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BMW S 1000 RR (Modelljahr 2019)

MOTORRAD online-Logo MOTORRAD online 08.09.2018 Dervisevic, Dina, Kaschel, Stefan

Das chinesische Patentamt hat Bilder veröffentlicht, die ganz nach einer neuen BMW S 1000 RR aussehen. Wir gehen fest davon aus, das das Serienmodell dieses Jahr auf der INTERMOT und EICMA zu sehen sein wird.

Vor zehn Jahren startete die BMW S 1000 RR mit 190 PS in den Markt. 2012 gab's ein kleines Update und die seit 2015 aktuelle Version drückt 199 Pferdestärken. Nun steht die umfassend modellgepflegte Neue in den Startlöchern - pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum, das die bayerische Sportlerin 2019 feiern wird.

Nun wurden Patentamtszeichnungen veröffentlicht, die beim chinesischen Patentamt mit Februar 2018 datiert sind. Beim deutschen Patentamt war dies bereits im August 2017 der Fall.

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Untypischer Motorsound

Im Frühsommer letzten Jahres fuhr die 2019er BMW S 1000 RR dem MOTORRAD-Erlkönigjäger vor die Linse. Und zwar in einem Stadium, das nicht mehr weit von der Serienfertigung entfernt ist, wie jetzt die Patentbilder bestätigen. Der Sound des Erlkönigs – der Fotograf schwörte Stein und Bein – schien nicht der eines konventionellen Reihenvierers gewesen zu sein. Es ist aber immer noch einer und zwar in unverändertem Layout: vier Krümmer, die zu zwei Rohren zusammengeführt werden, bevor sie in einem münden. Aber die gesamte Abgasanlage mit zwei Kat-Patronen, einem flachen aber breiten Sammler und dem zierlichen Schalldämpfer ist komplett neu.

Der Kupplungszug wanderte auf die rechte Seite, alle Motordeckel sind neu. Der ganze Motor scheint kleiner und gedrungener. Wahrscheinlich wird der Hubraum damit auch bei der 2019er BMW S 1000 RR unter 1000 cm³ bleiben. Womöglich verzichtet BMW auf eine Ausgleichswelle. Sicher können wir uns zumindest in einer Sache sein: die Neue wird mit über 200 PS anrollen.

Fahrwerk und Ergonomie

Aber vor allem auch was das Fahrwerk und die Ergonomie angeht, sind umfangreiche Updates sicher. Offensichtlichstes Manko bei der noch aktuellen BMW S 1000 RR: das zu hohe Gewicht. 214 Kilogramm brachte sie inklusive Dynamik-Paket beim letzten Test auf die Waage. Das sind zehn bis 15 Kilogramm mehr als bei den meisten Konkurrentinnen. Der neuen hingegen sieht man an, dass ein niedriges Kampfgewicht oberste Supersportler-Pflicht ist. Das Ziel dürfte deutlich unter 200 Kilogramm liegen, und dazu blieb kaum eine Schraube auf ihrem Gewinde. Motor und Fahrwerk – es ist alles neu, die Federelemente und Bremsen sind Supersportler-Standard.

Der Rahmen scheint sich nach Ducati-Panigale-Vorbild aus zwei Alugussteilen zusammenzusetzen, die den Motor als tragendes Teil integrieren. Das ausgesprochen kurze Rahmenheck hingegen ist eine Gitterrohrkonstruktion, unter der sich auf der filigranen Felge ein mächtiger Metzeler Racetec K3-Reifen dreht – zumindest beim Erlkönig.

Vielleicht erinnert der BMW-Entwurf der Scheinwerferpartie ganz bewusst an die erste Yamaha R1 mit Crossplane-Konzept (2009). In jedem Fall wäre man mit dieser Technik in bester Gesellschaft, nachdem nun auch Erzrivale KTM in der MotoGP dem Vorbild der versammelten Konkurrenz gefolgt ist und auf diese ungleichförmige Zündfolge umgestellt hat. Aber MotoGP? Das ist derzeit nicht das Spielfeld von BMW ... Vielleicht ändert sich das ja mit der neuen S 1000 RR. Die Statur dazu hat sie.

Auch in der neuen MOTORRAD berichten wir über die neue BMW S 1000 RR. Ausgabe 20/2018 liegt ab 14. September am Kiosk und hier als PDF für euch bereit.

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