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Alaphilippe verausgabt sich vergeblich

20 Minuten-Logo 20 Minuten 11.07.2019

Der Tour-Gesamtführende kämpft in den Vogesen bis zum letzten Meter und verliert das Gelbe Trikot wegen ein paar Sekunden.

Dylan Teuns hat die erste Bergetappe der 106. Tour de France gewonnen. Der Belgier siegte auf dem sechsten Teilstück nach 160,5 Kilometern von Mülhausen nach La Planche des Belles Filles mit elf Sekunden Vorsprung vor Giulio Ciccone, der um Haaresbreite dem französischen Publikumsliebling Julian Alaphilippe das Gelbe Trikot entriss. Der Italiener war neben Tagessieger Teuns aus einer ursprünglich 14-köpfigen Ausreissergruppe übrig geblieben und liegt dank der Bonussekunden nun sechs Sekunden vor Alaphilippe, der als Tagessechster alles gab – letztlich vergeblich.

Gelb in La Planche des Belles Filles ist ein gutes Omen. Wer hier die Führung innehatte, der gewann stets auch die Tour de France. So war es bei den bisherigen drei Ankünften im Skiort in den Vogesen: 2012 Bradley Wiggins, 2014 Vincenzo Nibali und 2017 Chris Froome. Diesmal dürfte es aber kaum so laufen, gehört Ciccone doch nicht zu den Anwärtern auf den Gesamtsieg.

So stand denn auch die Kletter-Show der Favoriten im Mittelpunkt dieser ersten Bergetappe – sie überquerten die bis zu 24 Prozent steile Rampe im Ziel 1:44 Minuten nach den Ausreissern. Und pünktlich zum Höhepunkt zeigte Titelverteidiger Geraint Thomas seine beste Saisonleistung als Vierter. In der Gesamtwertung liegt der Brite bereits auf Rang 5. Damit räumte er die Zweifel an seiner Form aus und überflügelte auch seinen aufstrebenden Teamkollegen Egan Bernal.

Nun wartet die längste Etappe

Hatten die Favoriten noch bis zum Schlussanstieg auf Attacken verzichtet, ging es auf den letzten Kilometern vor dem Ziel richtig zur Sache. Erst attackierte der Spanier Mikel Landa, doch das Tempo der Favoritengruppe war zu hoch. Auch Alaphilippes Angriff verpuffte, als Thomas die Schlagzahl noch einmal erhöhte.

Weiter geht es am Freitag mit der längsten Etappe der Tour 2019. Von Belfort nach Chalon-sur-Saône warten 230 Kilometer auf die Fahrer, wenngleich diesmal keine grossen Hindernisse zu bewältigen sind. Drei leichtere Bergprüfungen in der ersten Rennhälfte dürften die Topsprinter kaum aufschrecken.

(dpa)

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