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Was man auf den Straßen von morgen vorfinden könnte

Michelin-LogoMichelin 22.08.2017
© Michelin

Manchmal bedarf es nur eines einzigen Genies mit einer Vision und genügend finanzielle Unterstützung, um die Spielregeln in der Automobilbranche zu verändern. Man braucht dabei nur an Elon Musk zu denken, dem Gründer des Elektroauto-Pioniers Tesla...

In den meisten Fällen ist es jedoch nötig, dass kluge Köpfe zum Austausch von Ideen und Plänen für die Zukunft zusammenkommen können.

Deshalb hat Michelin vor kurzem im kanadischen Montreal ein dreitägiges Symposium unter dem Titel „Movin'On“ durchgeführt – das weltweit größte Event dieser Art, das sich mit der Lösung der wichtigsten Herausforderungen der Gesellschaft im Bereich der Mobilität befasst.

Hier trafen sich Experten, Visionäre, Regierungen und gemeinnützige Organisationen aus allen Bereichen des Verkehrsspektrums (Land, Wasser und Luft), um an einer Reihe von Innovationsworkshops und Arbeitsgruppensitzungen zum Thema Herausforderungen der Mobilität vor dem Hintergrund der wachsenden städtischen Ballungsräume teilzunehmen.

Blick in die Zukunft

Michelin nutzte die Veranstaltung dazu, seinen neuen Konzeptreifen mit dem Namen „Vision“ vorzustellen. Luftleer und aus recycelten, biologisch abbaubaren Materialien gefertigt, muss er nicht wie ein üblicher Reifenaufgepumpt werden und verkörpert Michelins Vorstellung einer nachhaltigen Mobilität der Zukunft.

© Michelin

Der moderne Reifen ist, ähnlich einer Korallenstruktur, steif in der Mitte und wird nach außen hin immer weicher.

Michelin hat den „Vision“ so entworfen, dass er über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs hält und begründet seine Haltbarkeit mit der gewählten Wabenstruktur, auf der der Reifen basiert. Die Lauffläche soll indes per 3D-Druck erneuerbar sein. Das bedeutet, dass bei Abnutzung der Lauffläche oder bei Änderung der Straßen- oder Wetterverhältnisse der Nachdruck der benötigten Lauffläche eine „Frage von wenigen Minuten“ ist.

Fahrzeuge der Zukunft

Neben einem Tesla Model S und einem Model X, die mit fortschrittlicher Soft- und Hardware zum autonomen Fahren auf Level 3 und 4 ausgestattet waren, gab es auch andere Fahrzeuge zu bestaunen, welche einen Blick in die Zukunft des Automobils ermöglichen.

Eines davon war der Green GT H2, der weltweit erste wasserstoffbetriebene Elektro-Rennwagen, der seinen Strom beim Fahren selbst produziert und als Abgas nur Wasserdampf in die Atmosphäre freisetzt.

© Michelin

Am 16. Juni 2017 absolvierte der Ex-Formel-1-Fahrer Olivier Panis in Le Mans während einer Pause im offiziellen Qualifying des 24-Stunden-Rennens eine Rennrunde in einem Green GT H2. Dabei fuhr zum ersten Mal ein Auto mit einem wasserstoffbasierten Antriebssystem auf einer Rennstrecke.

„Wenn man sich Michelins Engagement im Bereich der Mobilität vor Augen führt, ist es konsequent, dass wir Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft und daher den Green GT unterstützen, der nicht nur einfach ein Rennwagen ist, sondern auch ein Hochleistungslabor", sagte Valérie Bouillon-Delporte, Leiter der strategischen Wasserstoffinitiative des Unternehmens, im Rahmen des Events.

Green GT und Michelin arbeiten ebenfalls an der Entwicklung eines anderen Supersportwagens für die Rennstrecke zusammen. Der H2 Speed ist ein von Pininfarina entworfener Prototyp.

© Michelin

DevBot, das Entwicklungsfahrzeug für Roborace, der weltweit ersten Rennserie für vollständig fahrerlose Elektrofahrzeuge, welche die Formel E unterstützt, war ebenfalls zu sehen.

Die Bedeutung des DevBots liegt darin, dass er den beteiligten Teams ermöglichen soll, ihre Software zu entwickeln und mit der Hardware zu experimentieren, die für ihren „Robocar-Rennwagen“ zum Einsatz kommt.

Im Gegensatz zum Robocar hat der DevBot eine Kabine und kann von einem Menschen oder einem Computer gesteuert werden, damit die Teams über die gelieferten umfassenden Echtzeitdaten hinaus ganz genau verstehen lernen, wie das Auto „denkt“ und wie es sich auf der Rennstrecke verhält.

Weitere unkonventionelle Fahrzeuge, die einen Teil unserer Automobile der Zukunftrepräsentieren, waren ebenfalls Teil der Ausstellung.

So stellte zum Beispiel der Paketlieferungsriese UPS das UPS eBike vor, sein erstes dreirädriges Fahrzeug mit Elektromotor, das für effiziente und nachhaltige Auslieferungen im Stadtraum steht und flink durch enge Passagen navigieren und praktisch überall parken kann.

© Michelin

Die Delegierten des Movin'On-Events hatten darüber hinaus auch die Gelegenheit, den Easymile EZ10 Elektro-Shuttle auszuprobieren, ein autonomes Transportmittel, das bis zu 12 Passagiere mit einer Geschwindigkeit von bis zu 24 km/h befördern kann.

Für die Beförderung an der frischen Luft kommt hingegen eher das E-Bike „Cruise“ von BMW in Frage. Es handelt sich hierbei um ein E-Bike für Pendler, das von einem Elektromotor der Performance Line von Bosch angetrieben wird.

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Für eine etwas gemächlichere Fahrt steht das E-Drive-System von Michelin zur Verfügung, einer leichtgewichtigen Batterie- und Motorkonstruktion, die ein herkömmliches Fahrrad mit nur einem Pedaltritt in weniger als drei Sekunden in ein E-Bike und wieder zurück verwandeln kann.

Nachhaltige Mobilität

Mehr als 4.000 Delegierte aus 31 Ländern waren bei einer Reihe von dynamischen Foren bei Movin'On mit dabei. Dazu gehörte auch Michelins Diskussionsrunde im Rahmen der innovativen Demonstrationsplattform 360 Big Top, bei der ein Austausch mit prominenten Vertretern aus der Automobil- und Transportbranche wie Jean-Dominique Senard, Vorstandsvorsitzender von Michelin, Jean Todt, Präsident der Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) und dem Sondergesandten des UN-Generalsekretärs für Verkehrssicherheit stattfand.

„Nachhaltigkeitsanforderungen und die digitale Revolution haben eine neue Roadmap für alle Beteiligten am Mobilitätsprozess geschaffen", sagte Senard. „Die Michelin Gruppe nimmt seine Rolle bei der Gestaltung der Mobilität der Zukunft mit Begeisterung wahr.“

Rund 40 Startup-Firmen und 105 Partner, einschließlich Universitäten, Regierungsstellen und Forschungsinstitute waren Seite an Seite mit Michelin an der Organisation der Veranstaltung beteiligt80 Referenten, 48 Workshops und Master-Kurse sowie 21 mit fortschrittlicher Technologie ausgestattete Fahrzeuge für das Ride & Drive-Feature wurden gezählt.

Michelin hat angekündigt, dass Movin'On im Jahr 2018 nach Montreal zurückkehren wird.



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