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Trackdays - Nervenkitzel auf der Rennstrecke

Michelin-LogoMichelin 10.08.2017
© Gareth Herincx

Es gibt eine wachsende Schar von Auto-Enthusiasten, die ihre Fahrzeuge und ihr fahrerisches Können ans Limit bringen wollen, ohne sich dabei über die Risiken im Verkehr sorgen zu müssen. Auf der abgesicherten Rennstrecke kann man so richtig Vollgas geben und ordentlich Gummi auf dem Asphalt lassen. Gleichzeitig baut man sein Fahrgeschick unter Motorsportbedingungen aus.

Die Rennstrecke von Castle Combe im Südwesten Englands ist eine von vielen, die sogenannte Trackdays, Touristen- oder Publikumsfahrten anbieten, an denen man sein eigenes Fahrzeug mitbringen und damit ein Rennstreckentraining absolvieren kann.

Bei einem der jüngsten Trackdays in Castle Combe war mal wieder volles Haus – 80 Autos waren insgesamt auf der Strecke.Was das Auto betrifft, solange es vier Räder hat, fahrbereit ist und die Lärmschutzvorschriften einhält, wird man dort ganz herzlich empfangen.

Was sofort klar wird, ist die schiere Vielfalt an Autos und Fahrerlebnissen, die dort angeboten wird. Bei den Autos gibt es alles Mögliche zu sehen, von einem neuen, vollkommen standardmäßigem Mazda MX-5 bis hin zu einem halben Dutzend Ariel Atoms, die speziell für solche Trackdays gebaut wurden. Auch im Fahrerfeld herrscht eine bunte Mischung von kompletten Anfängern bis hin zu voll qualifizierten Rennpiloten.

Der Gentleman-Pilot

© Gareth Herincx

Phil Carter, 52, hat einen seltenen 1957er Jaguar Mark 1 mit 4,4-Liter-Motor mit zur Strecke gebracht, einer der schnellsten Autos seiner Zeit. Er hat diesen Jaguar vor einem Jahr erworben, und das war sein erster Trackday. Carter möchte bei historischen Rennen mitmachen. 

„Es ist echt spannend da draußen auf der Piste, aber es ist auch ziemlich voll. Einige der Fahrer sind super langsam und es gibt eine Menge Regeln zu beachten. Es war deshalb eher ein Testtag für uns", erklärt Carter, der eine Restaurierungsgarage für Oldtimer betreibt.

„Ich würde niemals einen Standard-Pkw zu einem solchen Trackday mitbringen. Das Mindeste, was so ein Wagen braucht, sind Arbeiten an der Radaufhängung. Man kann sich für ein solches Renntraining aber auch eine billige Aufhängung einfach kaufen."

Vater und Sohn

© Gareth Herincx

Jon Churchill, 35, und sein Vater Ken, 69, sind mit ihrem Westfield Seight, ausgestattet mit einem 3,5-Liter-V8-Motor, gekommen. Ken Churchill war früher GT-Rennfahrer, aber für seinen Sohn Jon war es erst der zweite Trackday.

Seitdem sie den Westfield besitzen, haben sie einen Überrollkäfig eingebaut und seine Leistung um 70 PS gesteigert.

„Ich habe zunächst befürchtet, dass wir hier auf einen Haufen junger Heißsporne treffen würden... aber die meisten sind vernünftig und halten sich an die Regeln", sagt Jon. „Das, was mich bei den Trackdays wirklich überrascht hat, ist, dass sie auch eine großartige Gelegenheit bieten, andere Auto-Enthusiasten zu treffen."

Und sein Vater Ken fügt hinzu: „Ich gehe vor allem auf die Piste, um meinen Spaß dabei zu haben. Jon dagegen ist ein wenig mehr am Rennen und der Herausforderung interessiert. Man sollte dabei niemals vergessen, dass man sich beim Fahren immer innerhalb seiner Grenzen hält, weil man am Ende des Tages sein Auto gern wieder ganz nach Hause fahren möchte."

Eine gemeinsame Leidenschaft

© Gareth Herincx

Andrew Reynolds, 28, und seine Freundin Sarah Howell, 21, sind ein gewisses Risiko eingegangen, als sie vor einem Jahr ihren 1994er Toyota Celica für nur 600 Euro gekauft haben. Der Wagen war damals nicht in fahrbereitem Zustand, aber es stellte sich schnell heraus, dass er nur eine neue Kupplung brauchte und für beide war Castle Combe der erste Ausflug mit dem Wagen.

Howell war bisher nur einmal bei einem Trackday, aber Reynolds nimmt seit sieben Jahren regelmäßig teil.

„Für das Geld, das wir für das Auto ausgegeben haben, könnte ich nicht glücklicher sein. Nicht viele Autos sind heute an mir vorbeigezogen und er lief wirklich sehr gut", sagte Reynolds.

Die Lady-Pilotin

© Gareth Herincx

Howell war jedoch nicht die einzige schnelle Dame am Castle Combe. Hannah Gardin war bisher sechsmal bei den Trackdays, aber dieser war der erste in ihrem MINI.

Die 30 Jahre alte gelernte Mechanikerin hat den 160 PS starken Wagen vor nur einem halben Jahr gekauft. „Für mich sind die Trackdays eine einzigartige Gelegenheit, mein Vertrauen vor einem Rennen aufzubauen." erklärt Gardin, die vorhat, an der Track Day Trophy, einer Anfänger-Rennserie, teilzunehmen.

„Ich will es auf jeden Fall probieren, auch wenn es zu Beginn ein wenig einschüchternd wirkt, nicht nur wegen der Männer, aber auch wegen der schnelleren Autos."

Der Budget-Rennwagen

© Gareth Herincx

Daniel O'Keefe, 30, der ein Auto fuhr, das man nicht unbedingt auf der Rennstrecke erwarten würde, bot ein spektakuläresBild.

Nachdem er seinen für die Straße zugelassenen Suzuki Ignis Sport gekauft hatte, hat er ihn, um Gewicht zu sparen, von allem Unnötigen befreit und mit Sportsitzen ausgestattet.

„Ich wollte etwas Leichtes mit Frontantrieb und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis", erklärt O' Keefe, von Beruf Schweißer, der seit sechs Jahren die Trackdays besucht.

„Der Wagen ist wie ein alter Mini, aber zuverlässig. Es macht einen Heidenspaß, mit einem 900-Euro-Auto an Leuten in einem Porsche vorbeizuziehen. Trackdays sind ideal, um die Grenzen des Autos auszureizen, und wenn man etwas falsch macht, gibt es eine Menge Auslauffläche."



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