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Weshalb Lara Guts Verletzung eine positive Überraschung war

Der Bund-Logo Der Bund 17.02.2017 Fabian Sangines
© Bereitgestellt von Der Bund

Frauen-Cheftrainer Hans Flatscher zieht ein WM-Fazit und verrät Guts erste Worte zu ihm nach ihrem Sturz.

Es war der unbestrittene Tiefpunkt einer sonst so erfolgreichen Ski-WM: Im Testlauf für den Slalom der alpinen Kombination knickte Lara Gut ein und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Vorbei die Saison für die Teamleaderin – die Weltmeisterschaft sowieso. Hans Flatscher erinnert sich mit einem Grausen an den Moment zurück: «Da nimmt es einen schon ganz schön.»

Der verheerende Moment: Lara Gut verletzt sich schwer. Video: Tamedia/SRF.

Weniger geschockt war der Cheftrainer des Frauenteams, als er die Diagnose hörte: «Sie hat mir sofort gesagt, dass das Knie kaputt sei.» Vielmehr war Flatscher erleichtert, dass es sich um eine berechenbare Verletzung handelt «und nicht Knorpelschaden oder sonst so schwierige Sachen».

Obwohl die Heim-WM für Gut früh vorbei war, sieht Flatscher von ihr einen massgeblichen Anteil am Erfolg der Schweizer, die mit drei Goldmedaillen, einmal Silber und zweimal Bronze nach wie vor den Medaillenspiegel anführen: «Es war wichtig, dass Lara gleich am Anfang Bronze geholt hat.» Der Doppelsieg bei der alpinen Kombination machte den Traumstart dann perfekt.

Kein besonderer Druck vor Heimpublikum

Auch der 48-Jährige hatte zwar nicht mit einem derartigen Exploit gerechnet, aber: «An Weltmeisterschaften im eigenen Land will man natürlich Medaillen holen. Vorne mitzufahren, reicht irgendwann nicht mehr.» Ein Minimalziel an Edelmetall hatte er im Vorfeld aber bewusst nicht herausgegeben.

Dass mit dem überraschend guten Resultat der Druck auf Olympia 2018 grösser wird, glaubt Flatscher nicht. Vielmehr streicht der Österreicher heraus, wie viele junge Fahrerinnen an ihrem ersten Grossanlass wichtige Erfahrungen sammeln konnten: «Solche Events, und besonders zu Hause, sind natürlich ein ganz anderer Druck als Weltcuprennen.» Rasch fügte er jedoch an, dass das zeitweise euphorisierte Heimpublikum vielmehr beflügelnd als hemmend wirkte.

Viel Grund zum Feiern also? Nicht für Flatscher: «Es geht ja schon bald weiter in Crans Montana. Deshalb bleibt zum Festen nicht so viel Zeit. Die meisten sind wohl ziemlich rasch im Auto und wollen schnell nach Hause.»

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