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Wiedergutmachung für Sotschi? Valtteri Bottas will keinen geschenkten Sieg

motorsport.com-Logo motorsport.com 09.11.2018 Ruben Zimmermann
James Allison, Mercedes AMG F1 Technical Director, Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1, Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 celebrate on the podium © Steve Etherington / LAT Images James Allison, Mercedes AMG F1 Technical Director, Valtteri Bottas, Mercedes AMG F1, Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 celebrate on the podium

Valtteri Bottas möchte von Lewis Hamilton keinen Sieg geschenkt haben - Der Weltmeister verspricht Bottas Unterstützung, möchte aber keinen Platz machen

Seit dem Formel-1-Saisonfinale 2017 in Abu Dhabi hat Valtteri Bottas kein Rennen mehr gewonnen. Eine seiner größten Chancen in diesem Jahr hatte der Finne in Sotschi - doch da musste er Teamkollege Lewis Hamilton vorbeilassen und wurde nur Zweiter. Mittlerweile ist die WM zu Hamiltons Gunsten entschieden. Daher gibt es nun Spekulationen darüber, dass der Brite Bottas den Russland-Sieg jetzt "zurückgeben" könnte.

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Voraussetzung dafür wäre natürlich, dass die Silberpfeile an diesem Wochenende in Brasilien - oder beim Finale in Abu Dhabi - auf den Plätzen eins und zwei liegen. Doch würde Mercedes in diesem Fall tatsächlich einen Platztausch anordnen? "Das Team wird diese Entscheidung nicht treffen", stellt Hamilton direkt klar. Also müsste er persönlich sich dazu entscheiden, Bottas vorbeizulassen.

Würde Hamilton das machen? "Ich habe Valtteri noch nicht gefragt, ob er das wollen würde", grübelt er und erklärt: "Ich denke aber nicht, dass er es möchte. Er möchte auf seine eigene Art und Weise gewinnen. Ich weiß daher nicht, ob ich ihm einen großen Gefallen tun würde, wenn ich ihm einen Sieg schenken würde. Ich denke auch, dass er das sowieso nicht nötig hat. Ich glaube, dass er es selbst schaffen kann."

Und tatsächlich hätte der Finne kein Interesse daran, einen Sieg von Hamilton geschenkt zu bekommen. "Ich möchte keinen Sieg, den man mir schenkt. Ich möchte das Rennen selbst gewinnen", stellt Bottas unmissverständlich klar. Einfach wird das aber nicht werden - obwohl die Weltmeisterschaft bereits entschieden ist. Das ist auch Bottas selbst klar. "Ich sollte bei jedem Rennen bei 110 Prozent sein", weiß der 29-Jährige.

In Brasilien gehe er zumindest einmal mit einer "guten Einstellung" ins Wochenende, weil er wisse, "dass es keine Positionswechsel oder so etwas geben wird." Trotzdem werde es "nicht einfach" werden, Hamilton zu bezwingen. Aber: "Das sollte mein Ziel sein - und auch die roten Autos und die Red Bulls zu schlagen", so Bottas. Denn auch Ferrari und Red Bull werden ein Wörtchen um den Sieg mitreden wollen.

Hamilton selbst würde seinem Teamkollegen übrigens gerne dabei helfen, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Er möchte ihm an diesem Wochenende "unterstützend" zur Seite stehen. "Ich bin immer sehr offen, was mein Set-up angeht. Das werde ich auch weiterhin so machen", verspricht der Weltmeister. Auf der Strecke will er für Bottas allerdings keinen Platz machen.

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