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Campingbusse mit Bad und 4 festen Schlafplätzen - 8 Kastenwagen mit je vier Betten im Marktcheck

Promobil-Logo Promobil 30.06.2020 Timo Großhans
© Redaktion

"Wer da hoch kommt, den hält das Bett auch aus", antwortete einmal der Chef von CS-Reisemobile Claus-Dieter Oltmanns mit norddeutscher Gelassenheit auf die Frage, wie viele Kilogramm das Bett unterm Dach im Rondo XL denn aushalten würde.

Tatsächlich ist es manchmal gar nicht so einfach, in das Dachbett zu kommen. Manchmal ist die Leiter steil und instabil. Oder es müssen Kopf und Körper zwischen Matratze und Dach mit den Bewegungen eines Schlangenmenschen in die Schlafkoje gewunden werden. Oft muss man sich nochmal um die Längsachse drehen, weil es sich besser liegt mit dem Kopf nach hinten. Und wenn man auf die Toilette muss, geht das Ganze wieder retour.

Die Antwort von Oltmanns ist also nicht nur die Antwort auf die Frage nach dem maximalen Belastungswert, sondern auch der Hinweis: vor dem Kauf wirklich auszuprobieren, ob die Personen, die in der Dachmansarde später schlafen sollen, gut ins Bett reinkommen und sich dort auch wirklich auf Dauer wohlfühlen.

Die Auswahlkriterien

Die Auswahl der Modelle in diesem Artikel wurde unter folgender Prämisse getroffen: Busse mit Hochdach, vier festen Schlafplätzen, mit Stehhöhe und einem Sanitärraum an Bord.

Natürlich gibt es auch in der VW-Bus-Klasse Modelle mit festem Hochdach, aber in aller Regel ohne Bad. Als Grenzgänger zwischen den Klassen ist der Ford Nugget noch in die Auswahl gerutscht, weil er ein prima Familiencamper ist und es ihn als Plus-Variante auch mit Toilette und Waschbecken gibt.

Viele verschiedene Basisfahrzeuge

Zwei wichtige Vertreter der großen Vierschläfer sind der Grand California von VW auf Crafter und der Weinsberg Carabus 600 MQH auf Fiat Ducato. Was den Blick auf die Basisfahrzeuge lenkt. Es gibt eine beachtliche Auswahl an Transportern, die von den Ausbauern in Vier-Personen-Camper verwandelt werden. Balcamp setzt unter anderem auf den MAN TGE, der baugleich mit dem VW Crafter ist. CS-Reisemobile baut den Rondo XL mit Hubbett, wie alle seine Modelle, auf Basis des Mercedes Sprinter – hier mit langem Radstand und ultrahohem Dach. Interessant ist dabei die Option auf ein echt offroadtaugliches Allradfahrgestell – das es ebenso auch für den James Cook von Westfalia gibt. Bei VW/MAN ist der 4motion-Allrad ebenfalls optional erhältlich. Deutlich günstiger als beim Sprinter, aber auch mit viel geringerer Höherlegung.

Auf Fiat oder Citroën bauen die Marken Dreamer, Knaus, La Strada und Pössl ihre Vier-Schläfer-Busse. Allrad ist hier seit der Umstellung auf Motoren der Abgasnorm Euro 6d-Temp nicht mehr möglich. Der Ford Transit Custom ist die Basis des Nugget Plus. 4x4 gibt es hier immerhin als Nachrüstlösung. Grundsätzlich ist und bleibt der Fiat Ducato mit seinen Citroën- und Peugeot-Geschwistern stückzahlenmäßig die unangefochtene Nummer eins im Campingbus-Bereich. Der Sprinter steht für gehobenen Komfort, vor allem in Sachen Antrieb und Federung. Der Crafter ist technisch mindestens ebenso modern, im Fahrverhalten aber VW-typisch direkter ausgelegt.

Alternative Aufstelldach

Vier feste Betten in einem Campingbus mit Bad lassen sich auch mit einem der immer beliebteren Aufstelldächer etwa für den Ducato verwirklichen. Die aufgeklappte GfK-Dachschale mit den Zeltwänden bietet meist sogar mehr Platz als ein festes Hochdach. Die Kopffreiheit an der höchsten Stelle ist in der Regel sogar deutlich größer, was aufrechtes Sitzen ermöglicht.

Ein festes Hochdach hat andererseits den großen Vorteil unabhängig von Witterung und Außentemperaturen campen zu können. Die Nutzung des Aufstelldachbetts im Winterhalbjahr bleibt dagegen hartgesottenen Naturen vorbehalten. Im Hochdach lässt es sich zudem auch deutlich unauffälliger, etwa am Straßenrand, nächtigen.

So oder so braucht man zum Erklimmen des Dachbetts eine Leiter. Die muss während der Fahrt irgendwo untergebracht werden. Hier sollte man auf eine möglichst klapperfreie Unterbringung achten. Zur Benutzung wird die Leiter meist am Dachbett eingehängt. Der Anstellwinkel sollte dabei weder zu steil noch zu flach sein, sonst wackelt oder verbiegt sie sich bei Belastung oder der Übergang von der Leiter ins Bett wird zum Balanceakt.

Bau der Dachbetten

Zwei unterschiedliche Techniken haben sich zum Bau der Dachbetten etabliert. Bei der einen Variante liegt die zwei- oder dreigeteilte Liegefläche während der Fahrt als Stapel vorn in der Hochdachnase. Vor dem Schlafengehen werden die Teile nach hinten gezogen, teils auch geklappt, und fügen sich dann auf einer Ebene zum fertigen Doppelbett. Der Ford Nugget nutzt diese Stapeltechnik ebenso wie der Weinsberg Carabus MQH und der VW Grand California. Großer Vorteil dabei: Das Bettzeug lässt sich tagsüber meist auch noch bequem auf dem Matratzenstapel ablegen.

Die meisten Hersteller bauen ein Längshubbett ein, das sich, bestehend aus zwei Teilen, elegant an die Decke faltet – unterstützt von Gasdruckfedern. So lassen sich die Betten mit mehr oder weniger Kraftaufwand in die jeweilige Position bringen. Je nach Einsatzzweck und Komfortanspruch sollte man auf die Ausführung von Matratze und Unterfederung achten. Oft sind die Matratzen "nur" im Schulter- und Beckenbereich unterfedert, was den Schlafkomfort aber nicht wesentlich schmälert. Ob Lattenrost oder punktelastische Federelemente als Unterbau ist eher Geschmacksache. Wichtiger ist die Matratzenqualität.

Für den Einsatz im Winter sind die Dächer alle isoliert. Zudem zeigt die Erfahrung, dass die Heizungen keine Probleme haben, den relativ kleinen Raum im Kastenwagen zuverlässig aufzuheizen. Wichtiger ist das Thema Belüftung. Im Sommer kann es heiß werden im Dachbett. Gerade wenn einen schon frühmorgens die südländische Sonne wecken möchte, ist jede Luke, die man öffnen kann, von Vorteil. An Dachhauben und Fenstern sollte nicht gespart werden – zwei sollten mindestens vorhanden sein. Sie bringen nicht nur Aussicht, sondern vor allem ein frisches Lüftchen in die manchmal saunaartigen Verhältnisse im Hochsommer da oben unterm Dach.

Herausfallschutz für Kinder

Wer kleine Kinder oben schlafen lassen möchte, sollte auf einen zuverlässigen Herausfallschutz, meist in Form eines Netzes, achten. Sonst plumpst mal eines runter, mit der Gefahr, weit mehr als blaue Flecken davonzutragen. Hier kann auch der Händler bei der Nachrüstung behilflich sein.

Wenn die Kinder oben schlafen, stellt sich die Frage, ob die Sitzgruppe darunter parallel noch genutzt werden kann. Wie so oft bei der Auswahl des richtigen Campingbusses gilt es hier, den passenden Kompromiss zu finden. Große Kopffreiheit im Dachbett erkauft man sich meist mit knapper Höhe an der Sitzgruppe darunter. Unter Umständen lässt sich dann das Wohnzimmer gar nicht mehr nutzen – so wie bei den vorgestellten Modellen von La Strada und Dreamer. Im Pössl 2Win Vario dürfen die Eltern oder Großeltern dagegen noch gemütlich ein Glas Wein zu sich nehmen, auch wenn es draußen schon zu ungemütlich ist zum Sitzen. Aber auch hier gilt: selber ausprobieren und abwägen, denn nicht jeder ist gleich groß und setzt die gleichen Prioritäten.

Augenmerk auf Zuladung

Bei vier Personen in einem Campingbus sollte man sich aber auch noch eine ganz andere Frage stellen, nämlich nach der Zuladung. Hochdach und Bettkonstruktion bringen einiges an Zusatzgewicht. Die meisten Kastenwagen haben – und die meisten Camper wollen – nicht mehr als 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Um schneller als Tempo 100 fahren zu dürfen und die weiteren Nachteile der schwereren Klasse zu vermeiden. Die Leergewichte auf dem Papier liegen häufig um die 3000 Kilo, was eine Zuladung von 500 Kilo verspricht.

Doch in der Praxis, mit vollen Tanks, üblicher Sonderausstattung und Fahrrädern an Bord, kommen Räder, Achsen oder das gesamte Fahrwerk bei nicht wenigen Modellen schnell an ihre Grenzen. Auflastungsmöglichkeiten gibt es werksseitig nicht immer. Eventuell können Fahrwerksspezialisten nachträglich noch helfen. Beim Rondo XL verwendet CS sinnigerweise gleich serienmäßig die 4,1-Tonnen-Variante des Sprinter. Allerdings ist dieses Modell auch das mit Abstand längste und wuchtigste in dieser Auswahl.

Große Unterschiede bei den Anbietern

Von Balcamp bis Westfalia unterscheiden sich die Anbieter und Modelle teils enorm.

1. Balcamp MAN 610

Balcamp ist eine polnische Firma, deren Markenzeichen das eigenständige GfK-Hochdach ist. Mercedes Sprinter, Fiat Ducato oder eben der MAN TGE dienen in unterschiedlichen Längen als Basis. Das Grundrissangebot ist groß, der Individualisierungsgrad hoch. Vom Querbett bis zum Queensbett ist vieles möglich. Die Qualität des Möbelbaus ist hochwertig. Entsprechend gehoben ist auch das Preisniveau der Camper, die es bei mehreren deutschen Händlern zu kaufen gibt.

  • Basispreis: 73.430 Euro
  • Basis: MAN TGE, Vorderradantrieb, Radstand 3.640 mm, ab 100 kW/140 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 5.960/2.100/2.970 mm
  • Gewichte: Masse fahrbereit ca. 3.000 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg
  • Bettenmaße: Heckbett 1.950 x 1.220 mm; Hubbett: 2.100 x 1.200 mm
  • Dreipunktgurte: 4
  • Bordtechnik: Absorberkühlschrank 90 L, Gas-Gebläseheizung Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 90/60 L, Bordbatterie 95 Ah.

(+) Dekore, Farben, Polster und vieles mehr sind frei wählbar

(+) viele Grundrisse möglich

(+) auch mit Hubbett Stehhöhe von zwei Metern

(+) mit Front-, Heck- und Allradantrieb verfügbar

(+) wahlweise auch auf Basis Mercedes Sprinter.

(-) kleines Händlernetz

(-) Zuladung relativ gering bei Vollausstattung und vollen Tanks, Auflastung aber möglich

2. CS Rondo XL

CS-Reisemobile aus dem hohen Norden ist ein Familienbetrieb, der, wie erwähnt, auf den Ausbau des Mercedes Sprinter spezialisiert ist. Ein verwandtes Modell haben wir hier getestet. Der Möbelbau ist stabil, wertig, langlebig, auf Wunsch auch mit Massivholzanteilen. In Sachen Sprinter-Ausbau hat man viel Erfahrung. Der Rondo XL mit Hubbett ist ein imposanter Kastenwagen, der gerade auch für lange Reisen gut geeignet ist.

  • Grundpreis: 84.500 Euro
  • Basis: Mercedes Sprinter, Hinterradantrieb, Radstand 4.325 mm, ab 120 kW/163 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 6.960/2.030/3.260 mm
  • Gewichte: Masse fahrbereit 3.340 kg, zul. Gesamtgewicht 4.100 kg
  • Bettenmaße: Heckbett 1.950 x 1.450 mm; Hubbett: 2.100 x 1.500 mm (opt.)
  • Dreipunktgurte: 4
  • Bordtechnik: Kompressorkühlschrank 110 L, Gas-Gebläseheizung Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 150/100 L, Bordbatterie 235 Ah.

(+) Bettzeug kann im Hubbett in Fahrstellung verbleiben

(+) Sitzgruppe ist auch mit aufgebautem Dachbett nutzbar

(+) sehr hochwertiger und langlebiger Möbelbau

(+) große Tanks und Batteriereserven

(+) großer Kühlschrank

(-) Heckbett erreicht volle Länge nur in den seitlichen Karosserieverbreiterungen

(-) 3,5-t-Zulassung nicht möglich

3. Dreamer Select Family Van

Die Marke Dreamer gehört zur französischen Rapido-Gruppe. Hier bekommt man viel Camper, ohne die Familienkasse komplett plündern zu müssen. Der Family Van ist mit seinem Hubbett vorn und den Stockbetten hinten ein Exot, aber eigentlich könnte der Grundriss für gar nicht so wenige Familien eine interessante Option sein. Vier gute Schlafplätze, eine variable Heckaufteilung – die Etagenbetten sind herausnehmbar – und die relativ kompakten sechs Meter Länge sind ein Wort.

  • Grundpreis: 51.500 Euro
  • Basis: Fiat Ducato, Vorderradantrieb, Radstand 4.035 mm, ab 103 kW/140 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 5.990/2.050/2.880 mm
  • Gewichte: Masse fahrbereit 3.070 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg
  • Bettenmaße: Stockbetten 1.750/1.850 x 700 mm; Hubbett: 1.900 x 1.300 mm
  • Dreipunktgurte: 4
  • Bordtechnik: Absorberkühlschrank 160 L, Gas-Gebläseheizung Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 110 (20)/100 L, Bordbatterie 100 Ah.

(+) Kinder schlafen im Heck, dadurch Sitzgruppe weiter verfügbar

(+) variable, einzeln ausbaubare Stockbetten für mehr Stauraum im Heck

(+) bis zu fünf Sitz- und Schlafplätze möglich

(+) Hubbett elektrisch absenkbar

(+) sehr großer Kühlschrank

(-) geringe Zuladung

(-) relativ beengte Verhältnisse

4. Ford Nugget Plus

Der Ford Nugget ist ein Klassiker und eines der meistverkauften Campingbusmodelle in Deutschland. Sein Preis-Leistungs-Verhältnis ist außergewöhnlich gut, zumal die Marktpreise teils deutlich unter der offiziellen Preisangabe liegen. Er wird sehr gerne von Familien gekauft. Die äußerst kompakten Abmessungen des Transit Custom und seine fünf Gurtplätze machen ihn mit Einschränkungen sogar als Erstfahrzeug nutzbar. Trotzdem hat er vier passable Schlafplätze und in der längeren Plus-Version sogar eine Toilette. Sein Manko: Es fehlt ein wirklich großer und variabel nutzbarer Stauraum für Campingmöbel und anderes Sperrgepäck. Sein Prunkstück ist dagegen die großzügige Winkelküche.

  • Grundpreis: 57.512 Euro
  • Basis: Ford Transit Custom, Vorderradantrieb, Radstand 3.300 mm, ab 96 kW/130 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 5.340/1.986/2.800 mm
  • Gewichte: Masse fahrbereit 2.683 kg, zul. Gesamtgewicht 3.365 kg
  • Bettenmaße: Sitzgruppenbett 1.900 x 1.250 mm; Dachbett: 2.250 x 1.395 mm
  • Dreipunktgurte: 5
  • Bordtechnik: Kompressorkühlbox 40 L, Diesel-Gebläseheizung, Frisch-/Abwassertank 42/42 L, Bordbatterie 2 x 95 Ah.

(+) sehr kompakter Familien-Van

(+) auch mit vier aufgebauten Betten kann die Küche noch genutzt werden

(+) vergleichsweise günstiger Marktpreis

(+) Dreier-Gurtbank

(+) vergleichsweise hohe Zuladung

(-) wenig Platz für Sperriges, da kein abgetrennter Heckstauraum

(-) unteres Bett muss aus Sitzbank gebaut werden

5. Knaus Boxstar 600 Solution

Der Knaus Boxstar Solution 600 nutzt das Superhochdach von Fiat und platziert darunter ein Hubbett. Die Wahl des Original-Blechdachs hat nicht nur finanzielle Vorteile, sondern sorgt auch für ein besonders unauffälliges Auftreten, ähnlich dem des normalen Lieferwagens. Von Knaus gibt es neuerdings auch noch zwei weitere Familienmodelle, den Boxstar 600 XL als Street- und als Lifetime-Variante. Beide nutzen das gleiche GfK-Hochdach wie der nahverwandte Weinsberg Carabus 600 MQH, sind aber noch etwas schicker und hochwertiger ausgebaut.

  • Grundpreis: 49.440 Euro
  • Basis: Fiat Ducato, Vorderradantrieb, Radstand 4.035 mm, ab 88 kW/120 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 5.990/2.050/2.820 mm
  • Gewichte: Masse fahrbereit 2.880 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg
  • Bettenmaße: Heckbett 1.940 x 1.400/1.450 mm; Hubbett: 1.760 x 1.300 mm
  • Dreipunktgurte: 4
  • Bordtechnik: Kompressorkühlschrank 90L, Gas-Gebläseheizung Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 102 (20)/90 L, Bordbatterie 95 Ah.

(+) relativ günstiges und unauffälliges Fiat-Superhochdach

(+) umfangreiche Serienausstattung

(+) aufwendige Hubbettkonstruktion

(+) gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

(+) dichtes Händler- und Servicenetz

(-) schwache Serienmotorisierung

(-) wenige Fensteröffnungen im Werks-Superhochdach

6. La Strada Avanti F

La Strada gelingt der Balanceakt zwischen handwerklicher Ausbauqualität und beachtlichem Output – etwa 350 Fahrzeugen pro Jahr – sehr gut. Neben einem Mercedes-Sprinter-Modell ist es vor allem die Avanti-Baureihe auf Fiat Ducato, die das Programm bestimmt. Der Avanti F ist einer von acht Grundrissen. Er verfügt über ein Längshubbett unter dem Superhochdach und ein Doppelquerbett im Heck. Hervorzuheben ist zudem der megapraktische Doppelboden.

  • Grundpreis: 58.463 Euro
  • Basis: Fiat Ducato, Vorderradantrieb, Radstand 4.040 mm, ab 103 kW/140 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 6.360/2.050/2.890 mm
  • Gewichte: Masse fahrbereit 3.050 kg, zul. Gesamtgewicht 3.500 kg
  • Bettenmaße: Heckbett 1.970 x 1.450 mm; Hubbett: 2.000 x 1.300 mm
  • Dreipunktgurte: 4
  • Bordtechnik: Absorberkühlschrank 80 L, Gas-Gebläseheizung Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 100 (30)/90 L, Bordbatterie 100 Ah (Gel).

(+) sehr hochwertiger Ausbau, sowohl bei den Möbeln wie bei der Bordtechnik

(+) aufwendig konstruiertes Hubbett mit viel Kopffreiheit

(+) komplett klapperfreier Ausbau

(+) große Auswahl an Möbel- und Polsterdekoren

(+) Doppelboden

(-) bei abgesenktem Hubbett ist die Nutzung der Sitzgruppe kaum mehr möglich

(-) knappe Zuladung als 3,5-Tonner

7. Pössl 2Win Vario

Über den Hersteller Pössl muss man sicher nicht mehr viel sagen, schließlich handelt es sich um den Marktführer bei den ausgebauten Kastenwagen. Der 2Win Vario mit GfK-Hochdach zeigt, warum: Mit Raumbad und geschickter Grundrissanordnung nebst gutem Preis-Leistungs-Verhältnis ist er für Familien stets eine bedenkenswerte Option.

  • Grundpreis: 48.499 Euro
  • Basis: Citroën Jumper, Vorderradantrieb, Radstand 4.035 mm, ab 88 kW/120 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 5.998/2.050/3.120 mm
  • Gewichte: Masse fahrbereit 2.999 kg, zul. Gesamtgewicht 3.300 kg
  • Bettenmaße: Heckbett 1.950 x 1.400/1.200 mm; Hubbett: 2.050 x 1.350 mm (opt.)
  • Dreipunktgurte: 4
  • Bordtechnik: Absorberkühlschrank 80 L, Gas-Gebläseheizung Truma Combi 4, Frisch-/Abwassertank 100/80 L, Bordbatterie 95 Ah.

(+) stimmiges Raumkonzept

(+) sehr gut für die Vier-Personen-Nutzung geeignet

(+) abgerundeter Küchenblock sorgt für einen einfachen Durchgang

(+) Sitzgruppe bei aufgebautem Dachbett voll nutzbar

(+) hoher Wiederverkaufswert

(+) großzügige Duschmöglichkeit im Raumbad

(+) günstiger Grundpreis

(-) aufgebautes Raumbad blockiert Kühlschrank und Durchgang zum Heckbett

(-)Badschiebetür macht beim Schließen relativ viel Lärm, was besonders nachts stören kann

(-) Dachbett kostet extra

(-) knappe Zuladungsreserven

8. Westfalia James Cook HD

Zu guter Letzt bleibt noch Westfalia mit dem brandneuen James Cook. Vom Campingbus-Erfinder kommt die technisch aufwendigste und modernste Interpretation eines Familiencampers. Dank Heck-Slide-out passt in den Sechs-Meter-Bus ein 2,07 Meter langes Längsdoppelbett, ohne dass die anderen Bereiche zu knapp ausfallen müssten. Auch bei der vernetzten Bordtechnik zeigt der, allerdings hochpreisige Bus, was heute möglich ist.

  • Grundpreis: 81.900 Euro
  • Basis: Mercedes Sprinter, Hinterradantrieb, Radstand 3.665 mm, ab 105 kW/143 PS
  • Länge/Breite/Höhe: 5.932/2.050/3.375 mm
  • Gewichte: Masse fahrbereit k. A., zul. Gesamtgewicht 3.500 kg
  • Bettenmaße: Heckbett 2.070 x 1.420–1.700 mm; Dachbett: 1.995 x 1.150 mm
  • Dreipunktgurte: 4
  • Bordtechnik: Kompressorkühlschrank 90 L, Diesel-Warmwasserheizung, Frisch-/Abwassertank 100/78 L, Bordbatterie 95 Ah

(+) einzigartiges Konzept mit großem Längsdoppelbett im Heck-Slide-out

(+) Diesel-Warmwasserheizung mit optionaler Fußbodenerwärmung

(+) großer Kühlschrank

(+) moderne Bordtechniksteuerung

(+) Allrad und Offroadpaket als Option

(-) hoher Grundpreis

(-) kleiner Heckstauraum

(-) Fahrradträgermontage wegen Slide-out schwierig

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