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858.000 Dollar für den 356 RSR Outlaw - Emory Motorsports Porsche 356 C4S, RS und RSR

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 21.08.2020 Patrick Lang

Die Firma Emory Motorsports aus den USA rüstet Ihren klassischen Porsche 356 auf Wunsch mit Allradantrieb und 200 PS aus. Jetzt hat RM Sotheby's einen 356 RSR Outlaw versteigert.

© Drew Phillips ©2020 Courtesy of RM Sotheby's

Ja, natürlich werden Traditionalisten jetzt wieder Sturm laufen, weil man einem Klassiker so etwas ja nicht antun dürfe. Aber ganz im Ernst? Die Emory-Porsches sind doch echte Sahnestücke, wenn wir mal ehrlich sind. Die Firma Emory Motorsports aus den USA designt klassische Porsche im historischen Rallye- oder Racing-Look. Die Silhouette der Autos bleibt weitestgehend unangetastet, die fahrdynamikrelevanten Teile werden dagegen so richtig angefasst. Ihre Modelle nennt die Firma "Emory Outlaw". Darunter können neben Coupés auch Roadster- oder Speedster-Modelle sein.

Emory-Porsche für eine Dreiviertelmillion versteigert

Das Auktionshaus RM Sotheby's hat jetzt einen Porsche von Emory Motorsport versteigert. Besser noch: Es ist der Porsche MOMO 356 RSR Outlaw von Firmenchef Rod Emory höchstselbst. Die Auktion Shift/Monterey fand ausschließlich online statt. Der umgebaute Porsche war einem Bieter 858.000 US-Dollar wert, das sind zum aktuellen Kurs etwa 727.000 Euro.

Die Konstruktion der jüngsten Kreation hat zum Beispiel schon mal schlappe vier Jahre beansprucht. Ein Kunde hatte sich Allradantrieb für seinen Porsche 356 von 1960 gewünscht, um damit im Winter in das eine oder andere Skigebiet fahren zu können. Dazu hat das Emory-Team dem Klassiker den Allrad-Antriebsstrang eines 911 (964) verpflanzt. Die Tüftler hatten dabei das ambitionierte Ziel, alle originalen Verbindungspunkte zwischen Karosserie und Chassis beizubehalten. Aus diesem Grund wurde der Antriebsstrang – der jetzt zudem über ein Rallye-Differenzial verfügt – so gekürzt, dass er zum Radstand des 356 passt. Mit aus dem 911 übernommen wurde das Fünfgang-Handschaltgetriebe.

Motor nach 911-Vorbild

Was nicht übernommen, sondern gänzlich neu konstruiert wurde, ist der Motor, denn den baut Emory Motorsport gemeinsam mit Rothsport Racing in Eigenregie. Es handelt sich dabei um einen Aluminium-Vierzylinder mit Trockensumpfschmierung, zwei Weber-Vergasern und 2,4 Litern Hubraum. Output des Outlaws: 200 PS bei 975 Kilo Fahrzeuggewicht (4,9 Klio pro PS). Die Maschine sitzt in einem dezent verbreiterten Heck und ist in ihrer Architektur dem 964er-Modell des Elfer nachempfunden. Im Prinzip ein verkürzter 911-Motor. Die Konstruktion ist laut eigenen Angaben so nahe am Original, dass Kurbel- und Nockenwelle auch wunderbar mit Porsche OEM-Teilen harmonieren.

Wer seinen 356 auf die Spitze treiben möchte, blättert sich noch ein wenig weiter durch das Angebot von Emory Motorsport, um dann auf dem Emory RS zu treffen. Liebevoll mit "GT356RS" gelabelt. Der soll nochmal knackiger ums Eck gehen, als die Autos der Emory Outlaw-Serie – auf jeden Fall ist der Look dezent extremer. Das Emory-Team verspricht die "ultimative Performance im Vintage-Gewand". Jedes Fahrzeug, das die Halle verlässt, ist ein Kundenauftrag, der eine vorhergehende Restauration der Basis, eines 356, voraussetzt. Das Ergebnis können Sie in unserer Bildergalerie (oben) von allen Seiten bewundern.


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