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Vor 4 Jahren spielte er noch Serie D – nun lässt Junior Messias die AC Milan träumen

watson.ch-Logo watson.ch 25.11.2021
Junior Messias wird von Ibrahimovic und Co. geherzt. © IMAGO / NurPhoto/IMAGO / NurPhoto Junior Messias wird von Ibrahimovic und Co. geherzt.

Die AC Milan hat im fünften Spiel endlich den ersten Sieg der laufenden Champions-League-Saison gefeiert. Beim 1:0-Auswärtserfolg gegen Atlético Madrid wird Junior Messias mit seinem Tor in der 87. Minute zum grossen Helden.

Der Last-Minute-Held der Italiener hat eine wahre Märchengeschichte hinter sich. Er ist nicht etwa ein Youngster, der seine ersten Schritte bei den Profis macht. Nein, Junior Messias ist bereits 30 Jahre alt und spielte vor vier Jahren noch für Gozzano in der Serie D, Italiens vierthöchster Liga.

Damals lieferte der offensive Mittelfeldspieler mit dem religiös anmutenden Namen noch Kühlschränke und andere Haushaltsgeräte aus, um sich über Wasser zu halten. Nachdem er mit Gozzano in die Serie C aufgestiegen war, feierte der Brasilianer in der Saison 2018/19 sein Profi-Debüt und wurde noch im Winter von Crotone verpflichtet. Mit 27 Skorerpunkten aus 73 Spielen empfahl er sich dort für höhere Aufgaben und wurde vergangenen Sommer am Deadline-Day an die AC Milan ausgeliehen.

Dort kam das Märchen vorerst ins Stocken, wegen einer Muskelverletzung verpasste Junior Messias zu Beginn der Saison viele Spiele. Gestern durfte er aber zum ersten Mal in seiner Karriere in der Champions League ran. Und mit dem Kopfballtor nach seiner Einwechslung lässt er die Mailänder weiterhin von einer Qualifikation für die Achtelfinals der Königsklasse träumen.

Die Tabelle in der Gruppe B. © watson/watson Die Tabelle in der Gruppe B.

Zu seinem Tor sagte Messias bescheiden: «Ich reagierte einfach instinktiv, verfolgte das Geschehen und blieb ruhig. Wenn man ruhig und gefasst bleibt, kann man grosse Ziele erreichen. Ich widme dieses Tor meiner Familie und meinen Freunden in Brasilien, die immer an mich geglaubt haben. Es ist der wichtigste Moment meiner Karriere.»

Wie sehr die Geschichte von Junior Messias berührt, zeigt ein Video von TV-Moderator Tiziano Crudeli. Die 78-Jährige Kultfigur feiert das späte Siegtor überschwänglich, läuft im Studio umher und schreit mehrfach «Messias, Messias!». Crudeli steigert sich derart in seinen Jubel rein, dass er am Ende gar in Tränen ausbricht.

Will Milan weiterhin in der Champions League spielen, braucht es im letzten Spiel der Gruppenphase aber noch einen Sieg gegen Liverpool. Vielleicht werden die «Rossoneri» wieder von ihrem Messias erlöst. (abu)

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