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«Wir können unsere Ehe nicht mehr retten»

Schweizer Illustrierte 18.08.2022 Urs Heller
Martina Hingis am Jubiläum von Wimbledon. © WireImage Martina Hingis am Jubiläum von Wimbledon.

Tennislegende Martina Hingis und der Zuger Arzt Harry Leemann gehen getrennte Wege. Dies bestätigt der Tennisstar gegenüber der Schweizer Illustrierten.

Martinas Familie? Mutter Melanie Molitor, ein Leben lang für ihre Tochter da, mit riesigem Herzen, kompromisslos. Stiefvater Mario Widmer, der berühmteste Sportreporter, den der «Blick» je hatte, in seinem zweiten Leben umsichtiger Betreuer und Berater von Martina. Seit wenigen Wochen Luxy, der vier Monate alte Border Collie. Und natürlich Everybody’s Darling, Lia, Martinas dreijährige Tochter. Ehemann Harry Leemann gehört nicht mehr zum engsten Kreis: Die beiden haben sich getrennt. Martina ist aus der riesigen Wohnung an Zugs nobelstem Hügel ausgezogen, hat vor wenigen Wochen eine luxuriöse Wohnung in Schindellegi SZ gekauft und packt gerade die Zügelkisten aus. Eine gute Adresse: Lias Oma Melanie wohnt gleich um die Ecke.

Glück im Spiel, Pech in der Liebe. Auf dem Tenniscourt klappte (fast) alles nach Wunsch: fünf Grand-Slam-Titel im Einzel, 13 Grand-Slam-Titel im Doppel, 209 Wochen lang die Nummer 1 der Weltrangliste (1997–2001), Olympiamedaillen, Aufnahme in die Hall of Fame in Newport in Rhode Island. Rückschläge gabs auch. Aber die guten Erinnerungen bleiben. Martina Hingis war der erste Weltstar des Schweizer Sports. Ehrgeizig, eigenwillig, brillant trainiert von ihrer Mutter.

Und die Liebe? Die zwei schönsten Momente in ihrem privaten Leben sind bekannt. Am 20. Juli 2018 heiratete sie im Grand Resort Bad Ragaz den Zuger Arzt Harry Leemann. Kennengelernt hatten sich die beiden 2016 in Luzern, «im Dienst». Martina spielte für die Schweiz im Fed Cup, Harry war der Mannschaftsarzt. Am 26. Februar 2019, punkt 7.33 Uhr, schien das Glück perfekt: Töchterchen Lia kam im Zuger Kantonsspital zur Welt, ist seither Dreh- und Angelpunkt in Martinas Leben. Die Nachricht von der Geburt verbreiteten die stolzen Eltern via Instagram: «And then we are three! Harry and I are so excited to welcome our baby girl Lia to the world», schrieb Martina und postete das erste Bild des Babys.

Ewigi Liebi? Die ist schwierig zu finden und schwierig zu halten. Martina und Harry schaffen es nicht. «Wir haben uns auseinandergelebt», sagt Martina, «wir haben unterschiedliche Ziele im Leben.» Die harten Corona-Monate und ein schwerer Sturz von Harry haben die Beziehung belastet. Martina jettete für ihren Sponsor Lux Hotels um die Welt: Tennisklinik für die Hotelgäste. Auch an diesem Wochenende steht so ein Termin: Tennis mit Martina Hingis und Freundin Timea Bacsinszky im Belle-Époque-Hotel Royal in Evian am Genfersee; im Doppel haben die beiden an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro sensationell und spektakulär die Silbermedaille gewonnen. Die Aufgaben sind klar verteilt, wie immer, wenn Martina für Sponsoren unterwegs ist: Die Tennisqueen macht ihren Job. Oma Melanie hütet die kleine Lia und Hund Luxy.

Trennungen sind schmerzhaft und kompliziert. Das war schon 2013 so, als sich Martina Hingis von ihrem ersten Ehemann, dem Pariser Springreiter Thibault Hutin, scheiden liess. Das ist auch diesmal nicht einfach. So hundert Prozent einvernehmlich lässt sich die Ehe nicht auflösen. Ein Zuger Richter bestimmt die Modalitäten der Kinderbetreuung. Jede Partei hat einen Anwalt mandatiert. Auch wenn Richter und Anwälte beschäftigt werden: Beide Partner sind an einer guten Lösung interessiert. Martina: «Harry ist und bleibt der Vater meiner Tochter. Wir können unsere Ehe nicht mehr retten. Das ist schade und traurig. Aber wir können die Verantwortung für Lia teilen und alles dafür tun, dass es ihr gut geht, und die beste Lösung für die Kleine suchen.» Dr. Harry Leemann mag sich nicht dazu äussern: «Dies ist eine private Sache, und es geht um den Schutz von Lia. Daher werde ich nichts dazu sagen», textete er auf Anfrage in einer Whatsapp-Nachricht.

Aktueller Beziehungsstatus: getrennt, nach den Vorgaben des sogenannten Eheschutzverfahrens. Scheidung frühestens in zwei Jahren.

 

Mehr Bilder zu Martina Hingis findet ihr in der aktuellen Ausgabe der Schweizer Illustrierten von heute Freitag.

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