Irland: Wissenswerte Fakten über die grüne Insel
Irland ist nicht gleich Irland
Ein Sechstel der Insel gehört als Nordirland zu Großbritannien. Die Spaltung ist vor allem auf den unterschiedlichen Glauben zurückzuführen. Als Großbritannien im 12. Jahrhundert damit begann, die Insel zu erobern und zu reformieren, wurden die katholischen Iren zu Leibeigenen der englischen protestantischen Besatzer. Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde Irland zum eigenständigen Staat erklärt – sechs der neun Grafschaften verblieben jedoch in Großbritannien. Die Spaltung belastet die Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und Irland bis in die Gegenwart. Immer wieder rebellierte die katholische Minderheit im protestantischen Nordirland, bis der Konflikt erneut eskalierte und eine Flut von Anschlägen folgte. Der Bloody Sunday am 30. Januar 1972 zählt zu den blutigsten Höhepunkten des Nordirlandkonfliktes. Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen von britischen Truppen und Demonstranten, die weitere heftige Aufstände und Ausschreitungen zur Folge hatten. Erst 1998 fand der Konflikt ein Ende.
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