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Quim Torra erwägt erneute Volksbefragung

Quim Torra, Regionalpräsident von Katalonien, hat die Möglichkeit einer neuen Volksbefragung über eine Unabhängigkeit der Region ins Gespräch gebracht. Am Montag waren neun führende katalanische Separatisten wegen Aufruhr zu insgesamt 100 Jahren Haft verurteilt worden. Das schreckt Torra nicht ab. Er ließ anklingen, dass es noch in der laufenden Legislaturperiode eine abermalige Abstimmung geben könnte. Das wäre spätestens 2022. „Wenn man die Wahlurnen für die Selbstbestimmung aufstellt und dafür zu 100 Jahren Gefängnis verurteilt wird, ist die Antwort klar: Wir müssen die Wahlurnen für die Selbstbestimmung wieder aufstellen“, so Torra. Mit der Höchststrafe - nämlich 13 Jahren Haft - war in Madrid Oriol Junqueras belegt worden. Ein Parteikollege des Vorsitzenden der ERC sagte im Regionalparlament: Sergi Sabrià erläuterte: „Es ist jetzt nicht die Zeit, um Termine herauszugeben, sondern die Zeit, um an einer Einigung zu arbeiten, hinter der 80 Prozent der katalanischen Bevölkerung steht. Es ist an der Zeit, mit den zahlreichen Parteien eine Einigung zu finden.“ Quim Torras Vorstoß wird auch in Kreisen der Unabhängigkeitsbefürworter mitunter als Starrköpfigkeit eingestuft. Er bezeichnete die Urteile gegen die Separatisten als „große Farce“. Dass es anschließend zu gewalttätigen Ausschreitungen in Katalonien kam, verurteilte Torra ausdrücklich.
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