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Luzerns Goalie-Bock macht CC happy

20 Minuten-Logo 20 Minuten 16.04.2018 E. Tedesco, Luzern
Sions Praesident Christian Constantin und Sions Trainer Maurizio Jacobacci, von links, waehrend dem Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion am Sonntag, 15. April 2018, in der Swissporarena in Luzern. (KEYSTONE/Alexandra Wey) © Alexandra wey Sions Praesident Christian Constantin und Sions Trainer Maurizio Jacobacci, von links, waehrend dem Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Sion am Sonntag, 15. April 2018, in der Swissporarena in Luzern. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Es läuft die 50. Minute, als FCL-Mittelfeldspieler Olivier Custodio einen Rückpass zu Goalie Jonas Omlin spielt. Die Situation scheint harmlos. Doch plötzlich sieht der FCL-Keeper Matheus Cunha auf sich zusprinten. Omlin will den Sittener ausdribbeln und verschätzt sich. Cunha lacht sich ins Fäustchen und schiebt zum 1:0 ein. Es sollte der einzige Treffer an diesem Sonntagnachmittag in der Swissporarena bleiben. Denn der FCL konnte ausser einem Lattentreffer von Shkelqim Demhasaj (65.) nichts mehr entgegensetzen.

«Jonas Omlin hätte den Fehler nicht gemacht, wenn Cunha nicht auf meine Aufforderung hin nachgesetzt und entschlossen auf den Ball drauf gegangen wäre», sagt Sion-Trainer Maurizio Jacobacci zur Szene, die zum glücklichen Siegtreffer der Walliser führte. «Aber Omlin hat den FCL auch im Spiel gehalten und gute Paraden gezeigt», verteidigt er den Torhüter. Das sieht sein Trainerkollege aus Luzern ähnlich.


«Den Fehler muss ich nicht gross kommentieren», sagt Gerardo Seoane, Trainer von Omlin. «Es gehört zu einer Goalie-Karriere, dass man einmal eine falsche Entscheidung trifft. Ich glaube, Feldspieler treffen häufiger falsche Entscheidungen als Torhüter. Jonas hat uns vor dem Gegentor und auch danach mit tollen Paraden im Spiel gehalten. Der Fehler wird ihn nicht aus der Bahn werfen.» Zum Beispiel lenkte Omlin einen Kopfball von Cunha (41.) in extremis über die Latte und entschärfte einen Kopfball von Carlitos (70.). Die Torschussstatistik von 2:12 gegen Luzern zeigt deutlich auf, dass sich Omlin nicht über mangelnde Arbeit beklagen konnte.

Der Nervenkitzel im Abstiegskampf steigt

Der Bock des FCL-Keepers hat aber noch grössere Auswirkungen, als nur die zweite Niederlage der Zentralschweizer in Folge. Er verschärft den Abstiegskampf und bringt mächtig Feuer rein. Denn mit dem Sieg der Walliser, die damit die Rote Laterne abgeben, trennt den Tabellensechsten (GC, 32 Punkte) nur noch ein Punkt vom Tabellenletzten (Lausanne, 31 Punkte). Der FC Sion, der mit Ausnahme der 26. Runde durchgehend seit dem 18. Spieltag das Schlusslicht der Super-League-Tabelle war, kommt gerade rechtzeitig vor dem Meisterschaftsfinish auf Touren. Von den letzten 6 Partien haben die Sittener nur jene in Basel (0:1) verloren.


«Wir sind schon länger in Fahrt, haben in den letzten Spielen schon sehr viel gut gemacht, haben aber nicht immer das dafür bekommen, was wir verdient hätten», sagt Jacobacci. «Wir müssen sehr viel dazu beitragen, damit wir unser Ziel erreichen und das ist Ende Saison zumindest auf Platz 9 zu stehen und mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben.» Aber der Sion-Trainer ist optimistisch, denn man musste sehr viel arbeiten, um an den Punkt zu gelangen so aufzuspielen, wie Sion das derzeit tut.

Zufriedener CC

Natürlich war auch Christian Constantin zufrieden, der es sich nicht nehmen liess, der Mannschaft nach dem Sieg in der Garderobe zu gratulieren. «Wir haben nun zwei Heimspiele in Folge», sagt der Sion-Boss. CC weiter: «Wenn uns das Publikum unterstützt und wir so weiterfahren, hoffe ich, dass wir die Punkte holen und ein wenig verschnaufen können.» Der nächste Gegner im Tourbillon ist am Mittwoch Lugano. Ein Mitkonkurrent im Kampf gegen den Abstieg und darum ist es für beide ein 6-Punkte-Spiel.

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