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Entertainment

Lana Del Rey: „Nennt mich nie nie nie nie nie wieder rassistisch“

Rolling Stone-Logo Rolling Stone 22.05.2020 Lisa Sycha

Nachdem Kritik an Lana Del Ray für ihre „Tendenz“ laut wurde, Missbrauch gegen Frauen in ihrer Musik zu verherrlichen, setzt die Sängerin nun zur Gegenwehr an – auch, nachdem ihr Rassismus vorgeworfen wurde

Lana Del Rey © Bereitgestellt von www.rollingstone.de Lana Del Rey

Nachdem Kritik an Lana Del Ray für ihre „Tendenz“ laut wurde, Missbrauch gegen Frauen in ihrer Musik zu verherrlichen, setzt die Sängerin nun zur Gegenwehr an – auch, nachdem ihr Rassismus vorgeworfen wurde

Als Lana Del Rey am Donnerstag auf ihrem Instagram-Account die Veröffentlichung ihres neuen Albums (05. September) ankündigte, nutzte die Sängerin die Gelegenheit, um sich gleichzeitig gegen kritische Stimmen zu äußern, die ihr immer wieder vorwerfen, Missbrauch und Gewalt gegen Frauen zu verherrlichen. Als der Popstar dabei Sängerinnen wie Beyonce, Nicki Minaj oder Ariana Grande ins Spiel brachte, löste dies eine weitere heftige Kritikwelle aus. Gegen diese setzte sich die Sängerin nun zur Wehr.

Del Rey wendete sich diese Woche in einem langen Brief an all jene Menschen, die ihr seit Jahren vorwerfen ein schlechtes Vorbild für weibliche Fans zu sein. „Ich habe es satt, dass weibliche Journalistinnen und Alternative-Sängerinnen behaupten, dass ich Missbrauch verherrliche, während ich in Wirklichkeit nur eine glamouröse Person bin, die über die Realität singt, die – wie wir jetzt alle sehen – weit verbreitete toxische Beziehungen auf der ganzen Welt miteinschließt.“, schrieb die 34-Jährige. Des weiteren erklärte Del Rey, dass sie nie etwas anderes versucht hätte, als in ihren Songs auf ehrliche und transparente Weise ihre vergangenen Liebesbeziehungen aufzuarbeiten: „Bei all den Themen, die Frauen endlich erkunden dürfen, möchte ich nur sagen, dass ich es erbärmlich finde, dass meine kleinen lyrischen Ausflüge in meine manchmal unterwürfige oder passive Rolle in Beziehungen die Leute sagen lässt, dass ich Frauen um Hunderte Jahre zurückversetzen würde.“ 

In diesem Zusammenhang nannte die Sängerin eine Reihe an Musikerinnen, deren Material ebenso als kontrovers gehandelt werden könnte. Diese würden damit aber stets große Erfolge feiern: „Jetzt, da Doja Cat, Ariana [Grande], Camila [Cabello], Cardi B, Kehlani, Nicki Minaj und Beyoncé alle mit Songs übers Sexy-sein, keine Kleidung tragen, Ficken und Betrügen auf Nummer eins gelandet sind – kann ich bitte wieder darüber singen, wie verwirklicht und schön man sich fühlen kann, wenn man verliebt ist, auch wenn die Beziehung nicht perfekt ist?“

„Nennt mich nie wieder rassistisch!“

Das Kommentar über ihre Kolleginnen brachte der Sängerin viel Kritik ein und führte dazu, dass ihr unter anderem rassistische Untertöne nachgesagt wurden, da es sich bei den genannten Künstlerinnen ausschließlich um WOC-Sängerinnen handelte. Del Rey wollte dies jedoch nicht auf sich sitzen lassen und veröffentlichte diesbezüglich ein Statement in ihrer Instagram-Story. In diesem hieß es: „Mann, es ist traurig, dass man es zu einem WOC-Thema („Women of Colour“) macht, wenn ich nichts anderes tue als über meine Lieblingssängerinnen zu sprechen. Ich hätte buchstäblich jeden nennen können, aber ich habe mir meine verdammten Lieblingssängerinnen ausgesucht. Und das ist das Problem mit der heutigen Gesellschaft: Nicht alles dreht sich um das, was man sich wünscht. Genau das ist der Sinn meines Posts – es gibt bestimmte Frauen, deren Stimmen von unserer Kultur verstummt werden, es muss dabei nicht unbedingt um Rasse gehen, ich weiß nicht, um was es dabei geht. Es interessiert mich auch nicht mehr, aber nennt mich nie nie nie nie nie wieder rassistisch, denn das ist ein Blödsinn.“

Lana Del Rey:

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A post shared by Lana Del Rey (@lanadelrey) on May 21, 2020 at 12:26am PDT

Artikel im Original lesen auf www.rollingstone.de

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