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Er verliert über 30 Millionen: NBA-Superstar aus Team verbannt, weil er nicht geimpft ist

Blick-Logo Blick 13.10.2021 Emanuel Gisi
NBA-Superstar aus Team verbannt, weil er nicht geimpft ist © keystone-sda.ch NBA-Superstar aus Team verbannt, weil er nicht geimpft ist

Er ist einer der besten Spieler der Liga. Aber weil er sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen will, wird Kyrie Irving (29) den Brooklyn Nets in dieser NBA-Saison fehlen – und damit auch eine Menge Geld verlieren. Für jedes Spiel, das er verpasst, gehen dem Guard 381'000 US-Dollar durch die Lappen.

Damit gehen die Nets weiter, als sie müssten. Zwar dürfte Irving keines der 41 Heimspiele in der Barclays Arena bestreiten, weil Ungeimpfte in New York wegen der strengen Corona-Regeln keinen Zugang zu Sporthallen bekommen. Doch auch ausserhalb von New York wird der Superstar nicht eingesetzt werden. «Wir werden niemandem aus unserem Team erlauben, nur ein Teilzeitmitglied zu sein», so Sportchef Sean Marks.

Irving darf nicht mal mittrainieren

Nicht einmal mittrainieren darf Irving im Moment, weil er einer der rund 5 Prozent ungeimpften NBA-Profis ist. «Kyrie hat eine persönliche Einstellung, und wir respektieren sein individuelles Recht auf diese Entscheidung. Derzeit schränkt diese Entscheidung jedoch seine Fähigkeit ein, ein volles Mitglied des Teams zu sein.»

Einflussreiche NBA-Legenden loben das kompromisslose Vorgehen. «Ich denke, jeder hat über Impfungen gesprochen», sagte Michael Jordan (58) dem TV-Sender «NBC». «Ich glaube fest an die Wissenschaft und ich werde mich daran halten», so der grösste Basketballer der Geschichte. Ein anderer NBA-Riese könnte sich sogar härtere Massnahmen vorstellen. Kareem Abdul-Jabbar (74) engagiert sich für die Idee, ungeimpfte Profis aus den Teams zu entfernen.

Hohe Quote in NHL, tiefe im Tennis

In einer anderen US-Top-Liga gibts dagegen positive Impf-News. Bloss vier NHL-Spieler seien nicht geimpft, so Liga-Commissioner Gary Bettman. «Alle versuchen, gemeinsam das Richtige zu tun», sagte Bettman laut «ESPN». «Vielleicht ist Hockey darum der ultimative Teamsport.»

Im Einzelsport Tennis ist die Impfquote derweil deutlich tiefer, sie liegt bei 65 Prozent (ATP) und 60 Prozent (WTA). Ob sie bald nach oben schnellt? Wer zu den Australian Open will, sollte sich das jedenfalls gut überlegen. Zwar ist noch nicht endgültig entschieden, wie der Einreiseprozess für internationale Profis zum Turnier in Melbourne aussehen wird.

«Würde mich impfen lassen»

Aber Martin Pakula, Sportminister des Bundesstaates Victoria, sagt, in welche Richtung es gehen könnte. «Falls ich ein ATP- oder eine WTA-Spielerin wäre, würde ich mich impfen lassen», sagte Pakula in einem Radio-Interview. «Das wird ihnen die besten Möglichkeiten geben, mit den kleinsten Restriktionen die Australian Open zu bestreiten.»

Ein Thema, bei dem die Aufmerksamkeit einmal mehr auf Novak Djokovic liegen wird. Der neunfache Aussie-Open-Champion ist als Impfskeptiker bekannt.

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