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Entschlacken, verjüngen, verstärken

20 Minuten-Logo 20 Minuten 19.05.2017 E. Tedesco
Der Zuercher Rapahel Dwamena jubelt nach dem 0-3 fuer den FCZ beim Fussballspiel der Challenge League FC Winterthur gegen den FC Zuerich in Winterthur am Samstag, 13. Mai 2017. (KEYSTONE/Walter Bieri) © Walter Bieri Der Zuercher Rapahel Dwamena jubelt nach dem 0-3 fuer den FCZ beim Fussballspiel der Challenge League FC Winterthur gegen den FC Zuerich in Winterthur am Samstag, 13. Mai 2017. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Ein Jahr durch die Niederungen der Challenge League und retour. Der FCZ kehrt in die Super League zurück. Viel Grund zum Feiern sollte der Aufstieg aber nicht geben, denn mehr als eine Korrektur des Vorjahres ist er nicht. Aber jetzt ist der Club wieder da, wo er eigentlich hingehört und ein Jahr lang vermisst wurde.

Der Abstieg am 25. Mai des letzten Jahres kam schleichend und mit Ansage. Aber offenbar musste der FCZ erst absteigen, um wieder zu sich zu finden. Man war plötzlich selbstkritischer, zeigte Einsicht und war bereit, etwas zu ändern. Man brachte Retouchen an, justierte einige Stellschrauben an der Mannschaft und auch in der Führung neu. Das Ziel: der sofortige Wiederaufstieg. Seit Donnerstag ist das geschafft, jetzt kann man an die Planung der neuen Saison gehen.

Szenario A und B – zweigleisig

«Wir sind seit Wochen am Vorspuren», sagt Trainer Uli Forte, der nicht auf dem Sofa aufgestiegen ist, sondern auf der Tribüne in Schaffhausen. Man habe parallel an einem Szenario A, aber auch an einem Szenario B gearbeitet. «Zweigleisig» wie der 43-Jährige dazu sagt. Szenario A bedeutet, dass der FCZ längst für die Super League plant, obwohl der Aufstieg erst seit Donnerstag perfekt ist.

«Da oben gibt es Basel, Sion, YB und die Derbys. Das ist ein anderes Niveau. Wir brauchen in jeder Reihe eine Verstärkung», so der 43-Jährige. Drei, vier Spieler zuzüglich zu jenen, die auslaufende Verträge haben und den Verein verlassen werden. FCZ-Spieler mit auslaufenden Verträgen sind Oliver Buff, Ivan Kecojevic und Davide Chiumiento.

Letzterer wird den FCZ sicher verlassen und trainiert auch seit einigen Wochen nicht mehr mit der ersten Mannschaft. Auch Buff wird wohl gehen, wird mit Clubs in Deutschland, aber auch anderen Vereinen in der Super League in Verbindung gebracht. Buff ist seit 2010 im Profikader des FCZ. Wie es mit Kecojevic weitergeht, ist noch unklar. Aber der FCZ soll sich bereits mit Martin Angha (St. Gallen) einig sein und seinen ehemaligen Junior wieder auf den Letzigrund holen.

Kein Doppelpack mit Ronaldo und Messi

Über Neuverpflichtungen entscheidet nicht mehr Präsident Ancillo Canepa allein (auch das ist eine Veränderung), sondern ein 3-er-Gremium mit Canepa, Sportchef Thomas Bickel und Forte. Der Plan: Das Kader entschlacken, verjüngen, verstärken, aber auch frischen Wind durch neue Akteure in die Mannschaft bringen. «Ronaldo und Messi im Doppelpack wird es aber nicht geben», so Forte. «Am Schluss müssen alle drei hinter der Lösung stehen.»

Neben dem Entschlacken wird es auch die Aufgabe sein, das Kader zu verjüngen, so weit das mit laufenden Verträgen überhaupt möglich ist. Viel Spielraum bleibt dem FCZ da nicht. Aber der Anteil der Generation Ü30 im Kader ist schon beträchtlich. Andris Vanins (37), Burim Kukeli (33), Adrian Winter (30) und Kay Voser (30) gehören zu ihr. Kecojevic und Umaru Bangura kratzen auch bald an der 30. Und Alain Nef und Gilles Yapi sind sogar schon 35 Jahre alt.

Das Kader hätte nicht für die Super League gereicht

Man habe diese Situation selbst gewählt, sagt Forte. In der Rückrunde versuchte er, den Altersdurchschnitt mit dem Einsatz junger Talente schon etwas zu senken. Der Schnitt soll im Sommer weiter optimiert werden, indem man weitere zwei, drei eigene Nachwuchsleute integriert.

«Aber nur Junge zu haben, wäre fatal», so der FCZ-Trainer. «Die jungen Spieler brauchen die älteren. Sie geben ihnen den nötigen Halt.» Die allgemeine Meinung, das aktuelle Kader hätte auch in der Super League eine gute Falle gemacht, teilt Forte nicht. «Nur weil wir die Challenge League dominiert haben, wäre es fatal zu denken, dass es in der Super League auch reicht.»

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