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Deluxe-Hostelling in Garmisch-Partenkirchen

19.03.2019 Susa Schreiner

Zwei Freundinnen, zwei Tage Heimat-Kurzurlaub: Eliane und ich sitzen im Zug Richtung Garmisch-Partenkirchen. Wir lachen, lästern und giggeln, dass die Zugwände wackeln und freuen uns wie Schneeköniginnen auf unseren Kurztrip in der bayerischen Heimat. Wir wollen zum Freeriden auf die Zugspitze und eine Skitour auf den Hausberg unternehmen. Und wie es sich für einen echten Girls-Trip gehört, wollen wir es uns auch in der Sauna gemütlich machen, lecker essen, Cityflair schnuppern und einen Drink an der Bar schlürfen.

© DJH Landesverband Bayern e.V.

Kurze Anreise, großer Bahnhof: die moun10 Jugendherberge

Unsere Anreise gestaltet sich kurz, leben wir doch beide nur einen Katzensprung von Garmisch-Partenkirchen entfernt, müssen uns aber eingestehen, dass es Jahre her ist, dass wir im schmucken Werdenfelser Land die Berge unsicher gemacht haben. Die Landschaft zieht an uns vorüber, die beeindruckenden Gipfel rücken näher. Die Bremsen quietschen, wir sind angekommen. Taxi oder Bus brauchen wir nicht, unsere Unterkunft liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

New Style Jugendherberge: Mehr Soho- als GaPa-Feeling

Auf der Suche nach der passenden Unterkunft für unseren Kurztrip hatten wir allerhand Wunschkriterien auf dem Zettel: Jung, modern, ein bisschen Style, auf jeden Fall Sauna, am liebsten in der City und zu einem vernünftigen Preis … An Jugendherberge dachten wir dabei erst mal nicht, aber genau hier checken wir jetzt ein und staunen nicht schlecht. Das große Foyer lockt mit einer stylischen Bar und fröhlich-bunten Sitzinseln. Von der Decke hängen Designlampen und Räder. Wir fühlen uns mehr wie in Soho, als in GaPa. Wir bringen unser Tourenequipment in den Skikeller und raunen uns dabei zu, was für Glückspilze wir doch sind, und wenn jetzt das Zimmer noch einigermaßen ist, dann … Wir hängen beide unseren Gedanken nach. Unsere letzte Herbergsübernachtung ist gut 30 Jahre her, damals überwog Linoleumboden, Gemeinschaftsbad, Dorm-Stimmung und Hagebuttentee.

Zimmer mit Bad, Aussicht und Panoramasauna: Hostel 2.0

© DJH Landesverband Bayern e.V.

Wir öffnen unser Zimmer, atmen zufrieden aus und schnuppern Holzduft ein. Die Betten sehen einladend aus, genauso wie der Fenstererker samt Leselampe und Sitzkissen. Aber jetzt möchten wir erstmal in die Sauna und an dann noch an die Bar. Wir gehen strategisch vor: Auspacken, alles zurechtlegen, Saunabereich inspizieren, kurz abklatschen, lang freuen. Urlaubsgefühle durchströmen uns. Der Ruheraum der Sauna mit seinem dicken Ofen lässt uns komplett runterfahren. Eliane, die (fast) nichts mehr liebt als die Berge, juchzt, kann sie doch hier oben durch die Panoramafenster Alpspitze, Zugspitze und Waxenstein ausgiebig betrachten. Später zieht es uns dann noch in die City, wir wollen was essen. An der Rezeption haben wir verschiedene Tipps eingeholt und uns für die „Schranne“ entschieden. Es dauert keine zehn Minuten zum Gasthaus. Anschließend genehmigen wir uns noch einen Drink an der moun10-Bar. Es ist Sonntagabend, unser Kurzurlaub hat perfekt begonnen. Die Barfee erklärt uns, ab jetzt wird es etwas ruhiger, weil die Wochenendegäste abgereist sind. Uns macht das gar nichts aus, wir entern eine Sitzinsel, lassen uns in die Sessel fallen und prosten uns zu.

Mit Bus und Bahn auf die Piste

Eliane und ich wollen einen Tag zum Skifahren auf die Zugspitze. Wir haben unsere Lawinenausrüstung und -airbags dabei, weil wir nicht nur auf, sondern gerne auch neben der Piste unterwegs sind. Stichwort: Powder. Für den Tag drauf planen wir, mit den Tourenski auf die Drehmöser 9 gehen, die legendäre Skihütte am Hausberg.

Montagmorgen und die Zugspitze gehört uns

Die Sonne strahlt vom Himmel, der Schnee glitzert, wir stehen am Bahnhof der Zugspitzbahn, der nur einen Steinwurf von der moun10 Jugendherberge entfernt liegt. Und anstatt Gedränge, genießen wir freie Sitzplatzwahl auf Deutschlands höchsten Berg. Montag, eben. Am späten Nachmittag kommen wir müde und glücklich wieder in unsere Unterkunft zurück. Auf dem Weg haben wir uns eine Brotzeit eingekauft und machen uns gierig darüber her - Powdern macht hungrig. Frisch geduscht sitzen wir später wieder im Foyer. Wir betrachten das muntere Treiben bei einem Glas Wein. Ein paar Kids nehmen bei uns Platz und erklären wild gestikulierend wie man die coolsten Tricks mit dem Fingerboard macht. Wir fragen nach und ernten ungläubige Mienen: „Wie ihr wart noch nicht beim Fingerboard-Fahren?“ Ein Frevel, den es gilt sofort zu eliminieren - wir folgen, demütig. Und stehen kurze Zeit später in einem Raum voller Ramps und Banks – in Miniaturausführung. Die Jungs und Mädels platzieren ihre Finger auf den Mini-Boards und zeigen mit allerhand Geschick, welche Tricks sie auf Lager haben. Wir fragen, was ihnen sonst noch so gefällt und bekommen zur Antwort: Die Berge, die Boulderhalle, das Hallenbad und die Unterkunft wäre schon auch ziemlich cool.

Drehmöser 9 am Dienstag und die Woche gehört Dir

Es ist Dienstagmorgen, wir packen unsere Sachen, die Herzen hängen schwer in der Brust. Andererseits: Wir können jederzeit wiederkommen, bei der kurzen Anreise, und dann auch noch per Bahn, betont Eliane, die selbst nur noch mit Hybridfahrzeug unterwegs ist und entsprechend unseren Top-Öko-Fußabdruck lobt. Ich bin eigentlich nicht so der Fan von Bahn und Bus, muss mir aber eingestehen, dass das hier perfekt geklappt hat, eigentlich viel besser, als die lästige Parkplatzsucherei samt Anreisestau. Unser Reisegepäck dürfen wir noch in moun10 deponieren, bis wir von unserer Skitour auf den Hausberg wieder zurück sind und die Heimreise antreten. Mit dem Skibus geht es dann zur Talstation. Eine Infotafel weißt den Tourenweg – wir machen uns an den Aufstieg. Während an den Wochenenden und auch an den Skitourenabenden unser Tourenziel, die Drehmöser-9-Hütte aus allen Nähten platzt, können wir uns heute Mittag richtig breitmachen. Wir lassen uns bayerische Schmankerl schmecken und stoßen auf einen gelungenen Girls-Heimattrip an.

Auf Wiedersehen im Sommer

© DJH Landesverband Bayern e.V.

Wieder im Tal holen wir unser Reisegepäck und treffen Petra Weckerle, die sich uns als Herbergsleiterin vorstellt. Wir wollen ihr unbedingt persönlich sagen, wie wohl wir uns gefühlt haben und dass es die erste Jugendherberge sei, die sich nicht so anfühlt. Petra Weckerle lacht und sagt, dass sie das seit der Eröffnung im Dezember 2018 häufig zu hören bekommt. Vor allem die Familien sind vom etwas anderen Hostel total begeistert. „Viele,“ so Weckerle, „waren selbst früher mit ihren Eltern im Hostelurlaub. Das Konzept fanden sie schon damals super. Aber jetzt, mit ein bisschen mehr Style, und wie alle betonen, mit der Sauna in der obersten Etage, hat es noch mal einen ganz neuen Urlaubscharakter. Und die Kids finden es super, dass man sich halt doch nicht wie im 4-Sterne-Designhotel muxmäuschenstill verhalten muss, sondern auch mal laut lachend beim Frühstück sitzen darf.“ Wir verstehen sofort, verabschieden uns mit dem Versprechen, im Sommer wiederzukommen. Weil Biken gehen wir ja auch gerne und Wandern und Eisessen in der City und Fingerboard-Fahren müssen wir auch wieder … Die Herbergsleiterin freut sich, dass das neue Konzept ankommt und dann taucht sie in eine Gruppe junger Skifahrer, die ihr unbedingt von den Erlebnissen auf der Skipiste erzählen wollen. Wir verabschieden uns mit einem lauten: Auf Wiedersehen und gehen glücklich und zufrieden zum Bahnhof. Der Zug wartet schon.

Hier gibt es weitere Informationen. Auch buchen könnt ihr hier: moun10-garmisch-jugendherberge.de oder über Booking.com direkt hier*.

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