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Full-Size-SUV in der 4. Generation - Lincoln Navigator 2018 in New York

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 12.04.2017 Holger Wittich
Lincoln Navigator 2018: Die Ford-Luxusmarke Lincoln zeigt auf der New York Auto Show die vierte Generation des Navigators. Full-Size-SUV in der 4. Generation - Lincoln Navigator 2018 in New York

Fords Premiummarke Lincoln hat den Full-Size-SUV Navigator seit 1997 im Programm. Zuletzt wurde das Modell in der dritten Generation 2007 und 2015 gefaceliftet. Jetzt präsentiert Lincoln die vierte Generation auf der New York Auto Show. Wir haben schon mal Platz genommen.

Lincoln Navigator mit 450-PS-V6

Noch vor einem Jahr hatte die Marke mit einem Flügeltürer-Conceptcar mit ausfahrbarer Showtreppe auf der New York Auto Show für Furore gesorgt. Nun gibt es das Serienmodell mit konventionellen Türen, ohne Treppe, dafür aber mit allem nur erdenklichen Komfort für die bis zu sieben Passagiere.

Doch zunächst zu den spärlichen technischen Daten. Dank Alu-Chassis bringt der neue Lincoln Navigator knapp 100 Kilo weniger auf die Waage als sein Vorgänger. Als Antrieb dient eine Twin-Turbo V6 mit 3,5 Litern Hubraum, der 450 PS über eine 10-Gang-Automatik auf die Räder leitet.

+++ Sitzprobe im Lincoln Navigator 2018 +++

In den USA war der Lincoln Navigator eigentlich der erste, der das Segment der großen Premium-SUV besetzt hat. Das geriet in den letzten Jahren in Vergessenheit. Inbegriff der Klasse war zuletzt der Cadillac Escalade. Vielleicht machte die Ford-Tochter drum so ein Gewesen um die 4. Generation. Letztes Jahr hat Lincoln auf mehreren Messen ein gleichnamiges Concept Car mit riesigen Flügeltüren gezeigt. Die haben es natürlich nicht in die Serie geschafft, aber vom schicken Interieur eine ganze Menge. Auch im Serienauto sind die im Ausstellungsfahrzeug blauen Ledersitze dick gepolstert und vielfältig elektrisch verstellbar und auf der Mittelkonsole thront ein üppiger, freistehender Touchscreen. Zwischen den Vordersitzen spannt sich eine Ablage mit Fächern und Bedienelementen, die gefühlt so groß ist wie Kickertisch. Unter einer Klappe warten eine Induktive Ladefläche und zwei USB-Anschlüsse auf Smartphones. Knöpfe und Regler glänzen ein wenig arg intensiv, machen aber einen ordentlichen Eindruck.

Über dem schrägstehenden Bedienpult für Klimaanlage und ein paar Audio-Funktionen sind Knöpfe für die Fahrstufen (P,R, N, D) der 10-Gang-Automatik fast versteckt.

Vorne Sitzen ist erwartungsgemäß bequem und bietet einen guten Überblick. Kein Wunder bei einem Auto, das die rund 5,3 Meter Länge des Vorgängers sicher nicht unterbieten wird. In Reihe 2 sitzt es sich ebenso fürstlich, zumal die jetzt konventionellen Türen des Serienautos auch hinten King-Size-Format haben.

Gar nicht mal so viel Platz

In Reihe drei hingegen gelangt man hingegen nur via Klappsitze, wobei auffällt, dass die Innenraumhöhe des Navigator gar nicht so fürstlich ist, wie es die üppigen Außenabmessungen vermuten lassen würden. Dementsprechend wird die Kopffreiheit schon für 1,85-Meter-Staturen knapp. Der Knieraum reicht, aber gefühlt ist im mehr als eine Klasse tiefer rangierenden VW Atlas mehr Platz. Das ist auch bitter weil der Navigator ein richtig schwerer Brocken ist: 100 Kilogramm leichter als der Vorgänger dürfte der Navigator immer noch 2,6 Tonnen wiegen. Die Gewichtsersparnis kommt von der Alu-Bauweise, denn der Navigator baut auf dem Rahmen des F150 auf. Der Atlas mit seinem Quermotor ist etwa eine halbe Tonne leichter.

Trotzdem kann es der Atlas auch beim Qualitätseindruck mit dem Navigator aufnehmen. Aber natürlich nicht beim Eindruck Schinden. Der Navigator ist wieder „King of Bling“, wie die Amerikaner sagen. Auf den vielen Chrom im Interieur stimmt er schon noch mehr außen ein. Allein der Kühlergrill ist eine einzige Glitzerorgie, während die Formgebung selbst eher geradlinig und sachlich bleibt.

Mehr Bling und eine mehr in barocker Pracht schwelgende äußere Form dürfte wohl die Serienversion eines japanischen Konkurrenten bieten, der beim Debüt des Seriennavigator auf der New York Autoshow passenderweise am Stand gegenüber noch als Concept Car lauert: Der Infiniti QX 80 protzt mit noch fetterem Chromgrill und rundlich ausgestellten Radhäusern.

Aber bis der in Serie geht, kann der Navigator verlorenes Terrain gut machen. Zu Preisen, die sicher nicht unter denen des Vorgängers (rund 62.000 Dollar) liegen. VW hat ja die Preise des Altas gerade bekannt gegeben: Gut 31.000 Dollar.

+++ Gerd Stegmaier +++

Komfort wird großgeschrieben im Navigator

In Sachen Komfort schreibt sich der neue Lincoln Navigator spezielle Verglasung für einen ruhigeren Innenraum, ein adaptives Lichtsystem, sechs USB-Ports sowie vier 12-Volt- und eine 110-Volt-Steckdose auf die Fahnen. Über den Schlüssel identifiziert der SUV den Fahrer und stellt Sitze, Spiegel, Klimaanlage und Entertainmentfunktionen ein.

Für Fahrer und Beifahrer gibt es elektrisch einstellbare Sitze mit Massage, Kühl- und Heiz-Funktion. Via Lenkrad oder Touchscreen kann der Fahrer dank Kommunikationssystem Sync3 sowie Apple Car-Play und Android Auto die Audio-, Telefon- und Navigationsfunktionen steuern. Das Cockpit mit dem 12 Zoll großen Instrumenten-Cluster kann der Fahrer individuell einstellen, optional ist ein Head-up-Display erhältlich. Außerdem gegen Aufpreis in der Liste: Ein Trailer-Assistent, ein Park-Assistent mit 360 Grad Kamera sowie ein adaptiver Tempomat.

Die Passagiere in der zweiten Reihe verfügen zudem über eine eigene Audio- und Klimaanlagensteuerung. Ein optionales Rear-Seat-Entertainmentsystem mit 10-Zoll-Bildschirmen an der Rückseite der Vordersitze erlaubt das Streamen von Android-Geräten, aber auch das Abspielen von Inhalten auf SD-Karten oder via Sync App-Link. Letzters erlaubt den Frontpassagiere die Inhalte zum Beispiel für die Kinder im Heck zu überwachen.

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