ist.

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Zufällig beobachten wir, wie ein Grüppchen aus dem Team Kühltaschen im Boot verstaut – und zum BBQ auf eine unbewohnte Insel aufbricht. Kurzurlaub sozusagen. Vielleicht ist das eines der Geheimnisse hier. Diesen großartigen Fünf-Sterne-Service kann man so nur mit zufriedenem Personal bieten. Und das erledigt seinen Job auf der Insel mit Leidenschaft.

Wie der Schweizer Küchenchef Felix, der seine Currys so zelebriert, dass man süchtig nach ihnen wird. Und bald schon zum Frühstück davon nimmt. Zum Sonnenuntergang aber gehört man dann auf die Terrasse des „Muraka“-Restaurants. Da macht der Himmel nicht mehr blau. Sondern pinkrosarot. Und seine Betrachter macht er urglücklich!

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REISE INFOS:

Mirihi Island: Sieben Nächte in einer Strand-oder Wasservilla, inklusive Direktflug mit Condor (gegen geringen Aufpreis Condor Premium Class) ab Frankfurt, Halbpension, Transfers mit dem Wasserflugzeug, ab 3427 € pro Person in der Sommersaison. Mehr Infos: mirihi.com Buchen kann man die Reise zum Beispiel über fenners-reisen.de

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