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Antrieb elektrisch, Platz massig, ab 49.000 Euro - Mercedes EQT (2022)

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 05.12.2022 Uli Baumann

Die Mercedes T-Klasse kommt auch als Elektroversion EQT auf Renault-Basis. Das Concept EQT gab im Mai 2021 bereits einen Ausblick. Im Dezember 2022 präsentiert sich die Serienversion mit einer Reichweite von bis zu 282 Kilometern.

© Mercedes

Mit Premium will Mercedes-Chef Ola Källenius punkten. Das ist gut für die Marge. Und im Fall des Mercedes Citan auch für Familien. Die sollen nämlich künftig nicht mehr ein braves Nutzfahrzeug kaufen, sondern einen todschicken Großraum-Van. Um das zu unterstreichen, gibt's einen neuen Namen: T-Klasse. Die kommt, typisch Mercedes, natürlich auch elektrisch als EQT. Die passende Studie hieß Concept EQT, die Serienversion nur noch schlicht EQT.

Der EQT – das Schwestermodell zum Renault Kangoo E-Tech Electric – startet zunächst als 4,50 Meter langer Fünfsitzer mit kurzem Radstand; eine Langversion folgt im weiteren Jahresverlauf 2023. Einziger Antrieb ist ein 90 kW (122 PS) und 245 Nm starker E-Motor, der die Vorderräder beaufschlagt und den 1,9 Tonnen schweren EQT maximal 134 km/h schnell macht. Der Fahrer kann zwischen zwei Fahrmodi und drei Rekuperationsstufen wählen. Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 45 kWh ist immer im Fahrzeugboden verbaut und ermöglicht bis zu 282 Kilometer Reichweite nach WLTP. Energie zapft die Batterie per 22-kW-Bordlader (2,5 Stunden für die Vollladung) oder mit maximal 80 kW am Schnelllader. Dann dauert die Füllung von zehn auf 80 Prozent 38 Minuten. Für das AC- und DC-Laden verfügt der EQT serienmäßig über eine CCS-Ladebuchse sowie über ein CCS-Ladekabel.

Beidseitige Schiebetüren

Für einen komfortablen Ein- und Ausstieg auch in engen Parklücken sorgen Schiebetüren mit Ausstellfenstern auf beiden Seiten. Serienmäßig ist der EQT mit einer weit öffnenden Heckklappe ausgestattet. Optional sind zweiteilige Hecktüren verfügbar. Beide Türen lassen sich in einer 90-Grad-Stellung arretieren und um bis zu 180 Grad zur Seite schwenken. Eine Gepäckraumabdeckung schützt das Ladegut vor Blicken, Zurrösen sichern es gegen verrutschen. Weiteres Gepäck nimmt die optionale, zum Dachträger umbaubare Dachreling auf. Wenn das immer noch nicht reicht, lässt sich der EQT auch mit einer Hängerkupplung ausrüsten. Die punktet mit 75 Kilogramm Stütz- und 1,5 Tonnen Anhängelast.

Zu den serienmäßigen Komfortausstattungen des EQT gehören neben dem Infotainment-System MBUX unter anderem eine Klimaanlage mit Vorklimatisierung, ein Multifunktionslenkrad, eine elektrische Feststellbremse, elektrische Fensterheber, ein Licht- und Regensensor sowie ein Keyless-Startsystem.

Drei Ausstattungen, zehn Farben

Zu haben ist der EQT in den Ausstattungsvarianten Advanced Plus, Premium und Premium Plus sowie in zehn Lackfarben, darunter sechs Metallic-Lackierungen. Für ein eigenständiges Design sorgen der Black-Panel-Grill samt Zentralstern und dynamisch gestalteten Kühllamellen sowie die immer schwarz lackierten Außenspiegelgehäuse. Ansonsten entspricht der EQT weitestgehend der T-Klasse. Als Grundpreis für den EQT nennt Mercedes 49.000 Euro. Der Hersteller kündigt mit dem EQT Marco Polo zudem noch ein kleines Reisemobil auf Basis des Elektrovans an.

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