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Luxus-Sport-Limousine mit 700 km Reichweite - Elektroauto Fisker E-Motion (2017)

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 13.07.2017 Holger Wittich, Andreas Of
Fisker E-Motion: Der Fisker E-Motion setzt auf weit in die Fahrzeugecken gesetzte Räder, das soll Platz im Innenraum schaffen. Fisker verspricht Platz wie in einem BMW 7er. Luxus-Sport-Limousine mit 700 km Reichweite - Elektroauto Fisker E-Motion (2017)

Henrik Fisker will 2017 mit dem E-Motion ein Elektroauto mit 700 Kilometern Reichweite auf den Markt bringen. Fisker setzt dabei auf revolutionäre Batterietechnik.

Mit Hilfe neuer Batterietechnologie will Fisker erneut die Etablierten herausfordern: Nach dem Karma, der 2012 als luxuriöses Elektroauto mit Range Extender kam, will der Designer diesmal ein reines Elektroauto bauen. Es soll die größte Reichweite aller serienmäßig hergestellten Elektroautos übertreffen. Fisker verspricht über 700 km.

Neue, leistungsfähigere Akkutechnik

Für die patentierte Batterietechnik haben die Kalifornier extra Fisker Nanotech gegründet. Als Partner ist LG Chem mit an Bord. Die neue, aus 21.700 Zellen bestehende Batterie soll mehr Reichweite bieten und länger halten als andere bisher bekannte Batterien. Viele Details dazu gab die Firma noch nicht bekannt, spricht jedoch von einer neuen chemischen Zusammensetzung, die Leistung erhöhen und den Raumbedarf senken soll. Bei den neuen Energiespeichern soll es sich um aus Graphen gefertigten Superkondensatoren handeln. Der Stoff gilt als 300 Mal stärker als Stahl und soll Hitze und Energie stärker ableiten. Das größte Hindernis bislang waren die Produktionskosten für mit Graphen hergestellten Akkus. Fisker soll hier eine Lösung gefunden haben. Zudem soll die ultradünne Batterie mehr Platz im Innenraum schaffen. Als weitere Energiequelle wird der E-Motion Solarzellen auf dem Dach tragen. Den notwendigen Strom für rund 200 km Reichweite soll der Fisker in nur 9 Minuten laden können.

Neuer Fisker mit Flügeltüren

Mit dem Bau des eigenen Luxus-Elektroautos kündigt Henrik Fisker auch an, ein erschwingliches Elektroauto für den Massenmarkt zu entwickeln, das weniger kostet als die Konkurrenz und eine größere elektrische Reichweite bietet.

Der sportlich gezeichnete Fisker E-Motion, der überwiegend aus Aluminium und Carbon gefertigt wird, verfügt über gegenläufig nach oben öffnende Portale. Die Räder sind weit in die Ecken gerückt, das schafft Platz im Innenraum. Fisker verspricht Platzverhältnisse wie in einemBMW 7er. Auch eine Höchstgeschwindigkeit nennt Fisker bereits: 260 km/h. Eine extrem flache Front mit LED-Scheinwerfern soll die Aerodynamik optimieren. Am Heck zeigen sich schmale Leuchten und eine flache große Heckklappe. Kamera- und Radarsysteme sollen den Fisker fit auf autonomes Fahren machen. Ein erster Prototyp soll im Mitte 2017 gezeigt werden. Dann sollte auch der Innenraum zu sehen sein. Schon jetzt verspricht Fisker, dass auf allen Plätzen Monitore samt Steuerinterfaces für die Passagiere zur Verfügung stehen – natürlich soll auch der Komfort einen hohen Stellenwert haben. Das Glasdach und die Fenster lassen sich elektrochromatisch verdunkeln. Hightech auch beim Raderwerk: der E-Motion wird auf Aluminium-Carbon-Verbundrädern von Dymag rollen. Das Serienmodell ist für August 2017 angekündigt. Die Premiere dürfte auf der Monterey Car Week stattfinden. Vorbestellt werden kann der Fisker E-Motion aber bereits ab dem 31. Juni 2017. Die Preise starten ab 129.900 Dollar und inkludieren eine ultragroßes Batteriepaket.

Bauchlandung mit Fisker Karma

Henrik Fisker, der Chef von Fisker Inc. hatte nach seiner Tätigkeit als Designer für BMW und Aston Martin 2007 (Die Fisker-Design-Schau sehen Sie in der Fotoshow) seine eigene Autofirma gegründet. Zunächst verdiente er Geld mit Umbauten von Serienautos, um dann 2011 sein eigenes Auto zu launchen: Der Karma fährt elektrisch und hat einen Vierzylinder-Benziner als Reichweitenverlängerer an Bord.

Der Karma gewann zahlreiche Preise, kam aber auf dem Markt nie in Fahrt: Statt der angekündigten 15.000 Autos pro Jahr verließen nur 2.000 Stück die Produktionshallen. Nach zwei Rückrufen ging der Batteriehersteller A123 pleite, Fisker folgte im November 2013 in die Insolvenz.

Im Februar 2014 kaufte die chinesische Wanxiang Group die Firma, aber nicht die Marke Fisker. Mit der neuen Firma und dem neuen Elektroauto will Fisker noch einmal durchstarten.

Der Karma an sich ist als Karma Revero mittlerweile erneut durchgestartet.

Fisker und Apple

Ein Fisker E-Motion vor der Konzernzentrale des Elektronikkonzerns Apple in Cupertino in Kalifornien. Bilder vom Besuch bei Apple lieferte uns ein aufmerksamer Beobachter. Was sich aber hinter dem Fisker auf dem Parkplatz verbirgt? Oder ob sich überhaupt was daraus ableiten lässt ist ungewiss?

Klar ist, Apple hat erst vor Kurzem offiziell bestätigt, man arbeite zwar nicht an einem eigenen Auto, entwickle aber Software und Komplettsysteme für autonom fahrende Autos. Ob Fisker irgendwie bei Apple mit im Boot ist??????

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