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GNTM-Siegerin Sara Nuru: „Meine Karriere kam mir nur noch belanglos vor“

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 11.07.2019 BUNTE.de Redaktion
GNTM-Siegerin Sara Nuru: „Meine Karriere kam mir nur noch belanglos vor“ © Andreas Rentz/Getty Images GNTM-Siegerin Sara Nuru: „Meine Karriere kam mir nur noch belanglos vor“

Die meisten kennen Sara Nuru (29) vermutlich aus dem Fernsehen. 2009 gewann die damals 19-Jährige die vierte Staffel „Germany’s next Topmodel“ und wurde, wie man so schön sagt, über Nacht berühmt. Tatsächlich markierte der Sieg in Heidi Klums Show den Beginn einer extrem erfolgreichen Karriere: Nuru arbeitete in London, Mailand und New York und lief bald für namhafte Designer wie Roberto Cavalli über den Laufsteg. Sie übernachtete in teuren Hotels, jettete um die Welt und war dennoch unglücklich.

Durch ihren Sieg in der Castingshow wurde nicht nur die breite Öffentlichkeit auf sie aufmerksam, sondern auch die Stiftung „Menschen für Menschen“, die mit Hilfsprojekten die Entwicklung in Äthiopien – Saras Heimatland – unterstützt. Noch während der Dreharbeiten zu GNTM wurde Nuru zur Botschafterin ernannt und reiste regelmäßig in das afrikanische Land, aus dem ihre Eltern in den 1980ern emigrierten. Was sie dort erlebte und sah, veränderte alles. Allen voran ihren Blick auf die Modewelt.

Im Video unten fragen wir uns: Hat das Model heimlich geheiratet?

„Was mache ich hier eigentlich?"

„Für europäische Verhältnisse hatte ich schon ein sehr privilegiertes Leben. Der Kontrast zum Leben in Äthiopien hätte krasser nicht sein können. Meine Karriere kam mir anschließend nur noch belanglos vor“, sagt die heute 29-Jährige rückblickend. Obwohl sie weiter als Model arbeitete, begann das Erlebte in ihr zu wirken. Den Schlüsselmoment hatte das Topmodel schließlich, als sie ein 1000 Euro teures, mit Blattgold verziertes Eis vor der Kamera eines Privatsenders testen sollte: „Da habe ich mich so geschämt und gefragt: Was mache ich hier eigentlich?“ Nuru kündigte ihre Model-Verträge und zog sich zurück.

Während ihrer mehrmonatigen Auszeit entschied sie sich schließlich, ein Unternehmen zu gründen: Gemeinsam mit Schwester Sali wollte sie fair gehandelten Kaffee aus ihrem Heimatland Äthiopien importieren und in Deutschland verkaufen. Mit dem Erlös sollten Frauen vor Ort dabei unterstützt werden, sich eine eigene Existenz aufzubauen. 

Die Nuru-Schwestern arbeiten dafür mit sogenannten Kooperativen zusammen, einer Art Gewerkschaften, die biologischen Kaffee anbauen und wo neben Männern auch Frauen an den Verhandlungstisch sitzen. 2016 gründeten sie ihr Unternehmen „nurucoffee“ und finanzieren seither Mikrokredite, Trainings und Schulungen für Frauen in Äthiopien. 

Im FOCUS-Podcast „Wer, wenn nicht wir?“ erzählt Nuru von ihrer Zeit bei GNTM, Kaffeezeremonien in ihrem Heimatland Äthiopien und vom schwierigen Start ihres Unternehmens.

Die aktuelle Episode gibt es ab sofort bei iTunes, Spotify, Deezer, YouTube und auf allen gängigen Podcast-Plattformen. Kostenlos, jederzeit abrufbar und an keine festgelegte Sendezeit gebunden. Exklusive Einblicke in die Produktion und spannende Infos zu unseren Visionären finden Sie außerdem bei Instagram und Facebook.

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