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Neuer Audi A8: Noch länger, noch autonomer

AutoNEWS-Logo AutoNEWS 11.07.2017

Ingolstadt, 11. Juli 2017 - Endlich ist es soweit: Audi zeigt seine Luxus-Salami in voller Pracht. Über Wochen hatte die Marke mit teils sehr dünnen Info-Scheiben den neuen A8 angekündigt. Jetzt gibt es endlich die offiziellen Bilder und alle Details des künftigen Audi-Flaggschiffs.

Ordentlich zugelegt
Was lässt sich zum Design des neuen A8 sagen? Nun, er wirkt elegant, aber auch nicht sonderlich innovativ. Anders formuliert: Die wahren Revolutionen spielen sich unter dem Blech ab. Dazu später mehr. Werfen wir zunächst einen Blick auf die Abmessungen. Der A8 ist nämlich auch deshalb so elegant geworden, weil er kräftig zugelegt hat. Die Normalversion ist jetzt 5,17 Meter lang, ein Plus von fast vier Zentimeter gegenüber dem Vorgänger. Gleiches gilt für die gestreckte Version, die es nun auf 5,30 Meter bringt. In der Höhe wächst der A8 auf 1,47 Meter (1,49 Meter beim A8 L). Der Radstand legt nur minimal zu: 3,00 Meter respektive 3,13 Meter sind hier die Werte. Ganz leicht gesunken ist die Breite auf künftig 1,94 Meter.

Fußmassage gefällig?
Besonders in der L-Version des neuen Audi A8 soll es sich fürstlich logieren lassen. Hier gibt es optional einen Ruhesitz im Fond, dessen Passagier sich seine Fußsohlen am Rücken der Beifahrerlehne in mehreren Stufen wärmen und massieren lassen kann. Zudem gibt es im Fond eine Smartphone-ähnliche Bedieneinheit, um damit alle wichtigen Komfortfunktionen zu steuern.

Das klassische MMI hat ausgedient
Kommen wir zu den tatsächlich revolutionären Neuheiten im A8: Hierzu zählt das Bedienkonzept. Die bekannten Dreh-/Drücksteller haben ausgedient, das Armaturenbrett bleibt weitestgehend frei von Tasten und Schaltern. Auf einem großen 10,1-Zoll-Display in der Mitte steuert der Fahrer das Infotainment per Fingerdruck. Auf dem Mitteltunnel befindet sich ein zweites Touchdisplay zur Steuerung der Klimatisierung und diverser Komfortfunktionen. Wird eine Funktion ausgelöst, gibt es einen Klick zur Bestätigung. Wer lieber per Sprache seine Kommandos erteilt: Audi betont die "natürliche Sprachbedienung".

Endlich unverhüllt: Der neue Audi A8 Neuer Audi A8: Noch länger, noch autonomer

Dieser Audi fährt von selbst
Auch die zweite Revolution im neuen A8 hat viel mit Komfort zu tun: Laut Audi wurde der A8 als erstes Serienauto der Welt speziell für hochautomatisiertes Fahren des Level 3 entwickelt. So übernimmt der "AI Staupilot" per Tastendruck auf Autobahnen und Bundesstraßen mit baulicher Trennung bis 60 km/h die Fahraufgabe. Der Fahrer kann sich je nach geltenden Landesvorschriften zum Beispiel dem Bordfernsehen widmen. Eine kleine Kamera im Cockpit erkennt, ob der Fahrer müde wird oder einschläft. Der Wagen kümmert sich um Anfahren, Beschleunigen, Lenken und Bremsen. Dafür nutzt Audi als erster Autohersteller einen Laserscanner. Unter dem Label "AI" gibt es überdies die Möglichkeit, dass der A8 unter Überwachung des Fahrers, der eine App nutzt, selbsttätig in eine Parklücke oder Garage steuert. Dabei muss der Fahrer nicht im Auto sitzen. Nach Beendigung des Manövers legt das System die P-Stufe der stets serienmäßigen Achtgang-Automatik ein und macht den Wagen aus.

Schlaues Fahrwerk
Selbst beim Fahrwerk gibt es neben der Dynamik-Allradlenkung (hier lenken die Hinterräder leicht mit) und dem Sportdifferenzial auch eine AI-Option. Beim AI-Aktivfahrwerk handelt es sich um ein System, bei dem jedes Rad separat über elektrische Aktoren nach oben gezogen oder nach unten gedrückt wird. So soll das Fahrverhalten eine breite Spreizung bieten. Die Energie dafür stammt aus einem 48-Volt-Bordnetz, das bei allen A8 serienmäßig ist. Inklusive ist auch stets ein Allradantrieb.

Motoren: Sechszylinder bis W12
Was gibt es unter der Motorhaube zu vermelden? Zum Europastart im Spätherbst 2017 gibt es zunächst zwei Sechszylinder. Der 3.0 TDI bietet 340 PS und 600 Newtonmeter maximales Drehmoment, der 3.0 TFSI punktet mit 500 Newtonmetern und 286 PS. 2018 folgen Achtzylinder mit jeweils vier Liter Hubraum und doppelter Aufladung. Der Diesel kommt auf 435 PS, während Audi beim 460 PS starken Benziner auf Zylinderabschaltung setzt. Bei verhaltener Fahrweise wird der 4.0 TFSI zum Vierzylinder. Nur in der Langversion wird es ebenfalls ab 2018 den W12 mit 585 PS und 800 Newtonmeter Drehmoment geben. Dieser besonders in China beliebte Motor weist sechs Liter Hubraum und wie die Vierliter-V8 eine Zylinderabschaltung auf. Allen Aggregaten gemeinsam ist Mild-Hybrid-Technik. Sie ermöglicht das Segeln mit ausgeschaltetem Motor samt komfortablem Wiederstart. Die Rekuperationsleistung liegt bei bis zu 12 Kilowatt.

Plug-in-Premiere
Erstmals wird es im Audi A8 aber auch einen Plug-in-Hybrid geben. Der A8 L e-tron quattro soll Mitte 2018 auf den Markt kommen. Hier kombiniert Audi einen Dreiliter-Benziner mit einer E-Maschine zu 449 PS Systemleistung und 700 Newtonmeter Systemdrehmoment. In 4,9 Sekunden geht es auf Tempo 100, bei 250 km/h wird abgeriegelt. Die Lithium-Ionen-Batterie im Kofferraumboden speichert 14,1 Kilowattstunden Energie und ist als flacher Block aus 104 Zellen aufgebaut. Rein elektrisch soll der a8 L e-tron quattro rund 50 Kilometer zurücklegen können, möglich ist das Fahren mit Strom bis 135 km/h.

Der Preis des Luxus
Wie liegen die Preise für die neue Feinkost aus dem Hause Audi? Bei 90.600 Euro geht es los, die Langversion ist 3.500 Euro teurer. Derzeit startet der A8 bei 84.000 Euro für den 3.0 TDI, der aber 26 PS schwächer ist als sein Nachfolger.

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