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Jetzt hat der DFB auch noch Ärger mit dem FC Bayern

WELT-Logo WELT 11.07.2018

Beim DFB herrscht offenbar nicht nur in Sachen Teamführung und Krisenbewältigung ein Durcheinander. Jetzt kam nach verpatzter Aufarbeitung der Özil-Gündogan-Affäre ein weiterer schwerer Fehler ans Licht.

Als hätten die hohen Herren vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht schon genug Stress nach den Irrungen und Wirrungen rund um das blamable WM-Aus und der nicht enden wollenden Krise durch die von Mesut Özil und Ilkay Gündogan losgetretene Erdogan-Affäre.

Mitten in die Aufräumarbeiten des DFB-Präsidenten Reinhard Grindel und des Teammanagers Oliver Bierhoff platzt nun eine weitere Pikanterie, die erheblichen Strengstoff birgt. Denn kein anderer Klub als der FC Bayern München hat sich jetzt offiziell über eine grobe DFB-Verfehlung beschwert.

Es geht um ein Werbeplakat der Nationalmannschaft. Der Rekordmeister hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) im Zuge eines offiziellen Protests dazu aufgefordert, Widerspruch beim Deutschen Fußball-Bund einzulegen. Michael Gerlinger, Direktor Recht und institutionelle Beziehungen beim FC Bayern München, bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Vorgang. Zuvor hatte die "Sport Bild" darüber berichtet.

Hintergrund ist eine Werbung von DFB-Sponsor Mercedes mit fünf Auswahlspielern. Auf dem Plakat waren unter anderem die Bayern-Profis Joshua Kimmich und Jérôme Boateng zu sehen. Das verstößt nach dem Verständnis der Münchner gegen die 2017 vereinbarten "Leitlinien zur Verwendung von Persönlichkeitsrechten und anderer Rechte der A-Nationalspieler".

FC-Bayern-Sponsor ist nicht amüsiert

Demnach ist bei konkurrierenden Unternehmen die Präsenz nur eines Nationalspielers auf einem Werbeplakat erlaubt; bei einem zum DFB-Sponsor in Konkurrenz stehenden und mit mindestens fünf Prozent beteiligten Anteilseigner eines Bundesligisten darf gar keiner werblich eingebunden werden. Audi ist seit 2002 Bayern-Sponsor. Mittlerweile gehören dem Autohersteller 8,33 Prozent der Anteile an der FC Bayern München AG.

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß © Getty Images/Alexandra Beier FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Wie viele Spieler aus einer Bundesliga-Mannschaft bei Marketingmaßnahmen der Nationalmannschaft und in welcher Form gezeigt werden dürfen, ist detailliert in den "Leitlinien zur Verwendung von Persönlichkeitsrechten und anderer Rechte der A-Nationalspieler" dargelegt. Diese Zusatzvereinbarung ergänzt Paragraf fünf des Grundlagenvertrages.

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