Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Linienrichter nach Becherwurf blutend am Boden

WELT-Logo WELT 10.08.2018

Eklat in der Europa League: Das Spiel zwischen Sturm Graz und Larnaka steht vor dem Abbruch. Ein Fan hatte einen vollen Bierbecher aufs Feld geschleudert. Der Mann ist bereits identifiziert.

Der österreichische Erstligist Sturm Graz muss nach einem Becherwurf und einer rund 40-minütigen Spielunterbrechung mit einer harten Strafe rechnen.

Sturm Graz - AEK Larnaka © dpa/Erwin Scheriau Sturm Graz - AEK Larnaka

Beim Hinspiel der Europa-League-Qualifikation am Donnerstagabend gegen AEK Larnaka war Schiedsrichter-Assistent Fredrik Klyver aus Schweden in der Schlussphase beim Stand von 0:2 von einem vollen Bierbecher getroffen worden und lag kurzzeitig blutend auf dem Rasen. Der schwedische Schiedsrichter Mohammed Al-Hakim schickte die Teams zunächst in die Kabine.

Nach der Unterbrechung setzte der Referee die Partie fort. Der vierte Offizielle übernahm die Rolle des Assistenten. Das Team aus Zypern gewann 2:0. Der Werfer des Bechers ist nach Angaben der Polizei gefasst worden. Er wurde anhand der Videobilder identifiziert.

Der Klubpräsident war erschüttert. "Es war ein brutaler Abend in jeder Hinsicht", sagte Christian Jauk der "Kleinen Zeitung".  Das Resultat sei ernüchternd: "Was mir am meisten wehtut, ist aber der Becherwurf, weil das ein Bild gezeigt hat, das nicht dem SK Sturm entspricht. Es tut uns wahnsinnig leid, dass wir viele Fußballfans, vor allem unsere eigenen, enttäuscht haben."

"Ein nicht bezifferbarer Imageschaden für uns"

Gegen den Werfer sei laut Jauk bereits ein Stadionverbot verhängt worden. Nun wolle der Klub zivilrechtliche Schritte prüfen: "Wir haben in den letzten beiden Jahren viel Aufbauarbeit geleistet, die ist verloren gegangen. Das tut mir weh für den gesamten Verein. Da können gar nicht so viele gescheite Leute daran arbeiten, wenn einer so etwas vernichtet."

Sportdirektor Günter Kreissl kündigte bereits an, mit voller Härte gegen den Täter vorgehen zu wollen: "Es muss mit allen Sanktionen gegen den Täter vorgegangen werden. Das ist ein nicht bezifferbarer Imageschaden für uns."

Materieller Schaden wird hinzukommen. Graz, das vom deutschen Coach Heiko Vogel trainiert wird, droht auf jeden Fall eine Geldstrafe. Auch eine Platzsperre seitens der Uefa ist möglich.

Gut gelaunt vor dem Heimturnier: Roger Federer Nächste Geschichte

Federers "riesige Vorfreude" auf Basel

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von WELT

image beaconimage beaconimage beacon