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Ronaldo muss wegen Vergewaltigungsvorwurf DNA-Probe abliefern

Handelszeitung-Logo Handelszeitung vor 6 Tagen Redaktion Handelszeitung
TURIN, ITALY - DECEMBER 29: Cristiano Ronaldo of Juventus looks on during the Serie A match between Juventus and UC Sampdoria on December 29, 2018 in Turin, Italy. (Photo by Tullio M. Puglia/Getty Images): Christiano Ronaldo: Der Portugiese spielt derzeit für Juventus Turin. © 2018 Getty Images Christiano Ronaldo: Der Portugiese spielt derzeit für Juventus Turin.

Das Verfahren gegen Cristiano Ronaldo läuft auf Hochtouren. US-Ermittler fordern nun DNA-Proben vom portugiesischen Fussballstar.

Infolge der Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo hat die Polizei in Las Vegas eine DNA-Probe des Fussballstars aus Italien angefordert. Das berichtete das «Wall Street Journal» am Donnerstag unter Berufung auf einen Strafverfolger.

Ronados US-Anwalt Peter Christiansen bestätigte die Aufforderung am Donnerstag. Die Polizei erklärte, dass ein «offizieller Antrag» an Behörden in Italien ergangen sei. DNA-Beweise würden auf dieselbe Art gesammelt wie in anderen Fällen sexueller Übergriffe.

Vorfall im Jahre 2009

Die Amerikanerin Kathryn Mayorga hatte Ronaldo vorgeworfen, sie 2009 vergewaltigt zu haben. Sie hat in Las Vegas Zivilklage gegen ihn erhoben. Der damals 24-jährige Portugiese habe sie dort in einem Nachtclub kennengelernt, in seine Hotel-Suite eingeladen und sie dann vergewaltigt, heisst es in der Klageschrift. Danach habe er sich entschuldigt und erklärt, er sei «normalerweise ein Gentleman».

Als wichtiges Beweisstück gilt in dem Fall Mayorgas Kleid von besagtem Abend. An diesem sei andere DNA als ihre eigene festgestellt worden, berichtete das «Wall Street Journal». Die Probe aus Italien, wo Ronaldo für den Verein Juventus Turin Fussball spielt, soll mit dieser Probe abgeglichen werden. Erst wenn alle Beweismittel gesammelt sind, dürfte die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben, die über eine mögliche Anklage gegen Ronaldo entscheidet.

Ronaldo weist Vorwürfe zurück

Ronaldo hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Was in Las Vegas zwischen den beiden vorfiel, sei dem Sportler zufolge einvernehmlich gewesen, sagte sein Anwalt Peter Christiansen am Donnerstag. «Es würde deshalb nicht verwundern, wenn DNA vorhanden wäre oder die Polizei diesen sehr üblichen Antrag als Teil ihrer Ermittlungen stellen würde.» Im Oktober hatte der 33-jährige mehrmalige Weltfussballer der französischen Zeitschrift «France Football» gesagt, dass «die Wahrheit ans Licht kommen» werde.

(sda/mbü/tdr)

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