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Das spartanische Leben in Kenias Höhentrainingslagern

Photos-LogoPhotos 02.04.2016

Auf dem "Rosta", das eigentlich "Roster" heißen müsste und soviel bedeutet wie "Tabelle" oder "Einteilung", sehen die Läufer, was so los ist. In diesem Fall geht es um den Putzdienst. Denn den verrichten sie selbst: Stephen Kiprotich und Eliud Kipchoge - zwei Weltstars und Teilnehmer der Olympischen Spiele. Sie befinden sich aktuell im Höhentrainingslager in West-Kenia und leben dort wie Mönche.

  © Ben Curtis/ASSOCIATED PRESS/AP Images  

Kiprotich und Kipchoge sind überzeugt, dass genau dieser Lebensstil zu ihrem Erfolg beiträgt. Sie teilen sich ein kleines Zimmer, sie haben keine eigene Toilette oder Dusche, sie holen Wasser von einem Brunnen und trinken Milch, die direkt von den Kühen stammt, die auf den umliegenden Weiden grasen. 

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An der Wand über Kipchoges Bett hängt ein Zitat des Brasilianers Paulo Coelho: "Wenn du erfolgreich sein willst, musst du eine Regel beachten: Belüge dich niemals selbst."

Kipchoge holte 2008 olympisches Silber auf 5.000 Metern und Bronze im Jahr 2004. 


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Der Gewinner der Marathonläufe von London, Berlin und Chicago zeigt sich zugleich philosophisch und frustriert über die Doping-Krise um kenianische Läufer. Denn die Laufqualität der Kenianer ist hart erarbeitet. 

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Kipchoge klagt an, dass es vielen um das kurzfristige Geldverdienen geht. Doch: "Menschen vergessen, dass man von Geld allein nichts ernten kann. Wer etwas ernten will, muss etwas sähen. Und was sind diese Samen? Hartes Training." 

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Bei seiner Strafrunde durch den Wald setzt sich der ockergelbe Staub in seinen Lachfalten, auf seinen Wimpern und Haaren ab. Auf seiner Tour trifft Kipchoge Läufer aus anderen Trainingscamps. Sie spornen sich gegenseitig an. "Ich helfe ihnen. Sie helfen mir. Das hilft uns allen." 

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Um fünf Uhr morgens beginnt der Tag. Geweckt werden die Athleten vom Bimmeln einer Fahrradglocke, die in einem Korridor montiert ist. Im Global Sports Camp befinden sich nicht nur Kiprotich und Kipchoge. Auch andere internationale Topsportler machen sich im Camp fit. Gefrühstückt wird um einen runden Holztisch in der Küchen-Hütte: Es gibt Weißbrot und Tee aus Emaille-Bechern. Die Kochstelle wird mit Holz befeuert. Abgespültes Geschirr trocknet in der Sonne. 

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Im Gemeinschaftsraum steht ein kleiner Fernseher: Er ist die einzige Errungenschaft der Moderne, die im Camp zu finden ist. Doch der Raum wird gleichzeitig als Lager für große Säcke mit Getreide verwendet. In einer Ecke steht eine Massageliege, an der Wand hängen handgeschriebene Trainingspläne auf großen Zetteln. 

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Läufer Abdi Nageeye ist Niederländer. Er stammt ursprünglich aus Somalia. Als er im Camp ankam, war er zunächst schockiert von den spärlichen Bedingungen, die ihn erwarteten. Er hatte unglaublichen Hunger. Doch schließlich begriff er, warum Kipchoge und seine Kollegen so erfolgreich sind: Sie schotten sich ab, sie lassen sich nicht ablenken. 

  © Ben Curtis/ASSOCIATED PRESS/AP Images   Nageeye und Kiprotich sind sich einig, dass Doping im Camp nicht unentdeckt bliebe - schließlich teilt man sich die Zimmer, und jeder kann jederzeit überall hereinkommen, ohne zu klopfen. Kiprotich war der Marathon-Gewinner der Olympischen Spiele 2012. 2013 wurde er Weltmeister. Er erzählt, dass immer wieder einmal Doping-Tester unangekündigt das Camp besuchen und Proben nehmen. Er kann nicht nachvollziehen, wieso überhaupt jemand dopt. 

  © Ben Curtis/ASSOCIATED PRESS/AP Images   "Es scheint als würden Sportler, die dopen, eine Abkürzung nehmen wollen. Sie wollen einfach nicht den ganzen Weg gehen." Das Camp, erklärt er, sei der lange und beschwerliche Weg. Sechs Jahre hatte dort das Team von Uganda trainiert, in einem Umfeld, in dem man irgendwann nicht mehr weiß, welcher Tag ist. Das Training, die Entspannungszeiten und die Gemeinschaft sind im Camp das Leben. 

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"Wir leben wie Soldaten. Warum ich das sage? Wir machen alle gemeinsam die anfallende Arbeit. Wenn der Koch nicht da ist, kochen wir selbst. Natürlich darf das Training darunter nicht leiden. Wenn du dran bist, musst du dich eben beeilen." 

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"Regel Nummer 1: Alle Sportler sind gleich. Es geht nicht darum, ob du Gewinner oder Verlierer warst, ob du ein alter Hase oder neu dabei bist. Wir sind alle gleich." 

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