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Lewandowski enttäuscht von Trainer Carlo Ancelotti

DIE WELT-Logo DIE WELT 19.06.2017

Hinter Bayern-Stürmer Robert Lewandowski liegt eine erfolgreiche Saison. Dennoch kritisierte der Pole zuletzt seine Teamkollegen. Über seinen Berater legt er jetzt auch gegen Trainer Ancelotti nach.

Starke 43 Tore in 47 Pflichtspielen, dazu der Gewinn der deutschen Meisterschaft – die Saison von Robert Lewandowski beim FC Bayern darf durchaus als gelungen bezeichnet werden. Und dennoch: Schon kurz nach Abschluss der Spielzeit beschwerte sich der 28-Jährige in polnischen Medien über die fehlende Unterstützung seiner Teamkameraden im Rennen um die Torschützenkanone. Wer dachte, damit sei das Thema abgehakt, wird jetzt eines Besseren belehrt. Das Thema ist für Lewandowski und seine Entourage offenbar noch nicht durch.

Hat die abgelaufene Saison noch nicht abgehakt: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski ist über den Endspurt in der Bundesliga nicht glücklich. Dafür macht er auch Carlo Ancelotti verantwortlich © pa/Thomas Eisenh/dpa-ZB Hat die abgelaufene Saison noch nicht abgehakt: Bayern-Stürmer Robert Lewandowski ist über den Endspurt in der Bundesliga nicht glücklich. Dafür macht er auch Carlo Ancelotti verantwortlich

"Er war so was von enttäuscht, wie ich ihn noch nie erlebt habe", sagte Maik Barthel, der Berater des Stürmers, dem "Kicker". Lewandowski hatte die Torjägerkanone erst am letzten Bundesliga-Spieltag an Pierre-Emerick Aubameyang verloren.

Während sein Dortmunder Widersacher gegen Werder Bremen gleich doppelt traf, blieb der Pole beim 4:1 gegen Freiburg ohne eigenen Treffer. Dafür macht er laut Barthel nicht nur seine Kollegen, sondern auch Trainer Carlo Ancelotti verantwortlich. Auch vom Italiener und seinem Trainerteam hätte er sich mehr erwartet.

"Wie mir Robert erzählt hat, gab es keine Unterstützung und keinen Appell des Trainers, Robert im letzten Spiel zu unterstützen, um Torschützenkönig zu werden." Vor allem, weil er nach einem gegen Dortmund erlittenen Bänderriss in der Schulter in den letzten Partien mit Schmerzen gespielt hatte, so Barthel. "Robert hat gehofft, dass ihn die Mannschaft und der Trainer proaktiv unterstützen würden, damit er die Torjägerkanone bekommt."

Indirekt übte Lewandowski über seinen Berater zudem Druck auf die Klubführung des FC Bayern aus. Er sei wegen der Aussichten auf sportlichen Erfolg zum Rekordmeister gewechselt, sagt Barthel, Lewandowski wolle Titel holen, unbedingt auch die Champions League. Deshalb verfolge Lewandowski natürlich interessiert die Personalpolitik. Bislang gaben die Münchner rund 90 Millionen Euro für neue Spieler aus, darunter 41,5 Millionen für den Franzosen Corentin Tolisso von Olympique Lyon.

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