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Videobeweis für einen faireren Schwingsport?

20 Minuten-Logo 20 Minuten 15.05.2019

Böse Zungen behauten, beim Emmentalischen Schwingfest in Zäziwil hätte ein lokaler Schwinger Heimvorteil gehabt. Ein Seeländer verpasste deswegen gar seinen zweiten Kranz.

Der Schwingsport und seine Bösen sind bekannt für Fairness und Kollegialität – «wir wollen sauberen und fairen Sport und verurteilen jedes unerlaubte Hilfsmittel zur persönlichen Leistungssteigerung», steht so auch im Leitbild des Eidgenössischen Schwingverbands.

Jetzt gibt aber der 6. Gang des Emmentalischen Schwingfest in Zäziwil vom vergangenen Wochenende zu reden. Dieser hätte nicht ganz dem gängigen Sportgeist des Schweizer Traditionssports entsprochen, melden Insider dem «Bieler Tagblatt».

Onkel soll geschummelt haben

Doch was ist passiert? Burger Matthias (17) und der Einheimische Gasser Dominik (16) trafen im Sägemehl aufeinander. Für die zwei jungen Schwinger ging es bei diesem Gang um viel; beide hatten die Möglichkeit auf einen Kranz. Dann, plötzlich, als der auswärtige Seeländer überrollte, wurde der Kampf abrupt für entschieden erklärt – ein Tischrichter kürte den Emmentaler Schwinger von seinem Platz aus zum Sieger. Dies, obwohl der gegnerische Böse aus dem Seeland wohl nicht wirklich auf dem Rücken gelegen hatte.

Dieser Fehlentscheid soll laut Insidern kein Zufall gewesen sein. «Am Pult sass nämlich ein Verwandter des Emmentaler Schwingers: der Onkel», heisst es so in der Zeitung. Der Neffe habe also wohl vom Heimbonus profitiert und somit seinen ersten Kranz geschwungen. Dies zum Nachteil des 17-jährigen Seeländers, der mit Platz 10 kranzlos ausging.

Videobeweis im Kampf der Bösen

Im Bieler Tagblatt wird jetzt die Frage gestellt: Braucht es nun auch im Schwingen einen Videobeweis? 20 Minuten hat diverse involvierte Personen kontaktiert – und hat unisono dieselbe Antwort erhalten: «Videobeweis? Ja nicht!»

Fehlentscheide könne es geben, heisst es gar bei der Familie des benachteiligten Schwingers. «Ob fair oder nicht, es geht weiter», sagt dessen Vater Bernhard Burger. Glück und Pech lägen beim Schwingsport eng beieinander – «beim nächsten Mal wird das Glück dann vielleicht auf der Seite meines Sohns liegen.» Auch der Präsident des Seeländischen Schwingerverbands meint ganz rittelrich: «Fehlentscheide können passieren; Viedobeweise wollen wir dennoch nicht.»

(20M)

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