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Kampf um die Amazonas-Wälder

In den Amazonas-Urwäldern in Brasilien brennt es. Einer brasilianischen Zeitung zufolge wurden bislang fast 73.000 Feuer gezählt, unter anderem in Naturschutzgebieten und Reservaten, in denen Ureinwohner leben. Marcelo Parintintin, Mitglied eines Stammes aus Humatia, sagt: „Ich bin 31 Jahre alt und mache mir Gedanken über die zukünftige Generation, unsere Kinder und Enkel. Heute gibt es geschützte Gebiete, doch in zehn bis 15 Jahren werden wir nicht mehr in der Lage sein, so zu leben wie wir es jetzt tun. Wir werden dann nicht mehr dieselbe Luft atmen. Wir machen uns große Sorgen“, so Parintintin. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro wirft Umweltverbänden vor, manche der Feuer entzündet zu haben, um der Regierung die Verantwortung zuzuschieben. Der Direktor der Umweltorganisation Proam wies die Aussage Bolsonaros zurück und sprach von einer abwegigen Behauptung. Bereits mehrfach kam es zu Protestkundgebungen der Urbevölkerung, die um ihren Lebensraum fürchtet. Bolsonaro will das Amazonas-Gebiet wirtschaftlich stärker nutzen und unter anderem Viehzüchtern, Sojabauern sowie dem Bergbau größere Flächen zur Verfügung stellen. Umweltschützer kritisieren das. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern spielen die Amazonas-Wälder für den Wasserhaushalt sowie durch ihre Kühlfunktion eine entscheidende Rolle - nicht nur für Brasilien und Südamerika, sondern die ganze Welt. Zudem ist das Gebiet Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, von denen Forschern zufolge noch längst nicht alle bekannt sind.
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