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Audi SQ8 TDI im Test: Die hohe Kunst des klassischen Autobaus

motor.at-Logo motor.at 11.01.2020 maria.brandl

Was kann das große Audi-SUV mit dem stärksten Diesel?

© Kurier/Jeff Mangione

Allen Schmährufen Richtung Diesel und großer SUV, Sport Utility Vehicles, zum Trotz: Die Kombination ist nach wie vor in betuchten Kundenkreisen begehrt und stellt den Beweis des enorm hohen Standes deutscher Automobilbaukunst dar, wie das Beispiel des fünfsitzigen Audi SQ8 TDI Quattro zeigt. Gleichzeitig liefert er der Firma auch fette Erlöse, wie der Preis (Basispreis in Österreich: 125.750 Euro) vermuten lässt.

Dafür erhält der Kunde nicht nur einen imposanten, schnittig gestylten SUV mit dem laut Audi stärksten Dieselmotor Europas (435 PS, 900 Nm), sondern auch noch jede Menge Hightech bei Fahrwerk, Infotainment und Fahrassistenz.

In Fahrt

Auch wenn inzwischen dank der immer zahlreicheren elektrifizierten Groß-SUV Beschleunigungswerte von 2,5-Tonnern unter 5 sec von 0 auf 100 km/h keine Seltenheit mehr sind, so ist der Schub des V8-TDI im SQ8 doch ein Erlebnis. Das Zusammenspiel der Biturbos mit dem E-Verdichter, der für zusätzlichen Schub in den unteren Drehzahlen sorgt, ist grandios.

Gespeist wird der E-Verdichter mit dem Strom aus der Lithium-Batterie des 48-Volt-Bordnetzes, das zusätzlich zum 12-Volt-Netz, aus dem SQ8 TDI einen „milden“ Hybriden macht, der eine höhere Rückgewinnungsrate der Bremsenergie sowie andere energiesparende Maßnahmen wie längeres Segeln erlaubt. Der Verbrauch ist tatsächlich vergleichsweise niedrig.

© Kurier/Jeff Mangione

Dass solche Fahrleistungen in Kombination mit der Größe des SUV die Entwickler bei der Erfüllung der EU-Abgasnormen eine Herkulesaufgabe darstellen, versteht sich von selbst. Sie erfordert umfangreiche Abgasreinigungsanlagen – mit ein Grund für das sehr hohe Gewicht des SUV. 2,4 Tonnen sind zwar im Vergleich zu ähnlich großen elektrifizierten SUV auch keine Sensation mehr, bleiben aber dennoch vor allem bei Bergfahrten trotz der enormen Leistung des V8-TDI deutlich spürbar. Der SQ8 bietet sich aber wohl als exklusives Zugfahrzeug etwa für den Pferdeanhänger an.

© Kurier/Jeff Mangione

Unser Testmodell war mit dem Extra „Fahrwerkspaket advanced“ ausgestattet. Das machte den SQ8 noch agiler in Kurven.

 

Einige Dinge jedoch funktionierten nicht so gut: So stoppte die weit ausladende Heckklappe überraschend nicht automatisch, als sie in der Garage an eine Höhenbegrenzung stieß.

© Kurier/Jeff Mangione

Die Tempolimitanzeige mit der automatischen Anpassung an Tempolimits hatte auch hier, wie bei Mitbewerbern, eher Unterhaltungswert. Der Lenker sollte den Automatismus aufmerksam überwachen, will er etwa auf einer Autobahn keinen Auffahrunfall des Nachkommenden riskieren. Die Ziel-Navigation bleibt aktiv, auch wenn das Ziel bereits erreicht ist. Abhilfe schafft die Eingabe eines neuen Ziels.

© Kurier/Jeff Mangione

Die breite B-Säule dagegen verschlechtert die Sicht beim Abbiegen, natürlich abhängig von der jeweiligen Sitzposition. Apropos Sitzen: Aufrecht Sitzende leiden auch hier unter den den Crashtests geschuldeten nach vorne geneigten Kopfstützen, auch die Lenkradposition war bei Vorgängern angenehmer.

Unser Testmodell war mit zahlreichen Extras ausgestattet, allein der „Komfortschlüssel“ kommt auf knapp 1400 Euro. Üblicherweise zählen solche Schlüssel zur Serienausstattung, vor allem in der Luxusklasse. Der Sprachdienst Alexa ist Teil des MMI-Bediensystems. Die Verarbeitungsqualität war gut, abgesehen von ein paar Fahrwerksgeräuschen auf holprigem Untergrund.

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