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RRlkönig: 2,7 PS mehr und Winglets für die RR-BMW - BMW S 1000 RR 2023

MOTORRAD online-Logo MOTORRAD online 22.09.2022 Maik Schwarz

Auf dem Stand von 2019 ist die BMW S 1000 RR, für Superbike-Verhältnisse ist das nicht mehr ganz frisch. Für 2023 wird die nächste Version erwartet – mit 2,7 PS mehr. Ende September 2022 wurde sie in München als Erlkönigin erwischt.

© MC Glüh & Sprüh

Im supersportlichen Milieu sind vier Jahre eine lange Zeit. Früher war es markenübergreifend üblich, die sportlichen und technologischen Speerspitzen alle zwei Jahre zu erneuern. Der rückläufigen Nachfrage in diesem Marktsegment folgend, sind diese Update-Intervalle längst bei allen Herstellern gestreckt worden. Doch nach vier Jahren sollte ein Superbike schon mal wieder etwas nachgeschärft werden, um beim Datenvergleich sowie im Rennsport vorne oder vorne dabei zu bleiben.

Als Erlkönig in München erwischt

Ende September 2022 wurde die neue BMW S 1000 RR für 2023 als Erlkönigin in München erwischt. Von einem Mitglied des Motorradclubs MC Glüh & Sprüh. Auffälligste Änderungen betreffen offenbar die Verkleidung, die an den Seiten wieder Haifischkiemen-Schlitze bekommt – wie schon bei der Ur-S 1000 RR ab 2009. Zudem – wie erwartet – Winglets, also die aus dem Rennsport bekannten Aerodynamik-Frontspoiler. An den beiden Testfahrzeugen waren außerdem nicht mehr die Bremszangen von Hayes, sondern die blauen von Nissin montiert – wie bei der M 1000 RR. Ob es sich dabei um den neuen Standard oder um M-Zubehör handelt, ist noch unklar. Das gilt ebenso für die Kühlluft-Hutzen aus Carbon an den vorderen Bremsen, die an einer der beiden Testmaschinen zu sehen waren.

250 Umdrehungen mehr für die 2,7 PS

Die aktuelle BMW S 1000 RR wurde Ende 2018 für 2019 vorgestellt. 2021 folgte das neue Topmodell M 1000 RR, doch die Basis-RR blieb unverändert. Nun wird eine neue Version der BMW S 1000 RR für 2023 erwartet. In den Homologationsdaten, die dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vorliegen, nennt BMW für die S 1000 RR eine veränderte Spitzenleistung: 154 statt wie bisher 152 kW. Exakt in PS umgerechnet sind das 209,4 statt wie bisher 206,7 PS, also 2,7 PS mehr. Dafür wird der mit dem zweistufigen Nockenwellensystem Shift Cam ausgerüstete Reihenvierzylindermotor noch ein bisschen höher drehen müssen. Bisher wird die Nennleistung bei 13.500/min erreicht, die 2,7 zusätzlichen PS sollen bei 13.750/min erreicht werden.

3 km/h weniger Topspeed

Noch mehr Topspeed soll damit allerdings nicht erzielt werden. Gerüchten zufolge sogar 3 km/h weniger – aber immer noch knapp über 300 km/h. Denn angeblich wird die Gesamtuntersetzung verkürzt, mit 46 statt 45 Zähnen am Kettenrad. Wie bereits bei der M 1000 RR – die jedoch bei 14.500/min auf 212 PS Nennleistung kommt. Auch die S 1000 RR dürfte künftig bei Beschleunigung und Durchzug von dem einen Zahn mehr am Kettenrad profitieren.

Längerer Radstand und Winglets

Hierbei müsste eine etwas längere Endantriebskette zum Einsatz kommen, mit der sich der Radstand um einige Millimeter verlängert – wofür keine Änderungen an der Schwinge erforderlich wären. Das hätte dann positive Effekte auf die Hochgeschwindigkeitsstabilität. Ebenso die Frontspoiler, auch Winglets genannt, die Anpressdruck aufs Vorderrad bringen und aus dem Rennsport sowie von der M 1000 RR bereits bekannt sind. Höchstwahrscheinlich wird auch die neue S 1000 RR Winglets bekommen, wenn auch vielleicht etwas kleinere als an der M, um den Abstand bei Preis und Prestige zu bewahren.

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