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«Die Fans sollen mein wirkliches Ich sehen»

20 Minuten-Logo 20 Minuten vor 6 Tagen
INDIAN WELLS, CA - MARCH 19: Roger Federer of Switzerland gestures to his family as he celebrates after defeating Stanislas Wawrinka of Switzerland in the mens final during day fourteen of the BNP Paribas Open at Indian Wells Tennis Garden on March 19, 2017 in Indian Wells, California. Kevork Djansezian/Getty Images/AFP== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==: INDIAN WELLS, CA - MARCH 19: Roger Federer of Switzerland gestures to his family as he celebrates after defeating Stanislas Wawrinka of Switzerland in the mens final during day fourteen of the BNP Paribas Open at Indian Wells Tennis Garden on March 19, 2017 in Indian Wells, California. Kevork Djansezian/Getty Images/AFP == FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY == © Kevork Djansezian INDIAN WELLS, CA - MARCH 19: Roger Federer of Switzerland gestures to his family as he celebrates after defeating Stanislas Wawrinka of Switzerland in the mens final during day fourteen of the BNP Paribas Open at Indian Wells Tennis Garden on March 19, 2017 in Indian Wells, California. Kevork Djansezian/Getty Images/AFP == FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

Roger Federer hat im laufenden Jahr das Australian Open gewonnen und am Sonntag auch Indian Wells. Darum ist der 35-Jährige in der ATP-Weltrangliste bereits wieder die Nummer 6. Der Baselbieter verbesserte sich nach seinem fünften Triumph in der kalifornischen Wüste um vier Positionen und liegt mit 4305 Punkten nur noch 425 Punkte hinter dem viertklassierten Japaner Kei Nishikori.

In diesem Jahr hat Federer beinahe doppelt so viele Punkte gewonnen wie seine Konkurrenten. So holte er 1410 Punkte mehr als der in dieser Wertung zweitplatzierte Spanier Rafael Nadal. Stan Wawrinka zementierte mit seinem Finaleinzug in Indian Wells den 3. Platz in der Weltrangliste. Mit 5705 Punkten liegt der Romand aber immer noch deutlich hinter dem Schotten Andy Murray (12'005) und dem «kriselnden» Serben Novak Djokovic (8915), die beide am nun folgenden Masters-1000-Turnier in Miami verletzungshalber nicht am Start sind.

Die Ziele haben sich geändert

Federer ist seinem persönlichen Fahrplan weit voraus: «Eigentlich bin ich davon ausgegangen, in Indian Wells immer noch Terrain aufholen zu müssen. Dass ich jetzt schon wieder zwei grosse Turniere gewinnen konnte, ist auch für mich ein Traum, der wahr wurde.» Nun bleibe ihm nur noch zu hoffen, dass es so weitergehe. «Dass ich derart frisch bleibe und auch an den nächsten Turnieren weiter so auftrumpfen kann.» Als Erstes steht Miami auf dem Plan, was danach kommt, entscheidet der Maestro, wenn das Turnier vorbei ist.

Im Dezember 2016, als sich Federer mitten in der Vorbereitung für die neue Saison befand, besprach er sich mit seinem Staff, was seine Ranking-Ziele für 2017 sein sollten. Man einigte sich darauf, wieder in den Top 8 zu stehen – nach Wimbledon. «Wenn ich in Australien früh gescheitert wäre, wäre ich aus den Top 35 geflogen», sagte Federer. Nun ist er bereits wieder die 6 und schaut nach vorne: «Die Ziele haben sich nach diesem Traumstart klar geändert.»

Weiterer Grand-Slam-Titel ist nötig

Für Federer ist nun sogar die Position der Weltnummer 1 wieder ein Thema. Aber «da ich nicht mehr so viel spielen werde, muss ich wohl noch ein Grand-Slam-Turnier gewinnen, damit das passiert. Da ich bereits eines in der Tasche habe, denke ich, dass das möglich ist.» Nach kurzer Überlegung schiebt er nach: «Aber vielleicht reicht eines auch nicht, da die anderen ja auch wieder stark spielen und Turniere gewinnen werden.»

Er wäre zwar liebend gern nochmals die Nummer 1, aber in erster Linie wolle er gesund bleiben, die Turniere geniessen und versuchen, diese zu gewinnen, so Federer weiter. Das ist ihm bisher äusserst gut gelungen. Und 2017 muss er keinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen, kann also viele Punkte gutmachen. Nur in Wimbledon hat er einen Halbfinal zu verteidigen, danach kommt nichts mehr, da er im Juli 2016 die Saison abbrach. Gleichzeitig müssen Andy Murray und Novak Djokovic ab diesem Zeitpunkt eine Unmenge an Punkten verteidigen.

Lässt Federer Sand-Saison aus?

Insbesondere in Paris könnte Federer viele Punkte gutmachen, da er 2016 nicht antrat. Dass der Schweizer bis nach Wimbledon wieder die Nummer 1 werden wird, scheint jedoch mehr als unwahrscheinlich. Er müsste quasi jedes grössere Turnier bestreiten – und gewinnen. Gleichzeitig müsste Murray, der über 5600 Punkte bis und mit Wimbledon zu verteidigen hat, fast kein Bein mehr vors andere bringen.

Es ist aber auch das Szenario möglich, dass Federer die gesamte Sand-Saison auslässt. Da er in Monte Carlo und Rom nur einige mickrige Punkte zu verteidigen hat, könnte er sich auf Wimbledon und die Hardcourt-Turniere beschränken. Denn, wie er vor dem Final in Indian Wells meinte, «was ich nicht will, ist übertreiben, mich mit der Reiserei und vielen Turnieren müde machen». Er wolle niemandem einen Gefallen tun und einfach zu einem Turnier antreten, ohne wirklich Ambitionen zu haben. «Die Fans sollen mein wirkliches Ich zu sehen bekommen, einen Typen, der extrem begeistert ist, antreten zu können.» (hua/sda)

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