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Flüchtlingsrekord: So viele wie nie zuvor

Dass vier Millionen Venezolaner auf der Flucht sind, trägt nicht unwesentlich dazu bei, dass das Jahr 2018 die Rekordzahl von 70,8 Millionen Vertriebenen in der Welt aufweist. Das geht aus der Flüchtilingsstatistik hervor, die das UN-Flüchtlingshilfwerk UNHCR für 2018 vorgelegt hat. Gonzalo Vargas Llosa, UNHCR: "Wir haben im vergangenen Jahr nur sieben Prozent unserer Forderungen erfüllt bekommen, von EU-Ländern etwa. Die EU sollte auf alle Fälle ihre finanzielle Unterstützung für diese Länder aufstocken, das ist etwas, das ganz dringend nötig ist." Die meisten Menschen, die fliehen, kommen aus Syrien, Süd-Sudan und Afghanistan. Aber auch aus Myanmar und Somalia. Die Länder, die die meisten Flüchtlinge aufgenommen haben, sind Deutschland, die Türkei, Pakistan, Uganda und der Sudan. Auch viele andere westliche Länder neben Deutschland haben Flüchtlinge aufgenommen. Bei den European Development Days in Brüssel ging es um Strategien, wie die Aufnahmeländer besser mit den Flüchtlingsströmen fertig werden können. David Milliband, Vorsitzender des International Rescue Committees, sagte, statt die Meinung des Volkes zu manipulieren, sollten alle Länder einander unterstützen: "Wir haben mehr Flüchtlinge denn je. Die Welt hat keine Antwort auf die humanitäre Krise, kein System, damit umzugehen, und auch den Ländern zu helfen, die die Flüchtilinge aufnehmen. Jedes Land muss zusehen, wie es mit seinen Flüchtlingen zurecht kommt. Aber machen wir nicht die Flüchtlinge zum Sündenbock. Sie fliehen vor Krieg. Sie fliehen um ihr Leben. Lasst sie uns wirklich nicht zum Sündenbock machen." Die Zahl hat sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Mindestens ebenso alarmierend ist die Tatsache, dass es sich bei der Hälfte der Geflohenen um Kinder handelt. Von ihnen reisten mehr als 111.000 Minderjährige ohne die Begleitung Erwachsener. Sollte der Exodus aus Venezuela anhalten, könnten zwischen 2015 bis zum Jahresende fast 5 Millionen Menschen geflohen sein. Damit werden die Venezolaner zur zweitgrößten Gruppe von Flüchtlingen, gleich nach den Syrern.

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